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Craig Wrights ehemaliger Anwalt wirft seiner Frau vor, E-Mails gefälscht zu haben

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Craig Wrights ehemaliger Anwalt wirft seiner Frau vor, E-Mails gefälscht zu haben
  • Die Ehefrau von Craig Wright veröffentlichte E-Mails, die angeblich Beweise dafür liefern sollen, dass er Bitcoinerfunden hat, doch seine ehemaligen Anwälte sagen, sie seien gefälscht.
  • Bei den umstrittenen E-Mails handelte es sich um einen Austausch zwischen Wright und seinen ehemaligen Anwälten, der während seines Prozesses in London stattfand.
  • Im Prozess werden Animationen gezeigt, die eine mögliche Rückdatierung von Dokumenten veranschaulichen und den Verdacht nahelegen, dass er Beweise gefälscht haben könnte.

Hier ist also, was sich in dem verrücktesten Gerichtsdrama um Craig Wright, den Typen, der immer noch behauptet, Bitcoinhat. Das Ganze spielt sich in London ab, und die große Frage lautet: Ist Craig Wright wirklich Satoshi Nakamoto, alias der Bitcoin Boss? Holt das Popcorn raus, denn diese Geschichte hat mehr Wendungen als eine Brezel.

Zunächst einmal halten Wrights ehemalige Anwälte bei Ontier einige E-Mails, die seine Frau als Beweismittel vorlegen wollte, für haltlos. Diese E-Mails sollten der entscheidende Beweis dafür sein, dass Wright damals in Bitcoin -Geschäfte verwickelt war. Doch Fehlanzeige: Wie sich herausstellt, könnten diese E-Mails genauso gut mit Geheimtinte geschrieben worden sein, denn laut Ontier sind sie so gefälscht wie ein Drei-Dollar-Schein.

Die Bombe platzte, als Wrights aktuelles Team von Shoosmiths, einer anderen renommierten Anwaltskanzlei, diese E-Mails vor Gericht vorlegte, in der Annahme, einen Volltreffer gelandet zu haben. Sie fragten sogar bei Ontier nach: „Hey, erinnerst du dich an die?“ Und Ontier meinte nur: „Äh, nein. Die habe ich noch nie gesehen.“

Und jetzt kommt's: Der ganze E-Mail-Zirkus kam ans Licht, weil Wright sie letzte Woche unter dem Druck der Befragung erwähnte. Seine Frau Ramona gab sie dann an Shoosmiths weiter, die sich wohl wie im siebten Himmel wähnten, bis Ontier ihnen einen Strich durch die Rechnung machte.

Nun richten sich alle Augen auf diese E-Mails, und die Anwälte beider Seiten, Wright und der Crypto Open Patent Alliance (COPA), bereiten sich auf die Spurensuche vor. Unterdessen sagte der Experte für digitale Forensik, Patrick Madden, vor Gericht aus, und man kann wohl sagen, dass er kein großer Fan von Wright war. Er hinterfragte Wrights Geschichte und deutete an, dass dieser möglicherweise Dokumente gefälscht habe, um sich als Schöpfer von Bitcoindarzustellen.

Als Craig Orr von Shoosmiths Madden ins Visier nahm, versuchte er, dessen Selbstvertrauen zu erschüttern, indem er dessen Sicherheit infrage stellte. Madden geriet ins Wanken und gab zu, sich bei einigen Punkten nicht hundertprozentig sicher zu sein, worauf Orr sofort reagierte. Orr konfrontierte Madden sogar damit, dass er sich während der Erstellung seines Berichts zu sehr mit den Anwälten von COPA angefreundet habe, und deutete an, dass Madden seine Neutralität als Experte möglicherweise verspielt habe.

Dann gab es da noch dieses ganze Drama mit den Animationen, die zeigen sollten, wie jemand das Bitcoin Whitepaper manipuliert und verdächtige Änderungen vorgenommen haben könnte. Wright hat das natürlich getan. Er gab dann zu: „Ja, wenn man etwas fälschen will, dann macht man das eben so.“ Er beharrt aber darauf, dass die Bearbeitung nur ein Vorzeigeprojekt für seine Anwälte war.

Ich dachte nur: Hä?

Der Gerichtssaal entwickelte sich auch zu einer Art Technik-Tutorial, in dem über die von Wright verwendete Buchhaltungssoftware MYOB gesprochen wurde. Im Wesentlichen geht es darum, dass einige Leute glauben, Wright habe versucht, damit Dokumente rückzudatieren, was er jedoch bestreitet und von einem großen Missverständnis spricht.

Wright verteidigte seine Position beharrlich, selbst als die Diskussion wegen einiger E-Mails und anderer Beweismittel, die Experten bereits verworfen hatten, hitzig wurde. Er bleibt bei seiner Version, doch die Leute, die ihn befragen, glauben ihm nicht.

Und gerade als man denkt, es könnte nicht spannender werden, taucht Zooko Wilcox-O'Hearn, der Zcash Gründer, auf. Ganz entspannt erzählt er von seinen Krypto-Abenteuern und wie er und Satoshi einfach nur zwei Nerds waren, die sich für Datenschutz begeisterten und sich nicht bevormunden lassen wollten. Zu allem Überfluss bringt Marrti Malmi, einer der ersten BitcoinEntwickler, Wrights Chronologie durcheinander und behauptet, ihre Gespräche mit Satoshi hätten später stattgefunden, als Wright angibt. Malmi war so genervt davon, dass er die E-Mails in den sozialen Medien veröffentlichte. Ich persönlich hatte einen Riesenspaß beim Lesen.

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