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Die US-Notenbank bekräftigt ihre optimistischen Aussichten für die US-Wirtschaft

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Federal Reserve
  • Loretta Mester von der Federal Reserve Bank von Cleveland signalisiert, dass die Zinssätze hoch bleiben könnten, und korrigiert ihre langfristige Zinsprognose von 2,5 % auf 3 %.
  • Sofortige Zinssenkungen sind unwahrscheinlich, da Mester Skepsis gegenüber einer Zinssenkung bis Mai äußerte, allerdings könnte es im Juni zu einer Änderung kommen, wenn die Inflationsentwicklung rückläufig ist.
  • Trotz einer gewissen Abschwächung der Inflation spricht die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft für einen vorsichtigen Ansatz bei der Senkung der Kreditkosten.

Die US-Notenbank meint es ernst, wenn sie über die US-Wirtschaft. Mit vielleicht etwas übertriebenem Selbstvertrauen spricht sie von einer anhaltenden Stärke der Konjunktur. Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Kreditkosten werden wohl nicht so schnell sinken.

Loretta Mester von der Federal Reserve Bank in Cleveland, die maßgeblich an der Festlegung der Zinssätze beteiligt ist, hat ihre bisherigen Prognosen verworfen. Sie geht nun davon aus, dass der Leitzins – ein Fachbegriff für den Zinssatz, den Banken einander für Übernachtkredite berechnen – langfristig bei etwa 3 Prozent liegen wird. Das ist ein deutlicher Sprung von ihrer früheren Schätzung von 2,5 Prozent.

Bevor wir uns ins Detail stürzen, sollten wir einige Grundlagen klären. Die US-Notenbank, kurz Fed, hat eine wichtige Aufgabe. Sie fungiert quasi als Thermostat der Wirtschaft und reguliert die Zinsen, um ein angenehmes Klima (stabile Preise und maximale Beschäftigung) zu gewährleisten. Doch jetzt kommt der Haken: Die Fed hat die Zinsen massiv angehoben und die Kosten auf ein 23-Jahres-Hoch getrieben, um die Inflation zu bekämpfen – ein heimtückisches Ungeheuer, das die Kaufkraft schneller aufzehrt als ein heißes Messer Butter.

Auf der Achterbahnfahrt der Geschwindigkeit

Die Inflation war außer Kontrolle geraten und hatte ein Niveau erreicht, das den Geldbeutel stark belastete. Die Fed wehrte sich mit massiven Zinserhöhungen. Doch nun, da sich die Lage etwas beruhigt und die Inflation Anzeichen einer Abkühlung zeigt, stellt sich die Frage: Wann sinken die Kreditkosten? Mester, deren Tonfall gleichermaßen hoffnungsvoll und vorsichtig ist, rät davon ab, mit einer Zinssenkung zu rechnen, zumindest nicht vor Mai. Sie schließt jedoch nicht aus, dass die Finanzpolitik Mitte Juni gelockert werden könnte. Die Wirtschaft zeigt sich nach wie vor robust und beweist ihre Widerstandsfähigkeit angesichts der hohen Zinsen.

Anleger, die stets auf der Suche nach neuen Entwicklungen sind, hatten bereits im Frühjahr mit einer Zinssenkung gerechnet. Mesters Äußerungen haben diese Erwartungen jedoch etwas gedämpft. Die Fed scheint es nicht eilig zu haben und verfolgt eine abwartende Strategie. Sie wartet auf handfeste Beweise dafür, dass die Inflation unter Kontrolle ist und sich stetig dem angestrebten Zielwert von 2 Prozent annähert.

Überall herrscht eine Mischung aus Vorfreude und Spekulation. Einige Fed-Mitarbeiter tendieren dazu, die Zinsen in Zukunft zu senken und prognostizieren einige Zinssenkungen bis Jahresende, um den finanziellen Druck zu mindern. Diese Prognose ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Fed-Vertreter betonen, dass es sich bei diesen Vorhersagen lediglich um fundierte Annahmen und nicht um Versprechen handelt.

Der Balanceakt der Wirtschaft

Kommen wir zu Strategie und Erwartungen. Mesters Anpassung ihrer Zinsprognose ist nicht aus der Luft gegriffen. Sie würdigt die überraschende Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft und berücksichtigt höhere Schätzungen für einen sogenannten „neutralen“ Zinssatz. Dieser idealisierte neutrale Zinssatz stellt im Grunde die optimale Zone dar – nicht zu hoch, nicht zu niedrig, sondern genau richtig, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, ohne Inflation auszulösen oder das Wachstum zu bremsen.

Doch nun die Überraschung: Trotz der vorsichtigen Haltung der Fed spekuliert der Markt auf etwas anderes. Händler gehen davon aus, dass die Fed als Erste nachgeben und die Zinsen weniger aggressiv senken könnte als ursprünglich angenommen. Diese Skepsis wird durch aktuelle Daten genährt, die zeigen, dass die Wirtschaft trotz der anhaltenden Inflation noch nicht am Ende ihrer Kräfte ist.

Unterdessen bereitet sich Mester auf die Übergabe des Amtes vor; ihre Amtszeit endet im Juni. Ihr Ausscheiden wird die Debatte über die zukünftige Zinsentwicklung jedoch voraussichtlich nicht beenden. Im Gegenteil, die Diskussion gewinnt gerade erst an Fahrt, und es ist mit einem intensiven Meinungsaustausch zwischen den wirtschaftspolitischen Entscheidungsträgern zu rechnen.

So viel dazu. Die Fed, die den Puls der Wirtschaft genau im Blick hat, signalisiert, dass sie noch nicht ganz bereit ist, die Geldpolitik zu lockern.

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