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EU nimmt Google und Elon Musks X als nächstes im Kampf gegen große Technologiekonzerne ins Visier

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
  • Google und X (ehemals Twitter) stehen als Nächstes im Fokus der EU-Maßnahmen gegen die großen Technologiekonzerne.
  • Elon Musks App X steht wegen Mängeln bei der Inhaltsmoderation in der Kritik.
  • Europa bleibt trotz des Drucks der USA standhaft.

Die europäischen Regulierungsbehörden nehmen Alphabets Google und Elon Musks Social-Media-Plattform X genau unter die Lupe.

Beide Unternehmen könnten bald mit hohen Geldstrafen belegt werden, weil sie wichtige EU-Rechtsvorschriften nicht umgesetzt haben; die Untersuchungen werden intensiviert, wie mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichten.

Diese Schritte spiegeln die zunehmende Entschlossenheit der Europäischen Union wider, die Macht der großen Technologiekonzerne einzudämmen – selbst auf die Gefahr hin, dass dies zu politischen Gegenreaktionen seitens der Vereinigten Staaten führen könnte.

Die erste Welle der Durchsetzungsmaßnahmen erfolgte Anfang dieser Woche. Apple und Meta wurden von der Europäischen Kommission im Rahmen ihres wegweisenden Digital Markets Act (DMA) mit Rekordstrafen in Höhe von 500 Millionen Euro (rund 566 Millionen US-Dollar) bzw. 200 Millionen Euro (rund 226 Millionen US-Dollar) belegt. Diese Maßnahme, die 2024 vollständig in Kraft trat, gilt für große Technologiekonzerne, die eine übermächtige Stellung auf digitalen Marktplätzen ausüben.

Apple wurde mit einer Geldstrafe belegt, weil das Unternehmen App-Entwickler daran hinderte, Nutzer auf wettbewerbsfähigere oder alternative Dienste außerhalb seines App Stores hinzuweisen – eine Praxis, die nach Ansicht der Aufsichtsbehörden den fairen Wettbewerb unterdrückt.

Die Kommission erklärte unterdessen, Meta habe gegen die DMA verstoßen, genauer gesagt gegen deren „Zahlen oder zustimmen“-Richtlinie, die Facebook- und Instagram-Nutzern die Wahl ließ, entweder gezielte Werbung zu akzeptieren oder eine Gebühr für ein Abonnement zu zahlen, um diese zu vermeiden.

Die EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera sagte, die Unternehmen hätten gegen die Bestimmungen des Gesetzes über digitale Märkte verstoßen, indem sie die Abhängigkeit der Nutzer von ihren Plattformen gefestigt hätten.

Die beiden Unternehmen haben zwei Monate Zeit, die Daten zu ändern oder zu löschen. Sollten sie dies versäumen, könnte die EU höhere Geldstrafen oder sogar noch strengere Maßnahmen verhängen.

Regulierungsbehörden nehmen Google in einem Kartellverfahren ins Visier

Die Europäische Kommission nimmt auch Googles weitverzweigtes Werbeimperium ins Visier. Kritiker werfen Google seit Jahren vor, seine Marktmacht zu missbrauchen, indem es seinen Werbediensten einen unangemessenen Vorzug vor konkurrierenden Diensten einräumt.

Beamte der Europäischen Union erwägen nun einen radikalen Schritt: Google , Teile seines Werbetechnologiegeschäfts zu verkaufen.

Sollte die Kommission diesen Schritt gehen, wäre dies das erste Mal, dass sie ein Unternehmen zur Aufspaltung eines Geschäftsbereichs verpflichtet, um wettbewerbswidriges Verhalten zu korrigieren. Selbst in den langwierigen Rechtsstreitigkeiten mit Microsoft hat die EU nie auf eine solche Maßnahme gedrängt.

Der Druck steigt, da auch die US-Behörden nun den Druck erhöhen. Ein Bundesrichter urteilte kürzlich, dass Google in zwei wichtigen Märkten für digitale Werbung illegale Monopole besitzt. Dieses Urteil dürfte die EU-Regulierungsbehörden bestärken.

Zach Meyers, Forschungsdirektor des Centre on Regulation in Europe (CERRE), erklärte, das US-Urteil rechtfertige das entschlossenere Vorgehen der Kommissiontron. Er fügte hinzu, ein Rückzieher sei zum jetzigen Zeitpunkt kaum zu rechtfertigen.

X, das Musk 2022 erworben hat, wurde von der Kommission bereits wegen mangelnder Transparenz und Geschwindigkeit bei der Entfernung schädlicher Beiträge verwarnt. Die EU schließt ihre Untersuchung noch ab und wird voraussichtlich in den kommenden Monaten ein Urteil fällen – und möglicherweise eine Geldbuße verhängen.

Die EU bleibt trotz des US-Drucks standhaft

Dieser Schritt erfolgt in einer politisch brisanten Phase. US-dent Donald Trump und andere amerikanische Politiker haben die EU-Maßnahmen gegen US-amerikanische Technologieunternehmen als voreingenommen bezeichnet. Trump hat sogar als Vergeltungsmaßnahme neue Zölle auf europäische Länder angedeutet.

Kommissar Ribera erklärt jedoch, die EU werde diesem Druck widerstehen. 

„Die Regeln seien eindeutig“, sagte sie, „und die EU werde ihre Gesetze nicht wegen ausländischer Drohungen opfern.“ Alle in der Region tätigen Unternehmen unterlägen „europäischen Regeln“, sagte sie.

Die Regulierungsbehörden legen mehr Wert auf langfristige Einhaltung der Vorschriften als auf kurzfristige Bestrafung. Die Kommission merkt an, dass die Bußgelder an sich angemessen seien, das übergeordnete Ziel aber darin bestehe, die Systeme der Unternehmen zu öffnen und Wettbewerb zu schaffen.

Meyers von CERRE sagte, das Problem sei nicht nur eine Frage des Geldes, sondern vielmehr gehe es bei der DMA darum, die Funktionsweise digitaler Märkte zu verändern, indem den Nutzern echte Wahlmöglichkeiten geboten und kleineren Unternehmen der Wettbewerb ermöglicht werde.

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