In einem kürzlich geführten Interview mit Mathew White, dem CEO der Regulierungsbehörde für virtuelle Vermögenswerte in Dubai, erörtert dieser die Notwendigkeit, den Bankensektor und die Finanzinstitute der VAE in das Ökosystem der virtuellen Vermögenswerte einzubinden. Dies umfasst den Bankensektor und seine Rolle bei der Betreuung von Anbietern virtueller Vermögenswerte sowie institutionelle Anleger, die entweder Produkte tokenisieren oder Liquidität bereitstellen möchten.
Mathew White räumt ein, dass das Ökosystem für virtuelle Vermögenswerte in den VAE noch nicht optimal funktioniert. Die größte Herausforderung ist nach wie vor der Zugang zu Bankdienstleistungen. Er gibt zu, dass die Zentralbank der VAE und die lokalen Banken zwar hervorragende Arbeit geleistet haben, indem sie die Einrichtung von Bankdienstleistungen für Anbieter virtueller Vermögenswerte ermöglicht haben, es aber dennoch ein Wissensdefizit hinsichtlich des Risikoverständnisses besteht.
Er merkt an, dass er diesen Institutionen helfen möchte, das Risiko zu verstehen und sich dadurch im Umgang mit VASPs sicherer zu fühlen. Gegenüber der Podcast-Produzentin Imogen Lillywhite erklärt er: „Ich wünsche mir Fortschritte in diesen Organisationen, damit sie das Risiko besser verstehen. Dies ist eine ressortübergreifende Zusammenarbeit zwischen VARA, der Wertpapier- und Rohstoffbehörde der VAE und der Zentralbank der VAE.“
Er merkt an, dass die Beziehungen zur Zentralbank der VAE und zur Wertpapier- und Rohstoffbehörde der VAE sehr gut seien und er diese weiter verbessern wolle. Zudem wolle er die extraterritoriale Zusammenarbeit mit anderen Regulierungsbehörden stärken, da virtuelle Vermögenswerte eine grenzenlose Technologie darstellten und VASPs, die Offshore-Aktivitäten anstreben, auf diese Kooperation angewiesen seien.
White argumentiert zudem, dass VARA nicht nur regulierend, sondern auch wachstumsfördernd für das Ökosystem sei, indem es institutionelle Anleger einbindet. Er sagt: „Institutionelle Anleger sind ein wichtiger Bestandteil des gesamten Ökosystems, sei es, weil sie Produkte tokenisieren oder Liquidität in den Markt einbringen wollen.“
Seine Kommentare zum Bitcoin -ETF zeigen zwar Interesse Bitcoin , aber auch eine abwartende Haltung. Er erklärt: „Mich interessiert nicht, ob der Kurs Bitcoin -ETFs steigt oder fällt, sondern wie viele Institutionen einsteigen und wie schnell sich das Interesse daran entwickeln wird, um festzustellen, ob es seinen Höhepunkt bereits erreicht hat oder wie die Zukunft aussieht.“
Im Verlauf des Interviews erläutert er seine Ansichten und Zukunftspläne zur VARA als Regulierungsbehörde und deren Rolle im Ökosystem virtueller Vermögenswerte in den VAE. Die Bedeutung der VARA liegt darin, dass sie die Regulierung virtueller Vermögenswerte in einem breiten Spektrum ermöglicht. Dies ist für White besonders wichtig, da allein in Dubai über 1000 Blockchain-basierte Krypto-Unternehmen ansässig sind.
Für 2024 sieht White VARA als Innovationszentrum, insbesondere im Bereich der Tokenisierung realer Vermögenswerte. Er betont, dass VARA nicht isoliert an der Regulierung der Tokenisierung arbeiten, sondern gemeinsam mit Branchenteilnehmern bewährte Konzepte und Pilotprojekte, wie beispielsweise die Tokenisierung eines Fonds, um die entsprechenden regulatorischen Rahmenbedingungen zu entwickeln. „Wir wollen etwas schaffen, das tatsächlich funktioniert“, fügt er hinzu
Letztendlich ist White überzeugt, dass VARA nicht nur der Regulierung dient, sondern auch Dubai als Drehscheibe fördern soll, indem es das Bewusstsein schärft, Aufklärung leistet und Investitionen in Dubai unterstützt. Laut White wünschen sich viele Organisationen eine Regulierung, da diese ihnen Planungssicherheit und Transparenz bietet und somit Investorentrac.

