Die europäische Zentralbank (EZB) senkt die Zinsen zum achten Mal auf 2 %

- Die EZB hat die Zinssätze um 25 Basispunkte gesenkt, wodurch der Einlagensatz auf 2 % gesunken ist.
- Die Inflation in der Eurozone sank auf 1,9 %, was leicht unter dem Zielwert der EZB von 2 % liegt.
- Das Wirtschaftswachstum blieb schwach, das BIP stieg im ersten Quartal 2025 nur um 0,3 %.
Die EZB hat ihren Leitzins erneut gesenkt – um 25 Basispunkte, diesmal auf 2 %, nachdem er Mitte 2023 ein Hoch von 4 % erreicht hatte. Dies ist die achte Zinssenkung in Folge im Rahmen ihres Straffungszyklus.
Die Händler hatten es kommen. Im Vorfeld der Entscheidung zeigten Daten der LSEG, dass eine Senkung mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % bereits eingepreist war.
Die EZB erklärte in ihrer Stellungnahme, die Senkung basiere auf ihrer „aktualisierten Einschätzung der Inflationsaussichten, der Dynamik der Kerninflation und der Stärke der geldpolitischen Transmission“
Das heißt so viel wie: Die Inflation geht zurück, aber das Wachstum ist immer noch miserabel, also machen wir das jetzt, ob es euch passt oder nicht.
Die EZB reagiert auf die sinkende Inflation, doch das schwache Wachstum bleibt bestehen
Die Inflation in der Eurozone erreichte im Mai 1,9 %. Das liegt leicht unter dem EZB-Ziel von 2 %, weshalb die EZB ihre Maßnahmen ergriffen hat. Doch das Wachstum? Es stagniert weiterhin. Im ersten Quartal 2025 stieg das BIP der Eurozone lediglich um 0,3 %. Vereinfacht gesagt: Die Preise sanken, aber die Wirtschaft kam nicht in Schwung.
Die Zinssenkungen der EZB haben die Wirtschaft bisher nicht richtig angekurbelt. Unternehmen agieren vorsichtig, die politischen Entscheidungsträger sind nervös. Hinzu kommen Donald Trumps Zölle– ein Rezept für schleichende Probleme. Seine Zollstrategie hat vor allem in Europa für Verunsicherung gesorgt, wo große Branchen wie die Stahl- und Automobilindustrie direkt betroffen sind.
Niemand weiß genau, wie sich diese Zölle auf die Preise auswirken werden. Die Folgen für die Inflation hängen davon ab, ob die EU Gegenmaßnahmen ergreift. Bislang verhält sich die EU ruhig und verzichtet auf Vergeltungsmaßnahmen.
Sie haben jedoch deutlich gemacht, dass sie nicht davor zurückschrecken, zurückzuschlagen, sollte sich die Lage verschlechtern. Europas plötzliche Fixierung auf Verteidigungsausgaben wirft derweil mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Wie sich dies auf die wirtschaftliche Stabilität auswirkt, ist weiterhin unklar.
Die Märkte bleiben stabil, während die EZB erneut Maßnahmen ergreift
Trotz der Zinssenkung blieb der Euro unbeeindruckt. Er notierte gegenüber dem US-Dollar unverändert bei 1,1423 US-Dollar, genau wie vor Bekanntwerden der Nachricht. Auch die Renditen von Staatsanleihen der Eurozone reagierten kaum. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen sank lediglich um 4 Basispunkte auf 2,48 Prozent. Kurz gesagt: Die Märkte hatten die Zinssenkung erwartet und reagierten gelassen.
Das Merkwürdige ist, dass die Investoren nicht massenhaft in den Euro investieren. Man sollte meinen, angesichts der instabilen US-Politik – Zölle, Handelsdrohungen usw. – würden die Leute den Dollar verkaufen. Das tun sie auch, aber nicht den Euro. Gold großer Beliebtheit. Niemand sieht den Euro alstronstarken Plan B.
Warum? Ganz einfach. Der globale Einfluss des Euro hat sich seit Jahren kaum verändert. Er stagniert. Das Finanzsystem der Europäischen Union ist noch immer unausgereift. Die Regierungen scheuen sich, es zu vollenden. Niemand will das politische Risiko einer tieferen Integration eingehen.
Genau das sagte Christine Lagarde, die Präsidentin der EZB, am 26. Mai: „Die laufenden Veränderungen schaffen die Möglichkeit für einen ‚globalen Euro-Moment‘. Der Euro wird nicht von selbst an Einfluss gewinnen – er muss ihn sich verdienen.“
Grundsätzlich hat Europa die Chance, den Euro zu einem ernstzunehmenden globalen Akteur zu machen, aber es muss dafür ernsthafte Anstrengungen unternehmen.
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