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EU belegt führenden iranischen Ölhändler mit Sanktionen – jüngstes Vorgehen gegen Russland

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die EU belegt einen führenden iranischen Ölhändler mit Sanktionen – die jüngste Reaktion auf Russlands Vorgehen.
  • Die EU hat den iranischen Ölhändler Hossein Shamkhani und seine in Dubai ansässigen Firmen wegen ihrer Beteiligung am Schmuggel von russischem Öl mit Sanktionen belegt.

  • Die Sanktionen sind Teil des 18. EU-Sanktionspakets, das auf Russlands Einnahmen aus Ölexporten abzielt.

  • Zu den neuen Maßnahmen gehören eine dynamische Preisobergrenze für russisches Öl und ein vollständiges SWIFT-Verbot für 20 russische Banken.

Die Europäische Union hat am Freitag in Brüssel den gut vernetzten iranischen Ölhändler Hossein Shamkhani auf die schwarze Liste gesetzt und ihn sowie zwei seiner in Dubai ansässigen Unternehmen mit weitreichenden Sanktionen belegt, die in direktem Zusammenhang mit Russlands Krieg in der Ukraine stehen, wie Bloomberg berichtet.

Die Strafmaßnahmen sind Teil des 18. Sanktionspakets der EU und zielen direkt auf die Finanzströme ab, die die Invasion des Kremls ermöglichen. Hossein, dessen Vater den Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei berät, wurde von der EU als „zentraler Akteur“ der russischen Schattenflotte bezeichnet, jenes verdeckten Netzwerks, das sanktioniertes Öl unter Ausschluss der Öffentlichkeit transportiert. Seine Unternehmen, die Admiral Group und die Milavous Group Ltd., wurden beide in die Maßnahmen einbezogen.

Die offizielle Position der EU lautete: „Hossein Shamkhani ist in einem Wirtschaftssektor tätig, der der russischen Regierung erhebliche Einnahmen beschert.“ Brüssel prangert damit Irans Rolle beim Transport von russischem Rohöl und dem damit verbundenen Geldfluss nach Moskau direkt an cash Dieser Schritt zielt darauf ab, die russischen Öleinnahmen, die dank Exporten nach China und Indien weiterhin stark steigen, einzudämmen.

Die EU schränkt außerdem die Flexibilität russischer Banken, Tanker und Ölpreise ein

Die Maßnahmen endeten nicht mit Hossein. Das jüngste EU-Paket umfasst Sanktionen gegen rund 20 russische Banken, die dadurch vom SWIFT-Zahlungssystem ausgeschlossen und mit einem vollständigen Transaktionsverbot belegt werden. Diesmal ging die EU noch einen Schritt weiter und belegte die Nord-Stream-Pipeline mit dauerhaften Sanktionen, um jegliche Versuche einer Wiederinbetriebnahme zu verhindern. Diese Gasroute ist endgültig Geschichte.

Die EU hat eine wichtige Änderung vorgenommen: Sie passte die Preisobergrenze für russisches Öl an. Bisher lag diese bei 60 US-Dollar pro Barrel, nun wird sie flexibel um 15 US-Dollar unter dem Marktpreis schwanken und bei etwa 45 bis 50 US-Dollar pro Barrel beginnen. Die Obergrenze wird zweimal jährlich überprüft und somit an die Marktbedingungen angepasst – ein Schritt zur Gewährleistung einertronDurchsetzung. Bloomberg berichtete zuerst über diese Änderung.

Die Sanktionen wurden auch auf über 400 Tanker der sogenannten Schattenflotte ausgeweitet, wobei allein in dieser jüngsten Welle Dutzende weitere hinzukamen. Die EU ging zudem gegen andere Händler und Unternehmen vor, die beim Transport russischen Öls über Drittländer helfen. Diese Händler sind unter anderem in Dubai tätig und teilweise mit Unternehmen in China, die nun ebenfalls von Sanktionen betroffen sind. Brüssel machte deutlich: Wer Russland bei der Umgehung von Sanktionen hilft, landet selbst auf der Sanktionsliste.

Auf der Warenseite wurden weitere Artikel auf die Liste der für die russische Rüstungsproduktion verbotenen Exporte gesetzt. Laut EU handelt es sich dabei um Produkte, die in der Waffenherstellung oder anderen verteidigungsrelevanten Bereichen eingesetzt werden könnten. Ziel ist es, Moskaus Kriegsmaschinerie sowohl finanziell als auch materiell auszutrocknen.

Das gesamte Paket steckte wochenlang fest, weil die Slowakei eine Ausnahmeregelung vom EU-Ausstiegsplan für russische Energielieferungen forderte. Am Donnerstag gab Ministerpräsident Robert Fico sein Veto nach Erhalt konkreter Zusagen der Europäischen Kommission auf und ebnete damit den Weg für die Verabschiedung. Die EU-Botschafter unterstützten die Sanktionen am frühen Freitagmorgen, und nun stehen sie kurz vor der endgültigen Unterzeichnung durch die Minister.

Indem die EU einen iranischen Händler mit Verbindungen zu Khameneis engstem Kreis direkt trifft, weitet sie das Schlachtfeld aus. Die Sanktionen zeigen, wie weit das Netzwerk des Kremls reicht und wie tief der Iran in Russlands Ölschmuggel verstrickt ist. Und Hossein wird nicht der letzte Name auf dieser Liste sein.

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