Anhörung im Kongress zu Libra: Zuckerberg gezwungen, Facebook zu schützen

In der heutigen Anhörung des Kongresses zum Thema Libra gab Mark Zuckerberg bekannt, dass er plant, Facebook aus Libra herauszunehmen, falls es von den Prinzipien abweicht.
Facebooks Libra – der globale Prügelknabe
Facebooks Libra hat seit seiner Ankündigung Anfang des Jahres unerwünschte Aufmerksamkeit erregt. Regulierungsbehörden, darunter auch in den USA, lehnen das Projekt von Anfang an ab. In Frankreich und Deutschland wollen die Regulierungsbehörden die Entwicklung stoppen, während China und Indien Libra verboten haben. Japan hingegen drängt auf einen kooperativen Rahmen, um die Auswirkungen von Libra zu reduzieren.
Anhörung des Kongresses: Für oder gegen Libra?
Nun sah sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg gezwungen, vor dem Kongress seine Position zu Libra und den damit verbundenen Bedenken zu verteidigen. In der Anhörung wurde er gefragt, warum die Libra-Partner das Vertrauen in das Projekt verloren und sich schließlich zurückgezogen hatten. Zuckerberg antwortete, Libra sei ein „riskantes Projekt“, und die ausgeschiedenen Partner seien sich über dessen Erfolg unsicher gewesen. Die Anhörung im Kongress war von großer Ablehnung gegenüber Libra geprägt.
Ein weiteres Kongressmitglied hob hervor, dass über 90 Prozent aller gemeldeten Fälle von Kindesmissbrauch auf Facebook gefunden werden. Es argumentierte, Facebook solle kein Ende-zu-Ende-Verschlüsselungssystem einführen, da die Plattform bereits jetzt eine große Menge schockierender Inhalte enthalte.
Die schärfsten Kommentare kamen vom Kongressabgeordneten Bradley Sherman. Sherman nutzte seine ihm zugestandenen fünf Minuten, um Libra zu kritisieren, ohne selbst Fragen zu stellen. Er gab Mark keine Gelegenheit, das Projekt zu verteidigen.
Seinen Aussagen zufolge ist Libras Ziel, die Bedürfnisse von Menschen mit und ohne Bankkonto zu erfüllen, nichts als ein Traum, da weder Facebook noch dessen CEO diesbezüglich etwas unternommen haben. Er fügte hinzu, es sei amüsant zu sehen, wie sich einer der reichsten Menschen der Welt hinter armen Menschen verstecke.
Zuckerberg erklärte, die Libra Association habe sich zu einer eigenständigen Organisation entwickelt, die Facebook allein nicht aufhalten könne. Sollten die Entwicklungen jedoch von seinen Vorstellungen abweichen, werde er Facebook voraussichtlich aus Libra zurückziehen. Zuckerbergs Aussage vor dem Kongress zu Libra wurde live im Guardian übertragen.
Wenn Sie das hier lesen, sind Sie schon einen Schritt voraus. Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)















