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Ökonomen prognostizieren angesichts des Marktdrucks eine Zinssenkung der EZB im Oktober

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten,
Ökonomen prognostizieren angesichts des Marktdrucks eine Zinssenkung der EZB im Oktober
  • Ökonomen gehen davon aus, dass die EZB die Zinsen im Oktober um 0,25 Prozentpunkte senken wird, da die Inflation schwach ist und die Geschäftstätigkeit in der Eurozone stark zurückgeht.
  • Der Einkaufsmanagerindex der Eurozone fiel zum ersten Mal seit Februar unter 50, was eine deutliche Abschwächung darstellt.
  • Die Anleihemärkte preisen bereits eine 80%ige Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Oktober ein, da die Wirtschaftsdaten voraussichtlich weiterhin enttäuschen werden.

Ökonomen rechnen nun mit einer Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) um 0,25 Prozentpunkte im Oktober. Bis vor Kurzem ging man allgemein davon aus, dass die EZB bis Dezember abwarten würde.

Doch die schwachen Inflationszahlen aus Frankreich und Spanien sowie die schwache Performance des Einkaufsmanagerindex (PMI) haben die Aussichten verändert.

Im Juni und September wurden die Zinssätze gesenkt, wodurch der Leitzins auf 3,5 % fiel. Der jüngste Einkaufsmanagerindex (PMI) der Eurozone sank im September auf 48,9 Punkte, nach 51 Punkten im August. Damit fiel er erstmals seit Februar unter die 50-Punkte-Marke. 

Dies deutet auf einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit hin. Und für die EZB sind das schlechte Nachrichten. Der PMI wird als Weckruf für die Zentralbank verstanden, der eine weitere Zinssenkung eher früher als später notwendig macht.

Ökonomen revidieren Prognosen

Die nächste Sitzung der EZB ist für den 18. Oktober angesetzt, und die Anleihemärkte deuten nun auf eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung hin, gegenüber 40 Prozent Anfang der Woche.

Ökonomen großer Finanzinstitute wie Goldman Sachs, JPMorgan, BNP Paribas und T. Rowe Price haben ihre Prognosen aktualisiert.

Piet Haines Christiansen von der Danske Bank erklärte in einer Mitteilung an seine Kunden, die Daten seien zu schwach, um sie zu ignorieren. „Der Fokus wird sich voraussichtlich von der Inflation auf die mit dem Wachstum verbundenen Risiken verlagern“, sagte er.

Paul Hollingsworth, Chefökonom für Europa bei BNP Paribas, warnte davor, dass die wirtschaftliche Erholung der Eurozone ernsthaft gefährdet sein könnte, wenn die EZB zu lange wartet.

Er prognostiziert nicht nur eine Senkung im Oktober, sondern auch eine weitere im Dezember. Bei der Dezember-Sitzung wird die Zentralbank voraussichtlich auch aktualisierte Prognosen für Inflation und Wachstum veröffentlichen. 

Dies wird den politischen Entscheidungsträgerndentmehr Daten zur Verfügung stellen, bevor sie ihre Entscheidungen treffen.

EZB-Vorstandswende

Die EZB hat sich bisher vorsichtig verhalten. Präsidentindent Lagarde betonte wiederholt, die Bank wolle sich nicht auf konkrete Maßnahmen festlegen und werde datenbasiert vorgehendent Das könnte sich nun ändern.

Isabel Schnabel, Mitglied des Direktoriums der EZB, präsentierte letzte Woche Daten, aus denen hervorgeht, dass die Inflationserwartungen von Unternehmen und Haushalten stark gesunken sind.

Eine Woche zuvor hatte Schnabel darauf hingewiesen, dass die Inflationswahrnehmung immer noch hoch sei, was die Erwartungen fragiler und empfindlicher gegenüber neuen Schocks mache. 

Doch die neuen Daten deuten auf eine leichte Stimmungsänderung hin. Christian Schulz von Citi wies darauf hin.

Ein weiterer EZB-Beamter, der anonym bleiben wollte, bestätigte, dass die jüngsten Daten auf trachindeuten, wobei die Disinflation ihren Lauf nimmt.

Obwohl dieser Beamte nicht direkt bestätigte, wie er bei der bevorstehenden Sitzung abstimmen würde, räumte er ein, dass die Dinge in Richtung einer Zinssenkung tendierten.

Tomasz Wieladek von T Rowe Price bringt einen weiteren wichtigen Punkt zur Sprache. Er glaubt, dass die Entscheidungen des ECB nach Oktober von großer Bedeutung sein werden.

Laut Wieladek hängt vieles davon vom Ausgang der USdentim November ab.

Er prognostiziert, dass im Falle von Donald Trump die geopolitische Unsicherheit die EZB dazu veranlassen könnte, die Zinsen bei jeder Sitzung so lange zu senken, bis der Einlagensatz 2 % erreicht.

Sollte Kamala Harris jedoch gewinnen, könnte die ECB einen langsameren Ansatz wählen, wobei die Senkung im Oktober eher als „Absicherung“ zu verstehen wäre.

Unterdessen reagierten die Anleihekurse. Anfang der Woche lag die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bei der nächsten Sitzung noch bei 40 %. Laut Bloomberg war dieser Wert bis Freitag auf 80 % gestiegen.

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