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Das offene Interesse Ethereum fällt nahe an die Tiefststände von Anfang 2024

VonHristina VasilevaHristina Vasileva
3 Minuten Lesezeit
Das offene Interesse Ethereum fällt nahe an die Tiefststände von 2024
  • Das offene Interesse Ethereum ging tendenziell zurück, während die Finanzierungsraten häufiger negativ wurden. 
  • Das offene Interesse an ETH könnte sich verändern, insbesondere bei Versuchen, Positionen zu shorten. 
  • Ethereum wirkt weiterhin inflationär und unterstützt damit nicht die These von einer soliden Geldpolitik.

Das offene Interesse Ethereum (ETH) sank 2024 weiter und näherte sich dem Niveau vom Januar. Ethereum verzeichnete ein dynamisches Jahr, doch die Aktivität im Derivatehandel hat in den letzten drei Monaten nachgelassen. 

Der Handel mit Ethereum (ETH)-Derivaten verlangsamt sich, im Einklang mit der allgemein pessimistischen Stimmung. Das offene Interesse ist seit seinem lokalen Höchststand im Juni weiter gesunken und hat sich wieder auf das Niveau vom Jahresbeginn eingependelt. 

Das geringe offene Interesse ist kein einmaliges Ereignis aufgrund von Markteinbrüchen, sondern ein anhaltender Trend. Im Januar lag das offene Interesse zwischen 5 und 6 Milliarden US-Dollar. Im September ist es auf 7,65 Milliarden US-Dollar gesunken und setzt damit seinen Abwärtstrend fort, nachdem es zuvor Höchststände von über 12 Milliarden US-Dollar erreicht hatte. 

Das offene Interesse Ethereum fällt nahe an die Tiefststände von 2024.
Das offene Interesse an ETH sank weiter, da Inhaber und Käufer abwartend blieben. | Quelle: Coinalyze

Das offene Interesse ist ein flexibler Indikator, der sich innerhalb weniger Tage ändern kann und auf mögliche zukünftige Kursbewegungen hindeutet. Ein mögliches Szenario ist ein Anstieg von Short-Positionen in Erwartung eines weiteren Kursrückgangs von ETH, möglicherweise sogar unter 2.000 US-Dollar.

Neben dem Rückgang der offenen Positionen sind auch die Funding-Rates unter ihren 50-Tage-Durchschnitt gefallen. Seit der Korrektur am 5. August traten ETH-Tage mit negativem Funding zudem häufiger auf, was die Derivatemärkte zusätzlich destabilisierte. 

Die Funding-Rates für ETH waren aufgrund einer insgesamt positiven Marktstimmung überwiegend positiv. In den letzten zwei Monaten kam es jedoch innerhalb weniger Tage zu Rückgängen der Funding-Rates, was dem DeFi Sektor potenziell schaden könnte. 

Eine weitere Folge von Stagnation und geringem Open Interest könnte ein unerwarteter Short Squeeze sein. Im September sahen sich ETH-Pessimisten ebenfalls mit Liquidationen konfrontiert, weshalb Leerverkäufe relativ vorsichtig erfolgen. 30 % Trotz des Verkaufsdrucks durch Großinvestoren sind 

Nettoverkäufen durch nahezu alle ETFs täglich Ethereum Foundation und Vitalik Buterin scheinen ihre Verkaufsaktivitäten eingestellt zu haben, was zwar nicht von großer Bedeutung sein mag, aber dennoch ein wichtiges Signal an den Markt sendet. 

Der Rückgang der offenen Positionen beschleunigte sich nach der Korrektur am 5. August. Anschließend pendelte Ethereum unter 2.500 US-Dollar, mit regelmäßigen Rückgängen unter 2.300 US-Dollar. Zudem fiel ETH auf 0,04 BTC, nahe seinem Einjahrestief, was die Annahme widerlegte, dass es im jüngsten Bullenmarkt an Dominanz gewinnen würde. 

Der September setzte dem gesamten Markt einen bärischen Ton. Für ETH setzt sich der jüngste Abwärtstrend fort, bisher gab es keine Versuche einer Erholung.

Wale und Einzelhändler beobachten ETH von der Seitenlinie aus

ETH Die Stimmungslage ist sowohl bei Privatanlegern als auch bei institutionellen Anlegern verhalten optimistisch. Der jüngste Kursrückgang von ETH löst unterschiedliche Reaktionen bei Kleinanlegern, Swingtradern und älteren Großinvestoren aus. 

Wale mit mehr als 100.000 ETH setzen ihre Akkumulation fort und verlängern damit den langfristigen Trend des Haltens. Auch das Sperren von ETH für Staking ist weiterhin gefragt. Inhaber mit 10.000 bis 100.000 ETH liquidierten ihre Bestände während des Marktabschwungs im März, während diejenigen mit 1.000 bis 10.000 ETH im Augustabschwung verkauften. 

Die Nutzung von Ethereum im Einzelhandel stagniert, da Ethereum nicht mehr die einzige Blockchain für Token-Swaps, NFTs und andere kleinere Transaktionen ist. Rund 40 % des gesamten ETH-Angebots befinden sich in den Wallets von Großinvestoren, die potenziell Einfluss auf die Liquidität und damit auf die Preise ausüben können. Die 100 größten ETH-Inhaber besitzen mit über 20 % des Gesamtangebots das größte Einflusspotenzial. Die Liste der Wallets umfasst Börsen, Staking-tracund Liquiditätspools und gibt dennoch den Takt für das gesamte ETH-Ökosystem vor. 

Ethereum beendete die Erzählung vom ultrasoliden Geld

Einer der Hauptgründe für das Wachstum von ETH war die vermeintliche Knappheit des Vermögenswerts sowie sein Verhalten als solides Geld. Das Ethereum Netzwerk befand sich jedoch nur für eine begrenzte Zeit in einer deflationären Phase und kehrte dann zu einer schnelleren Produktion neuer Coins zurück. 

Kurzfristig erwies sich ETH überhaupt nicht als knapp, und der Markt musste sogar Verkäufe von Grayscale und anderen älteren Wallets verkraften, die cash wollten. 

ETH reagierte eher wie ein Altcoin und profitierte stark vom allgemeinen Hype um DeFi, passives Einkommen und gebührengenerierende Apps. Für sich genommen besaß ETH nicht dieselbe Attraktivität wie Bitcoin (BTC) als langfristiger Wertspeicher. Im Jahr 2024 die Inflation auf Ethereum zwischen 0,5 % und 0,74 %, wodurch jährlich bis zu 900.000 neue Token entstanden. 


Cryptopolitan Berichterstattung von Hristina Vasileva

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