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Europäischer Rechnungshof kritisiert EU wegen mangelnder Koordinierung von KI-Investitionen

VonChris MurithiChris Murithi
Lesezeit: 2 Minuten,
Europäische Kommission
  • Die ECA kritisiert, dass der KI-Investitionsplan der EU unkoordiniert sei.
  • Die Investitionslücke im Bereich KI zwischen der EU und den USA hatte sich bis 2020 verdoppelt.
  • Die Europäische Kommission beschließt neue Maßnahmen zur Förderung von Investitionen in KI.

Eine aktuelle Analyse des Europäischen Rechnungshofs (EuRH) ergab, dass die Europäische Kommission bei ihren Bemühungen um eine Verbesserung der Finanzierung von KI-Projekten im Zeitraum von 2018 bis 2022 nur sehr schwach koordiniert vorgegangen ist.

Obwohl künstliche Intelligenz als eine der strategisch wichtigsten Technologien des 21. Jahrhunderts bezeichnet wird, hat sich die Investitionslücke zwischen der Europäischen Union (EU) und anderen globalen Vorreitern deutlich vergrößert.

Europäische Kommission scheiterte beim Versuch, die Investitionslücke im Bereich KI zu schließen

Im Jahr 2018 legte die Europäische Kommission einen strategischen Plan für KI-Investitionen und deren Einsatz in der gesamten Europäischen Union vor. Dies stand im Einklang mit einer umfassenderen Kampagne zur Positionierung der EU als führendes Land im Bereich der KI-Technologie.

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Laut dem technischen Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission aus dem Jahr 2022 beliefen sich die privaten KI-Investitionen in den USA im Jahr 2023 auf 62,5 Milliarden Euro, während die Investitionen in der EU und Großbritannien zusammen lediglich 9 Milliarden Euro betrugen. Dieser Kontrast verdeutlicht die wachsende Herausforderung für die EU, im KI-Sektor mit ihren globalen Partnern Schritt zu halten.

EU-Investitionspläne mangelt es an Spezifität und Koordination.

Der Bericht der Europäischen Rechnungsprüfungsbehörde (ECA) führt dieses Defizit größtenteils auf die mangelnde Spezifizierung der von der Europäischen Kommission entwickelten Ziele zurück. Die 2018 und 2021 veröffentlichten Pläne enthielten keine klaren Forschungsprioritäten und -ziele in verständlicher Sprache für die Mitgliedstaaten. Darüber hinaus wurden die Zielvorgaben nicht an die wachsende Investitionslücke angepasst, wobei die USA das Problem verschärften.

Die Koordination mit den nationalen Behörden erwies sich ebenfalls als ineffektiv. Der Bericht zeigt zudem auf, dass lediglich eine Expertengruppe pro Mitgliedstaat mit der Koordinierung der KI-Pläne beauftragt war, was als unzureichend eingestuft wird. Darüber hinaus versäumte die Kommission die ursprünglich geplante Gesamtbewertung der Umsetzung der KI-Pläne in den Mitgliedstaaten.

Die im Bericht der Europäischen Rechnungsprüfungsbehörde (ECA) präsentierten Informationen wurden mit Unterstützung von Beamten der ECA, des Europäischen Investitionsfonds und 23 nationalen Behörden, die für die Überwachung der KI-Politik zuständig sind, zusammengetragen. Die Prüfer sichteten außerdem die Dokumente der Kommission und bewerteten zehn KI-Projekte, die im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms Horizont 2020 finanziert wurden.

Europäische Kommission reagiert mit neuen Maßnahmen

In ihrer Antwort auf den Bericht des Europäischen Rechnungshofs räumte die Europäische Kommission einige der genannten Probleme ein und erläuterte die Maßnahmen, die sie zu deren Behebung ergreift. Ein Vertreter der Kommission hob die geplante Durchsetzung des KI-Gesetzes hervor, insbesondere durch die Einrichtung des KI-Büros. Dieses Büro soll die Umsetzung von KI-Maßnahmen in der Europäischen Union verbessern und koordinieren.

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Im Januar 2024 legte die Kommission ein Innovationspaket für KI vor, das darauf abzielt, bis 2027 mindestens 4 Milliarden Euro von öffentlichen und privaten Akteuren zu mobilisieren. Darüber hinaus hat die Kommission KI-Startups Europas Supercomputer zur Verfügung gestellt, um sie beim Aufbau ethisch einwandfreier KI-Modelle zu unterstützen, wie Ursula von der Leyen, diedent der Europäischen Kommission, in ihrer Rede zur Lage der Union im Jahr 2023 erklärte.

Die Unfähigkeit der Europäischen Kommission, Investitionen in KI angemessen zu koordinieren, deutet auf gravierende Schwächen in der EU-Strategie zur Förderung der KI-Entwicklung hin. Daher fordert der Bericht des Europäischen Rechnungshofs klarere Ziele, eine verbesserte Koordinierung und verstärkte Anstrengungen, um die Investitionen auf das Niveau der weltweit führenden Nationen zu steigern.


Cryptopolitan Berichterstattung von Chris Murithi.

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Chris Murithi

Chris Murithi

Chris ist Autor und technischer Analyst mit Schwerpunkt auf Kryptowährungen und Technologie. Er hat einen Abschluss inmaticund Informatik von der Universität Nairobi. Er arbeitete als Content-Autor bei On-Chain Media und Coin Edition und ist nun bei Cryptopolitantätig.

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