Zusammenfassung (TL;DR)
• Infosys möchte Kryptowährungen in Indien als „Anlageklasse“ etablieren.
• Die indischen Behörden könnten die Sanktionen im Zusammenhang mit dem Krypto-Speicherprogramm aufheben.
Infosys -Mitbegründer Nandan Nilekani ist der Ansicht, dass der indische Kryptowährungsmarkt Token als Anlageklasse nutzen sollte. Das in Bangalore ansässige Technologieunternehmen bekräftigt damit erneut seine Unterstützung für virtuelle Währungen.
Nilekani ist überzeugt, dass Inder, ähnlich wie sie in Gold oder Immobilien investieren, auch Kryptowährungen annehmen können. Derdent von Infosys glaubt, dass virtuelle Währungen neben ihrem Transaktionswert auch einen Wertspeicherwert besitzen.
Diese Kommentare fallen in eine Zeit, in der in Indien derzeit ein Kryptowährungsverbot gilt, das seit seiner Einführung immer wieder diskutiert, 2021 aber verschärft wurde. Indien gehört zu den Ländern, die sich seit dem Aufstieg des Kryptomarktes am stärksten um dessen Regulierung bemüht haben. Die Regierungsbehörden haben Bitcoin Token als ein Instrument zur Geldwäsche eingestuft.
Infosys unterstützt Kryptowährungen

In einem Interview mit Nilekani über den Kryptowährungsmarkt zeigte er sich uneingeschränkt positiv. Der IT-Experte istdent dass dezentrale Währungen eine wichtige Rolle in der Wirtschaft spielen. Er vermutet jedoch, dass die Nutzung von Bitcoin als Datenspeicher aufgrund der damit verbundenen Einschränkungen bei Transaktionen möglicherweise nicht funktionieren wird.
Nilekani war maßgeblich an der Entwicklung des indischen Aadhaar-dentbeteiligt. Er schlussfolgerte, dass Unternehmen und Privatpersonen, die den Kryptowährungsmarkt nutzen, ihre Bekanntheit steigern werden. Krypto-Enthusiasten werden diesem Markt Priorität einräumen und ihr Vermögen als Wertspeicher einsetzen.
Nilekani hat sich jedoch für das Konzept der „Wertreserve“ für Kryptowährungen ausgesprochen. Möglicherweise sind Nilekanis Ansichten nicht falsch, denn der Kryptomarkt hat gezeigt, dass er sich hervorragend als Verwahrstelle eignet.
Gründe dafür, Token in Indien als „Anlageklasse“ zu betrachten
Nachdem er sein Engagement bei ClubHouse im vergangenen März beendet hatte, ist Nilekani der Ansicht, dass Inder Kryptowährungen als „Anlageklasse“ betrachten sollten. Bei diesem Treffen war Nilekani mit den Investoren Karthik Reddy von Blume Ventures und Ángles Balaji Srinivasan zusammen.
Obwohl virtuelle Währungen nicht als Zahlungsmittel funktionieren, eignen sie sich aufgrund ihrer Volatilität und der hohen Transaktionskosten als Einlagen. Da Transaktionen mit diesen dezentralen Währungen nicht auf dem Niveau von UPI ablaufen, gilt ihr Markt als umständlich. Die Tausenden von Transaktionen täglich in Indien können zu Markteinbrüchen führen, was mit der allgemeinen Marktschwäche zusammenhängen dürfte.
Indien sollte seine Haltung gegenüber Kryptowährungen überdenken. Vielleicht werden die Behörden des Landes angesichts dieser neuen Situation die Regulierungen aufheben, die Bitcoin so stark beeinträchtigt haben.
Kryptowährungen wären eine Anlageklasse, die eher Immobilien ähnelt. Nilekani setzt sich seit Langem für diese Vorgehensweise ein, und die indischen Behörden unterstützen ihn dabei. Derdent von Infosys gründete 2019 außerdem ein Komitee, das sich mit digitalen Zahlungen und der Vermeidung von Strafen im Zusammenhang mit Kryptowährungen befasst.

