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Coinbase gibt an, dass der Datendiebstahl das Unternehmen 400 Millionen Dollar kosten wird

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten,
  • Coinbase rechnet mit einem Verlust von bis zu 400 Millionen Dollar, nachdem ein Cyberangriff einige Kundendaten offengelegt hat.
  • Hacker bezahlten ausländischetracund Mitarbeiter, um Zugang zu internen Informationen zu erhalten.
  • Das Unternehmen weigerte sich, ein Lösegeld von 20 Millionen Dollar zu zahlen und bot stattdessen eine Belohnung an.

Coinbase gab am Donnerstag bekannt, dass das Unternehmen nach einem Cyberangriff, bei dem Kundendaten offengelegt wurden und der einen Kurssturz der Aktie um fast 3 % auslöste, mit einem Verlust zwischen 180 und 400 Millionen Dollar rechnet.

Die Stellungnahme erfolgte nur vier Tage, nachdem das Unternehmen am 11. Mai eine E-Mail von einem Cyberkriminellen erhalten hatte, der behauptete, Zugriff auf interne Dokumente und Kundendaten zu haben. Das Unternehmen bestätigte den Vorfall und machte gezieltes Social Engineering dafür verantwortlich.

Laut Reuters jedochwurden einige Daten wie Namen, E-Mail-Adressen und Wohnadressen gestohlen, Anmeldeinformationendentnicht kompromittiert. 

Coinbase erklärte dennoch, dass die Nutzer, die durch die Täuschung dazu verleitet wurden, Kryptowährung an den Angreifer zu senden, entschädigt werden. Die Börse gab außerdem bekannt, bereits mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten.

Coinbase bestätigt Insiderbeteiligung und reagiert mit Entlassungen und neuen Sicherheitsmaßnahmen

Coinbase gab bekannt, dass die Angreifertracund Mitarbeiter außerhalb der USA für die Durchführung des Angriffs bezahlt hatten. Diese Personen waren in unterstützenden Funktionen tätig, keine Entwickler oder Führungskräfte. Sie alle wurden inzwischen entlassen, und das Unternehmen verschärft seine internen Sicherheitsüberprüfungen.

Der Datenverstoß ereignete sich just in dem Moment, als Coinbase sich auf die Aufnahme in den S&P 500, einen wichtigen Finanzindex, vorbereitete. Doch der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig, da kurz vor diesem eigentlich entscheidenden Ereignis für die Kryptobörse Vertrauens- und Sicherheitsbedenken aufkommen.

Bo Pei, Analyst bei US Tiger Securities, sagte, der Vorfall „könnte die Branche zu strengeren Mitarbeiterüberprüfungen zwingen und birgt Reputationsrisiken“. Es geht nicht nur um negative Presse – es zeigt auch, dass interner Zugriff eine größere Schwachstelle sein kann als externe Hackerangriffe.

Coinbase lehnte die von dem Hacker geforderten 20 Millionen US-Dollar Lösegeld ab. Stattdessen setzte das Unternehmen eine Belohnung in gleicher Höhe für Hinweise aus, die zurdentder Täter führen. Coinbase setzt dabei auf die Mithilfe der Öffentlichkeit statt auf Verhandlungen.

Das Ereignis ereignet sich inmitten einer schwierigen Phase für die Kryptosicherheit. Bereits im Februar bestätigte Bybit, eine weitere Kryptobörse, einen Diebstahl von 1,5 Milliarden US-Dollar – einen der größten Krypto-Hacks bis dato. Chainalysis berichtete, dass allein im Jahr 2024 2,2 Milliarden US-Dollar von Kryptoplattformen gestohlen wurden.

Nick Jones, Geschäftsführer des Krypto-Unternehmens Zumo, sagte: „Da unsere junge Branche rasant wächst, zieht sie auch die Aufmerksamkeit von Cyberkriminellen auf sich, die ihre Angriffe immer raffinierter gestalten.“ Dazu gehört auch, nicht nur Server, sondern auch Mitarbeiter ins Visier zu nehmen.

Coinbase kündigte außerdem die Eröffnung eines neuen Support-Centers in den USA an. Dies ist Teil des Plans, die Abhängigkeit von Offshore-Personal zu verringern und die Sicherheitsvorkehrungen insgesamt zu verschärfen.

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