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Deutsche Telekom kooperiert mit der Schwarz-Gruppe für ein riesiges KI-Rechenzentrum

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
3 Minuten Lesezeit
Deutsche Telekom kooperiert mit der Schwarz Gruppe für ein Mega-KI-Rechenzentrum.
  • Laut der deutschen Zeitung Handelsblatt haben die Deutsche Telekom und die Schwarz-Gruppe Pläne zum Bau einer KI-Gigafabrik vorgestellt.
  • Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen befinden sich Berichten zufolge in einem fortgeschrittenen Stadium, und sie beabsichtigen, sich um einen der von der EU finanzierten großen Rechenzentren zu bewerben.
  • Christine Knackfuss-Nicoli, CTO der T-Systems-Division der Deutschen Telekom, hatte zuvor die Dringlichkeit des Aufbaus einer unabhängigendent -Infrastruktur in Europa betont.

Die Deutsche Telekom und die Schwarz-Gruppe haben laut der deutschen Zeitung Handelsblatt Pläne zum Bau einer KI-Gigafabrik vorgestellt. Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen befinden sich demnach in einem fortgeschrittenen Stadium, und sie beabsichtigen, sich um einen der EU-geförderten Großrechner zu bewerben.

Das Handelsblatt berichtete am Sonntag, dass der im DAX notierte Telekommunikationsriese und der nicht börsennotierte Einzelhändler Schwarz die von der EU für den Bau großer Rechenzentren in Europa bereitgestellten 23,4 Milliarden US-Dollar (rund 20 Milliarden Euro) anvisieren. Eine formelle Vereinbarung wurde jedoch noch nicht erzielt oder unterzeichnet. Die Region hofft, durch diese Projekte zu China und den USA aufzuschließen.

Dem Bericht zufolge stehen Kooperationen zum Bau dieser großen Rechenzentren in Europa unmittelbar bevor. Schwarz-Chef Gerd Chrzanowski und Telekom-Chef Timotheus Höttges haben die neue Zusammenarbeit laut Insiderberichten initiiert. Auch der kanadische Finanzinvestor Brookfield könnte das Projekt als Geldgeber unterstützen.

Telekom will Deutschlands KI-Vorherrschaft ausbauen 

Ein Sprecher der Telekom erklärte , das Unternehmen sei daran interessiert, Deutschlands Vormachtstellung im KI-Wettlauf durch die EU-KI-Gigafactory-Projekte zu sichern. Er lehnte es jedoch ab, sich zu dem gemeinsamen Angebot mit Schwarz zu äußern. Auch Brookfield und Schwarz wollten sich auf Anfrage offenbar nicht zu den möglichen Kooperationen äußern.

Ein Topmanager der Schwarz-Gruppe hatte die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen jedoch bereits zuvor öffentlich angedeutet. Rolf Schumann, Co-CEO der Digitaltochter Schwarz Digits, erklärte Mitte November auf dem Gipfeltreffen zur europäischen digitalen Souveränität, sein Unternehmen werde sich mit der Deutschen Telekom zusammenschließen, um eine der Gigafabriken nach Deutschland zu holen. Höttges stand Berichten zufolge nur wenige Meter von Schumann entfernt, als dieser seine Enthüllung machte.

Deutsche Telekom, SAP, Schwarz und Ionos haben sich Berichten zufolge vor einigen Monaten zusammengeschlossen, um EU-Fördermittel für ein großes Rechenzentrum in Deutschland. Das Konsortium will damit Europas Position im Wettbewerb mit den USA und China stärken. 

Die EU plant die Finanzierung von drei bis fünf großen KI-Rechenzentren in Europa. Die Europäische Kommission beabsichtigt zudem, über die Europäische Investitionsbank öffentliche Mittel zu mobilisieren, um private Investoren für das Projekt zutrac. Jede dieser Einrichtungen erfordert Investitionen in Höhe von rund 3,39 bis 5,66 Milliarden US-Dollar (3 bis 5 Milliarden Euro) und soll mindestens 100.000 KI-Chips beherbergen, die das Training agiler KI-Modelle ermöglichen. 

Europa schlägt im globalen KI-Wettlauf zurück

Christine Knackfuss-Nicoli, CTO der T-Systems-Sparte der Deutschen Telekom, betonte kürzlich die Dringlichkeit des Aufbaus einer unabhängigendent -Infrastruktur in Europa. Sie wies darauf hin, dass dies die Chance für Deutschland und Europa sei, einedent Infrastruktur zu etablieren. 

„Selten zuvor waren die Zeichen und der gemeinsame Wille in Europa sotronwie heute.“ 

Christine Knackfuss-Nicoli, CTO der T-Systems-Sparte der Deutschen Telekom

Die Deutsche Telekom betreibt 16 Rechenzentren und kündigte im vergangenen Jahr Pläne zur Erweiterung um bis zu fünf weitere Standorte an. Das Unternehmen hat zudem KI-Systeme in seine bestehenden Netze und Rechenzentren integriert, um die Energieeffizienz zu verbessern.

Der Cloud-Lösungsanbieter Ionos gab unterdessen bekannt, dass er mit der Bundesregierung und mehreren Unternehmen über das EU-Programm für KI-Gigafabriken im Gespräch ist. Das Unternehmen fügte hinzu, dass es die KI-Infrastrukturinitiative der Europäischen Kommission grundsätzlich als einen wichtigen Schritt hin zur KI-Unabhängigkeit Europas betrachtet und an einer Beteiligung interessiert ist. Berichten zufolge fehlt es der europäischen Infrastruktur an der notwendigen Rechenkapazität für das Training umfangreicher KI-Modelle, was zu einer Abhängigkeit von Einrichtungen in anderen Regionen führt.

Die EU-Initiative reagiert angeblich auf Europas Bedenken hinsichtlich seiner Wettbewerbsfähigkeit in der KI-Entwicklung. Jede der geplanten KI-Gigafabriken soll als Hochleistungszentrum mit erheblicher Automatisierung und Rechenleistung fungieren. Die KI-Gigafabriken sollen zudem die digitale Souveränität der einzelnen EU-Mitgliedstaaten stärken.

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Collins J. Okoth

Collins J. Okoth

Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.

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