Die Entscheidung gilt als Erfolg für Self-Custody-Wallets und dezentrale Finanzanwendungen ( DeFi ). US-Bezirksrichterin Katherine Failla fällte das Urteil am 27. März und erklärte, die US-Börsenaufsicht SEC habe nicht beweisen können, dass Coinbase Wallet DeFi App-Entwicklern mit ähnlichen rechtlichen Problemen neue Hoffnung
Das Urteil des Gerichts wurde von verschiedenen Teilen der Krypto-Community positiv aufgenommen. Juristen und Branchenverbände werten es als Niederlage für die ihrer Ansicht nach übergriffige Regulierungsstrategie der SEC. Zach Rosenberg, General Counsel von Ethena Labs, begrüßte das Urteil und hob dessen Auswirkungen auf Wallet-Erweiterungen hervor, die im Browser und in Anwendungsoberflächen laufen. Marisa Tashman Coppel von der Blockchain Association lobte das Gericht dafür, die überzogenen Vorwürfe der SEC zurückgenommen zu haben.
Gericht weist SEC-Klagen gegen Coinbase-Wallet ab
Das Urteil im Fall Coinbase Wallet unterscheidet dieses Angebot von anderen Krypto-Staking-Angeboten von Coinbase. Obwohl der Richter Coinbases Antrag auf Abweisung der SEC-Klage wegen unerlaubten Betriebs und nicht registrierter Wertpapierangebote ablehnte, war die Unterscheidung im Fall Coinbase Wallet eindeutig. Im Kontext des DeFi Sektors ist diese Erklärung von zentraler Bedeutung und schafft einen Präzedenzfall für den Nicht-Brokerage-Charakter von Self-Custody-Wallets.
Dieser Fall hat unter Rechtsexperten und Branchenvertretern eine intensive Debatte ausgelöst. Die Entlassung sei eine „große Enttäuschung“ für die SEC, so Mike Selig, Partner bei Willkie Farr & Gallagher. Gleichzeitig räumte Jake Chervinsky, Chefanwalt von Variant, ein gemischtes Urteil zu der Entscheidung ein. Er hob die positiven und negativen Aspekte hervor und unterstrich den qualitativen Charakter des Howey-Tests und dessen Folgen für Token-Projekte.
Der Fall SEC gegen Coinbase geht in die Beweisaufnahme
Der Streit zwischen der SEC und Coinbase geht in die Beweisaufnahmephase. Dieser nächste Schritt ermöglicht es beiden Seiten, weitere Beweise zur Untermauerung ihrer Behauptungen zu sammeln. Die im Juni eingereichte Klage der SEC gegen Coinbase konzentriert sich auf den Vorwurf, als nicht lizenzierte Börse und Broker-Dealer agiert und Token gelistet zu haben, die die Aufsichtsbehörde als Wertpapiere einstuft. Coinbase hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
Der Rechtsstreit dauert noch an, beide Seiten bereiten sich auf die nächsten Schritte vor. Das Urteil ist, insbesondere im Hinblick auf Coinbase Wallet, noch recht aktuell und markiert lediglich den Beginn eines langen juristischen Prozesses. Es schafft einendent dafür, wie DeFi Anwendungen und Self-Custody-Wallets künftig rechtlich beurteilt werden.

