Sieg für Do Kwon: Berufung gegen US-Auslieferung erfolgreich

- Mit dem Erfolg seiner zweiten Berufung erzielt Do Kwon einen bedeutenden Sieg und entgeht so effektiv der Auslieferung an die Vereinigten Staaten.
- Der juristische Sumpf, in den Do Kwon verwickelt ist, umfasst einen vielschichtigen Kampf, an dem die Vereinigten Staaten, Montenegro, Südkorea und Kwons Rechtsvertretung beteiligt sind.
- In einer vernichtenden Kritik an der vorherigen Auslieferungsverfügung hebt das Berufungsgericht hervor, was es als „erhebliche Verstöße“ ansieht, und stellt damit die Rechtmäßigkeit und die verfahrensmäßige Integrität der ursprünglichen Entscheidung in Frage.
Der Mitbegründer von Terraform Labs, Do Kwon, hat mit seiner erfolgreichen zweiten Berufung gegen die Auslieferung an die Vereinigten Staaten einen bedeutenden Sieg errungen, wie aus der jüngsten Mitteilung des Berufungsgerichts von Montenegro hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.
Rechtliche Manöver und internationaler Streit
Die sich zuspitzende Geschichte um Do Kwon hat sich zu einem Schlachtfeld zwischen den USA, Montenegro, Südkorea und Kwons Anwälten entwickelt, die alle um den endgültigen Aufenthaltsort des in Bedrängnis geratenen Firmengründers ringen. Seit März 2023 befindet sich Kwon in montenegrinischer Haft, während sowohl Südkorea als auch die USA seine Auslieferung anstreben.
Im Dezember wurde Kwons Auslieferung an die USA genehmigt, woraufhin er vor einem Gericht in Montenegro Berufung einlegte und zunächst obsiegte. Das Blatt wendete sich jedoch, als das Oberste Gericht von Podgorica Kwons Berufung abwies und seine Auslieferung bestätigte.
Das Urteil des Berufungsgerichts vom Donnerstag hob „erhebliche Verstöße“ gegen die vom Obersten Gerichtshof erlassene Auslieferungsanordnung hervor. Insbesondere betonte das Gericht das Versäumnis, die Reihenfolge der Auslieferungsanträge zu berücksichtigen, und deutete an, dass Südkorea möglicherweise vor den USA ein Auslieferungsverfahren eingeleitet hatte.
Während der Rechtsstreit andauert, haben die montenegrinischen Behörden bereits Anfang der Woche Han Chang-joon, den Finanzchef von Terraform, an Südkorea ausgeliefert. Im Gegensatz zu Kwon wird Chang-joon in den USA.
Gerichtsverfahren in den USA
In den USA hatte die Börsenaufsichtsbehörde (SEC) den Prozess gegen Kwon für den vergangenen Monat angesetzt. Aufgrund von Verzögerungen bei der Auslieferung wurde der Prozess jedoch verschoben und findet nun im März statt. Auch Terraform Labs, ein von Kwon mitgegründetes Unternehmen, ist in den Fall verwickelt.
Der zuständige US-Bezirksrichter Jed Rakoff betonte, dass es keine weiteren Verzögerungen geben werde und der Prozess unabhängig von Kwons Anwesenheit stattfinden werde. In seiner Anordnung wurde auch Kwons mutmaßliche Zustimmung zur Auslieferung erwähnt, was auf einen möglichen Durchbruch in der juristischen Sackgasse hindeutet.
Kwon sieht sich in den USA einer Reihe von Straftaten gegenüber, darunter Betrug und Verschwörung. Nach Bundesrecht könnte das Strafverfahren gegen Kwon auch in seiner Abwesenheit fortgesetzt werden, wenn er wissentlich und freiwillig auf sein Anwesenheitsrecht verzichtet.
Trotz der rechtlichen Komplexität und des internationalen Streits stellt die Entscheidung über Kwons Auslieferungsberufung einen bedeutenden Meilenstein in dertracjuristischen Auseinandersetzung dar.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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