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Europa warnt Iran mit der Wiedereinführung von Sanktionen wegen der ins Stocken geratenen Atomgespräche

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Europa warnt Iran mit der Wiedereinführung von Sanktionen wegen der ins Stocken geratenen Atomgespräche.
  • Frankreich, Großbritannien und Deutschland warnten, dass sie die Sanktionen wieder in Kraft setzen werden, falls der Iran bis August 2025 Atomgespräche vermeidet.

  • Die EU erklärte, sie werde ab dem 29. August die UN-Sanktionen wieder in Kraft setzen, falls der Iran sein Atomprogramm nicht einschränkt.

  • Die Urananreicherung im Iran hat 60 % erreicht und liegt damit weit über der im Abkommen von 2015 festgelegten Grenze.

Frankreich, Großbritannien und Deutschland drohen mit der Wiedereinführung der vollen UN-Sanktionen gegen den Iran, falls dieser nicht bis Ende August an den Verhandlungstisch für das Atomabkommen zurückkehrt.

Sicherheitsrat und Generalsekretär António Guterres Laut - Financial Times

Die drei europäischen Länder, auch bekannt als E3, erklärten, sie würden die „Snapback“-Option aktivieren, falls der Iran sich weigert, einmatic Abkommen zu erzielen oder eine Verlängerung zu akzeptieren.

Dieser Brief wurde nur zwei Monate nach den zwölf aufeinanderfolgenden Angriffen der USA und Israels auf die iranische Nuklearinfrastruktur verschickt – eine Militärkampagne, die die Ölpreise in die Höhe trieb und im gesamten Nahen Osten Besorgnis auslöste. 

Die E3 übermittelte im Anschluss an diese Operation eine klare Ultimatum: Sollte Iran nicht verhandeln, würden dieselben UN-Sanktionen wieder in Kraft treten, die das Atomabkommen von 2015 zuvor ausgesetzt hatte.

Europa setzt Frist, während UN-Sanktionen gegen Iran drohen

Der im Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) von 2015 verankerte Snapback-Mechanismus ermöglicht es jedem Unterzeichnerstaat, alle UN-Sanktionen ohne Zustimmung des Sicherheitsrats wieder in Kraft zu setzen. Dies umfasst Waffenembargos, Finanzbeschränkungen und Handelsverbote.

Kein Mitglied kann ein Veto einlegen; weder die USA, noch Russland, noch China.

Die EU hatte bereits Mitte Juli angekündigt, diesen Prozess einzuleiten, falls Iran bis zum 29. August keine Fortschritte erzielt. Die UN-Sanktionen laufen am 18. Oktober aus, doch wenn ein Land den Snapback-Mechanismus auslöst, wird das Ablaufdatummaticaufgehoben. Darauf bereitet sich die E3 nun vor.

Schluss mit den Verzögerungen, Schluss mit dem Warten auf Irans Entgegenkommen. Entweder Teheran engagiert sich, oder Europa zieht den Hebel um.

In einem Briefing im Juli schrieb Ellie Geranmayeh, stellvertretende Direktorin des Programms für den Nahen Osten und Nordafrika beim European Council on Foreign Relations, dass „‚Snapback‘ wohl das Schlagwort des Sommers in den europäischen Verhandlungen mit dem Iran sein wird“. Das war eine Vorahnung der Strategie, die sich nun entfaltet.

CNBC bestätigte dass man das iranische Außenministerium und die iranische UN-Mission um eine Stellungnahme gebeten habe, aber keine Antwort erhalten habe.

Iran setzt die Urananreicherung fort, während die Wirtschaft zusammenbricht

Teheran erklärte sich zwar bereit, wieder direkt mit Washington zu sprechen, weigerte sich aber, die Urananreicherung einzustellen. Die sechste Runde direkter Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA scheiterte Mitte Juni, nachdem israelische und amerikanische Streitkräfte iranische Atomanlagen bombardiert hatten.

Seitdem herrscht Funkstille von beiden Seiten. Die Atomgespräche sind zum Erliegen gekommen, seit Donald Trump die USA 2018 aus dem JCPOA zurückgezogen hat. Trump, nun wieder im Weißen Haus, hat seine Position unmissverständlich klargestellt: Er werde niemals einen atomar bewaffneten Iran zulassen.

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen hat der Iran sein Atomprogramm auf Rekordniveau beschleunigt. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), die Kontrollbehörde der Vereinten Nationen, gibt an, dass Uran im Iran– weit über der im Abkommen von 2015 festgelegten Obergrenze von 3,67 %. Die IAEO hat zudem mehrfach vor dieser Entwicklung gewarnt.

Teheran beharrt darauf, dass diese Urananreicherung der Energiegewinnung und nicht der Herstellung von Bomben dient. Doch 60 % bringen das Uran gefährlich nahe an waffenfähiges Uran heran, dessen Anreicherung bei 90 % beginnt. Und niemand glaubt dem Iran mehr.

Dieser drastische Anstieg der Urananreicherung ist nur ein Teil des Problems. Offizielle Stellen im Iran warnten zudem, dass Teheran im Falle einer Wiedereinführung der UN-Sanktionen vollständig aus dem Atomwaffensperrvertrag austreten könnte. Dies würde den internationalen Zugang zu den iranischen Atomanlagen unterbrechen und jegliche externe Überwachung beseitigen.

Seit Trumps Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen (JCPOA) hat die iranische Wirtschaft massiven Schaden erlitten. Sanktionen ließen die Ölexporte einbrechen, brachten die Banken an den Rand des Zusammenbruchs und schwächten die Währung erheblich. Doch trotz all dieses Drucks hat Teheran die Urananreicherung nicht aufgegeben. Im Gegenteil, sie wurde sogar noch verstärkt.

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