Die EZB signalisiert ihre Präferenz für eine Mindestreserve von 1 % für Banken.

- Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt, die Mindestreservepflicht für Banken bei 1 % zu belassen, um eine Erhöhung zu vermeiden, die sich negativ auf die Bankgewinne auswirken könnte.
- Über die Höhe der Mindestreserve wurde noch keine Entscheidung getroffen, es besteht jedoch die Möglichkeit, dass diese in Zukunft erhöht wird.
- Bankaktien, darunter Deutsche Bank AG und BNP Paribas SA, reagierten positiv auf die Nachricht.
Während die Bankenwelt gespannt auf die Europäische Zentralbank blickt, scheint es, als ob die Verantwortlichen es nicht eilig haben, etwas zu ändern. Richtig, die EZB zeigt weiterhin eine klare Präferenz dafür, das von den cash einfach dort zu lassen, wo es ist – ohne dafür auch nur einen Cent Zinsen zu erhalten. Wer also auf eine Änderung der sogenannten Mindestreserveanforderungen (MRR) gehofft hat, die derzeit bei gemütlichen 1 % liegen, sollte sich besser zurücklehnen. Es sieht so aus, als ob sich dieser Wert in absehbarer Zeit nicht ändern wird, trotz der Forderungen einiger besonders aufmerksamer Beobachter nach einer Erhöhung.
Der technische Tango hinter der Geldpolitik
Bevor wir uns dem Kern der Sache widmen, sollten wir uns einen Überblick über die aktuelle Lage verschaffen. Es geht um die große Brainstorming-Sitzung der EZB zur optimalen Ausrichtung der Geldpolitik. Während einige Entscheidungsträger darauf drängten, den Mindestreservesatz (MRR) zu erhöhen, um Banken dazu zu bewegen, mehr Geld zinslos bei der EZB anzulegen, verliert diese Idee schneller an Schwung als ein geplatzter Luftballon. Warum? Nun, zunächst einmal ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Und obwohl Gerüchte kursieren, dass der Leitzins bei 1 % bleiben soll, ist das keineswegs in Stein gemeißelt. Die Zinsen könnten in Zukunft durchaus steigen, aber vorerst bleibt die magische Zahl 100 bestehen.
Als diese Nachricht die Runde machte, reagierten Bankaktien erleichtert, insbesondere die Deutsche Bank AG und BNP Paribas SA verzeichneten leichte Kursgewinne. Der Markt atmete auf, da die Rentabilität der Banken vorerst nicht in Gefahr ist.
dent Christine Lagarde ließ durchblicken, ohne allzu viel preiszugeben, dass die EZB kurz vor dem Abschluss ihrer geldpolitischen Reform steht. Diese seit Monaten vorbereitete Überarbeitung zielt darauf ab, die Interaktion der EZB mit den Banken zu optimieren und einen reibungslosen Kreditfluss im Euroraum zu gewährleisten. Die große Enthüllung wird voraussichtlich am kommenden Mittwoch erfolgen und Analysten und Ökonomen in trachalten. Einige prognostizieren eine Anhebung auf 2 %, während andere auf eine Beibehaltung des Leitzinses setzen. Ungeachtet dessen hat die EZB die Flexibilität, diesen Wert kurzfristig anzupassen, was die Spekulationen anheizt.
Navigieren durch ein Meer der Liquidität
Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die aktuelle Regelung Banken verpflichtet, 1 % bestimmter Verbindlichkeiten, vorwiegend Kundeneinlagen, bei der EZB zu hinterlegen. Diese Regelung änderte sich jedoch im Juli letzten Jahres schlagartig, als die EZB die Zinszahlungen für diese Einlagen einstellte. Diese Kehrtwende löste eine Debatte unter den politischen Entscheidungsträgern aus, wobei einige eine höhere Mindestreserve forderten, ähnlich wie vor 2011, als 2 % üblich waren.
Der Kern der Sache? Einige EZB-Vertreter befürworten höhere cash der Banken, um die überschüssige Liquidität im Finanzsystem einzudämmen. Dies, so argumentieren sie, würde nicht nur die im Umlauf befindlichen cash begrenzen, sondern auch die Auswirkungen der höheren Einlagenzinsen der EZB abmildern. Zu den in dieser Diskussion genannten Personen gehören Robert Holzmann von der österreichischen Zentralbank, der eine recht ambitionierte Spanne von 5 bis 10 % ins Spiel brachte, und Joachim Nagel von der Bundesbank, der auch eine Erhöhung der Quote begrüßen würde.
Nicht alle sind jedoch mit der Verschärfung der Vorschriften einverstanden. Bankenlobbyisten warnen eindringlich davor, dass eine Erhöhung der Mindestreserveanforderungen einer Steuer für Banken gleichkäme und deren Kreditvergabemöglichkeiten erheblich einschränken könnte. Demgegenüber stehen Stimmen wie die des spanischen Zentralbankchefs Pablo Hernández de Cos und des belgischen Zentralbankchefs Pierre Wunsch, die sich einer Erhöhung der Mindestreserveanforderungen nicht unbedingt anschließen.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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