Das US-Energieministerium (DOE) plant eine Umfrage zur Erfassung des Energieverbrauchs lokaler Kryptowährungs-Mining-Unternehmen. Hintergrund sind die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Umwelt- und Energieauswirkungen von Krypto- Mining-Aktivitäten.
Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass der Bitcoin -Preis in den letzten drei Monaten um über 50 % gestiegen ist, was zu einem Anstieg des Krypto-Minings geführt hat, was wiederum Fragen zum Stromverbrauch aufgeworfen hat.
Umfrage zur Bewertung des Stromverbrauchs von Krypto-Minern
Ab nächster Woche wird die US Energy Information Administration (EIA), die Statistikbehörde des Energieministeriums, eine vorläufige Umfrage starten, in deren Rahmen Krypto-Miner verpflichtet werden, ihren Energieverbrauch für die nächsten sechs Monate zu melden.
Die vom Office of Management and Budget auf einen dringenden Antrag hin genehmigte Umfrage zielt darauf ab, Informationen über den Energieverbrauch lokaler Krypto-Mining-Betriebe zu sammeln.
Das Hauptziel der Studie, wie EIA-Administrator Joe DeCarolis erläuterte, ist es, „speziell zu untersuchen, wie sich der Energiebedarf für das Mining von Kryptowährungen entwickelt, geografische Gebiete mit hohem Wachstumdentund die Stromquellen zu quantifizieren, die zur Deckung dieses Bedarfs genutzt werden.“ Diese Daten sind entscheidend, um die Auswirkungen der Krypto-Mining-Branche in den Vereinigten Staaten auf den Energieverbrauch zu verstehen und ihnen entgegenzuwirken.
Wachsende Bedenken hinsichtlich des Energieverbrauchs beim Krypto-Mining
Die Entscheidung, diese Studie durchzuführen, ist Teil der umfassenderen Bemühungen der US-Regierung, einen besseren Einblick in die Krypto-Mining-Branche zu gewinnen. Nach dem chinesischen Verbot des Krypto-Minings im Jahr 2021 entwickelten sich die Vereinigten Staaten zum weltweit größten Zentrum für Miner, die ihre Betriebe verlagern wollten. Diese Verlagerung der Mining-Aktivitäten gab Anlass zu Bedenken hinsichtlich des Energieverbrauchs und seiner Umweltauswirkungen.
Im Jahr 2022 hielten US-amerikanische Abgeordnete eine Anhörung im Kongress ab, um die Krypto-Mining-Branche zu untersuchen, wobei der Fokus auf dem Energieverbrauch und den Emissionen fossiler Brennstoffe lag. Anfang 2023 forderte der Kongress die Umweltschutzbehörde (EPA) daraufhin auf, die Auswirkungen des Krypto-Minings zu untersuchen.
Um dem steigenden Energieverbrauch im Zusammenhang mit dem Krypto-Mining entgegenzuwirken, schlug US-dent Joe Biden für 2023 eine zusätzliche Steuer von 30 % auf die Stromkosten von Krypto-Minern vor. Ziel dieses Vorschlags war es, die Mining-Aktivitäten im Land zu reduzieren.
Mit der Steuer soll Bitcoin Bitcoin Electricity Consumption Index der Universität Cambridge im Jahr 2023 weltweit schätzungsweise 121,13 Terawattstunden erreichen wird und damit einen Höchststand seit 2010 darstellt
Um dies in Relation zu setzen: Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) aus dem Jahr 2022 zeigen, dass Belgien 93,8 Terawattstunden verbrauchte. Die IEA prognostiziert zudem einen weiteren Anstieg des Energieverbrauchs für Krypto-Mining und geht in einem Bericht vom 25. Januar 2024 davon aus, dass dieser bis 2026 160 Terawattstunden erreichen wird.
Öffentliche Meinung erwünscht
Zusätzlich zur Datenerhebung von Krypto-Minern bittet die US -Regierung die Öffentlichkeit um Stellungnahmen zum Energieverbrauch beim Krypto-Mining. Öffentliche Kommentare zum Energieverbrauch von Krypto-Minern werden zusammen mit den Umfragedaten erfasst.
Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass alle Interessengruppen die Möglichkeit haben, ihre Erkenntnisse und Bedenken hinsichtlich des Energieverbrauchs der Branche einzubringen.

