Elon Musks Abteilung für Regierungseffizienz (DOGE) hat ihr nächstes Ziel ins Visier genommen: das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB). Am Freitag trafen drei DOGE-Mitarbeiter – Christopher Young, Nikhil Rajpal und Gavin Kliger – am Hauptsitz des CFPB in Washington, D.C., ein, wie die Gewerkschaft der CFPB-Mitarbeiter, NTEU 335, mitteilte.
Dies folgt auf Elons Beitrag vom 4. Februar auf X, in dem er erklärte: „Wir werden das CFPB abschaffen.“ Später am selben Tag legte er nach und postete „CFPB RIP“ mit einem Grabstein-Emoji.
Finanzminister Scott Bessent, der letzte Woche nach der Entlassung seines Vorgängers Rohit Chopra durchdent Trump die kommissarische Leitung des CFPB übernommen hatte, hatte die externe Kommunikation der Behörde bereits eingestellt. Zudem stoppte er wichtige operative Tätigkeiten im Vorfeld der Ankunft des DOGE-Teams.
Laut einer internen E-Mail, die CFPB-Geschäftsführer Adam Martinez am späten Freitag verschickte, erhielten die DOGE-Agenten vollen Zugang zur Behörde, als wären sie offizielle Angestellte oder abgeordnete Mitarbeiter. „Sie kamen herein, als gehöre ihnen der Laden schon“, sagte Martinez.
CFPB unter Beschuss, da DOGE die USAID-Operationen einstellt
DOGE hatte die USAID bereits schwer getroffen. Die Finanzierung von USAID-Projekten wurde eingestellt, und der Großteil der Mitarbeiter wurde beurlaubt. Geplant war, bis Freitag, 23:59 Uhr ET, 2.200 Angestellte in den Verwaltungsurlaub zu schicken. Laut US-Justizministerium waren bereits 500 Mitarbeiter beurlaubt worden.
Die Gewerkschaften haben dies nicht hingenommen. Die American Foreign Service Association und die American Federation of Government Employees reichten Klagen ein und argumentierten, die Regierung sei nicht befugt, die USAID ohne Zustimmung des Kongresses aufzulösen. In einer Gerichtsakte bezeichneten sie die Situation als „Angriff verfassungswidriger und illegaler Aktionen“
Am Freitag setzte Richter Carl Nichols, ein von Trump ernannter Richter, den Plan der Regierung vorläufig aus. Er hörte die Argumente beider Seiten vor einem Bundesgericht in Washington, D.C., an. Trotz der Entscheidung des Richters sind die Mitarbeiter der USAID weiterhin beunruhigt und befürchten dauerhafte Entlassungen, da Elon Musk und sein Team ihre Umstrukturierungsmaßnahmen fortsetzen. Die USAID-Zentrale wurde zudem offiziell geschlossen.
Unbelastet von Vergangenem. pic.twitter.com/NK2bcK3hlH
— Ministerium für Regierungseffizienz (@DOGE) 7. Februar 2025
„Wir haben das Wochenende damit verbracht, USAID in den Holzhäcksler zu werfen“, schrieb Elon auf X. Auch Trump postete auf Truth Social: „DIE KORRUPTION HAT EIN NIE ZUVOR GESEHENES EBENE. SCHLIESST DEN LADEN!“
Elons Effizienzbeauftragte waren chirurgisch präzise
Seit einer Woche kündigt DOGEtracund Programme in allen Bundesbehörden. Auf seinem offiziellen X-Account verkündete DOGE heute stolz:
„Hervorragende Koordination zwischen 35 Behörden in den letzten zwei Tagen, um 199 verschwenderischetraczu kündigen und so rund 250 Millionen Dollar einzusparen.“
Beispiele hierfür waren die Streichung einer Koordinatorstelle für Klimawandel in Sri Lanka und eines Workshops zum Thema „Interkultureller Dialog über Vielfalt in der Kommunikation“. Dem Bildungsministerium wurden drei DEI-Schulungszuschüsse (Diversity, Equity, and Inclusion) im Wert von 15 Millionen US-Dollar von der DOGE (Department of Government Equality) gestrichen. Eine Institution hatte Workshops mit dem Titel „Dekolonisierung des Curriculums“ veranstaltet, die das Team von Elon offenbar für überflüssig hielt.
Das Bildungsministerium hat heute drei DEI-Schulungszuschüsse im Gesamtwert von 15 Millionen Dollar eingestellt.
Eine der Institutionen hatte zuvor Dozentenworkshops mit dem Titel „Dekolonisierung des Curriculums“ veranstaltet.
— Ministerium für Regierungseffizienz (@DOGE) 8. Februar 2025
Innerhalb des CFPB wachsen die Befürchtungen. DOGE beantragte Zugang zu sensiblen internen Unterlagen, darunter Daten über Mitarbeiter undtrac. Einige Mitarbeiter befürchten, dass ihre persönlichen Daten – und möglicherweise auch die ihrer Familien – gefährdet sein könnten.
Bislang hat DOGE laut Martinez' E-Mail keinen Zugang zu vertraulichen dent beantragt, die von den Unternehmen erhoben wurden, die vom CFPB reguliert werden.
Das CFPB verwaltet riesige Mengen sensibler Daten. Dazu gehören Informationen von Banken, Kreditgenossenschaften, Fintechs, Inkassounternehmen und Kreditauskunfteien. Die Behörde anonymisiert einige dieser Daten für Forschungszwecke, doch Details wie Sozialversicherungsnummern, Bankkonten und Geschäftsgeheimnisse von Unternehmen bleiben strengdent.

