Elon Musk ist ein bekannter Influencer im Kryptomarkt – oder, wie manche ihn nennen, ein Marktmanipulator. In der Krypto-Community ist Musk als leidenschaftlicher DOGE-Unterstützer bekannt. Sein Interesse scheint sich nun jedoch auf ein NFT . Überraschenderweise postete der Milliardär und Unternehmer ein Bild eines Milady-NFTs auf seinem Twitter-Account, was zu einem sprunghaften Anstieg des Mindestpreises auf dem beliebten NFT-Marktplatz OpenSea führte.
Elon Musk hat eine weitere NFT-Obsession
Am Mittwoch erfreute Twitter-CEO Elon Musk die Fans der Gegenkultur-NFT-Kollektion Miladys, indem er ein Meme mit dem sofort erkennbaren Bild eines der Avatar-NFTs und den Worten „Es gibt kein Meme, ich liebe dich“ teilte.
— Elon Musk (@elonmusk) 10. Mai 2023
Die Kollektion stieg auf dem NFT-Marktplatz OpenSea schnell an die Spitze der Trends und erreichte kurzzeitig ein Rekordhoch von 7,3 ETH (ca. 13.700 US-Dollar), bevor sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder auf 5,6 ETH zurückfiel. Der Mindestpreis der Kollektion ist in der vergangenen Woche um 59 % gestiegen.

Laut Daten von NFT Price Floor schnellte der Einstiegspreis der Kollektion auf dem Sekundärmarkt innerhalb von 24 Stunden von 3,75 ETH (6.920 US-Dollar) auf 5,25 ETH (9.700 US-Dollar) in die Höhe, was einem Anstieg von 57 % entspricht. Dieser Anstieg erinnert an die Auswirkungen von Elon Musks Äußerungen auf den Preis der Meme-Währung Dogecoin.
Der NFT-Marktplatz OpenSea meldet einen marktweiten Umsatzanstieg: In der letzten Stunde wurden über 600 NFTs für insgesamt rund 3.700 ETH bzw. über 6,9 Millionen US-Dollar verkauft. Es ist mit Abstand das beliebteste Produkt in diesem Zeitraum.

Die Krypto-Community reagiert auf die Kontroverse
Die Miladys bestehen aus 9.823 Profilbildern (PFP) mit kindlichen, großen Augen. Trotz ihrer harmlosen Bildsprache sorgte die Sammlung aufgrund von Verschwörungstheorien und Beleidigungen, die vom Schöpfer von Remilia und dem Projekt – auch bekannt als Charlotte Fang, Charlie Fang oder Charlemagne – verbreitet wurden, für Kontroversen. Der CEO von Remilia gab zu, hinter einem anstößigen Twitter-Account und anderen beleidigenden Beiträgen zu stehen und verließ das Projekt daraufhin.
Okay, ganz ehrlich: Ich war Miya. Und diese toxische Vergangenheit schadet der Milady-Community und vergiftet die vibe. Ich entschuldige mich dafür, dass ich versucht habe, meinen alten Account zu verbergen – Miya hat nichts mit Milady Maker zu tun und das soll auch so bleiben. Deshalb trete ich hiermit aus dem Team zurück.
— ♡ Charlotte Fang 🐉 Kronprinz ✨ CUTE/ACC (@CharlotteFang77) 21. Mai 2022
Miladys NFTs sind unter einigen NFT-Händlern und Krypto-Branchenprofis auch zu einem „Kriegszeit“-Meme geworden, die das Milady Maker-Artwork in den sozialen Medien als Reaktion auf die verstärkte Überprüfung von Kryptowährungen durch die SEC verwendet haben.
Das Milady-Meme ist nicht das erste Mal, dass Elon Musk Twitter nutzte, um einen Kursanstieg bei Kryptowährungen auszulösen. Der Wert von Dogecoinschoss letzten Monat in die Höhe, nachdem Musk das Logo der Plattform in das bekannte Shib-Inu-Hunde-Meme geändert hatte.
Am Mittwoch verzeichneten auch andere Projekte von Remilia Creative, dem Künstlerkollektiv hinter Milady NFT, steigende Verkaufszahlen. So stiegen beispielsweise die Verkäufe von Redacted Remilio Babies NFT in den letzten 24 Stunden um 660 %.
Während einige Kritiker Skepsis gegenüber der Volatilität und dem spekulativen Charakter von NFTs geäußert haben, argumentieren andere, dass sie eine neue Kunstform darstellen und für Kreative eine Möglichkeit bieten, ihre Arbeit im digitalen Zeitalter zu monetarisieren.
Elon hat endlich einen SEC-sicheren Weg gefunden, um Insiderhandel zu betreiben
— FatMan (@FatManTerra) 10. Mai 2023
Der Hype um NFTs wächst stetig, und es bleibt abzuwarten, ob das Milady-NFT und andere digitale Assets ihren Wert langfristig halten oder letztendlich den Launen des Marktes unterliegen werden. Eines ist jedoch sicher: Die Welt der NFTs ist gekommen, um zu bleiben, und Elon Musks jüngster Tweet hat die Begeisterung nur noch weiter angeheizt.
Elon Musk