Die Kryptowährungsbörse Coinbase hattronBedenken hinsichtlich der vom US-Finanzministerium vorgeschlagenen Regulierungen zum Thema Krypto-Mixing geäußert und erklärt, dass diese regulatorische Lücken nicht ausreichend schließen und Krypto-Plattformen unnötige Daten- und Ressourcenbelastungen auferlegen.
Coinbases Reaktion auf die vorgeschlagenen Regeln
In einer formellen Stellungnahme an das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums argumentierte Coinbase, dass regulierte Krypto-Plattformen bereits strengen Aufzeichnungs- und Meldepflichten in Bezug auf verdächtige Aktivitäten und illegales Krypto-Mixing unterliegen.
Coinbase kritisierte insbesondere die geplante Meldepflicht für Krypto-Plattformen hinsichtlich aller Krypto-Mixing-Aktivitäten, auch solcher mit legitimen Zwecken. Die Börse ist der Ansicht, dass eine solch weitreichende Meldepflicht eine ineffiziente Nutzung der Unternehmensressourcen darstellt.
Das Fehlen einer monetären Schwelle für die Aufzeichnungs- und Meldepflichten stieß auch bei Coinbase auf Kritik. Paul Grewal, der Leiter der Rechtsabteilung von Coinbase, betonte, dass dies zu einer massenhaften Meldung unverdächtiger Transaktionen führen könne, was der Kongress als Zeit- und Ressourcenverschwendung bezeichnet habe.
Zweitens sieht diese Regel keine Mindestschwelle vor – jede Vermischung muss gemeldet werden, unabhängig von der Höhe des Wertes. Das führt lediglich zu einer Massenmeldung unverdächtiger Transaktionen. Der Kongress hat erklärt, dass eine solche Datenflut Zeit- und Ressourcenverschwendung ist. Dem stimmen wir zu. 3/6
— paulgrewal.eth (@iampaulgrewal) 22. Januar 2024
FinCENs vorgeschlagene Regelung
Die im Oktober von FinCEN vorgeschlagene Regelung zielt darauf ab, die Transparenz bei Krypto-Mixing-Aktivitäten zu erhöhen. Dies ist das erste Mal, dass FinCEN seine Befugnisse gemäß Abschnitt 311 nutzt, um eine Transaktionsklasse ins Visier zu nehmen, die primär Geldwäscherisiken birgt.
FinCEN räumt zwar ein, dass kriminelle Akteure wie nordkoreanische Hacker und in Russland ansässige Ransomware-Angreifer Krypto-Mixer zur Geldwäsche genutzt haben, erkennt aber auch an, dass Krypto-Mixing legitime und innovative Anwendungsmöglichkeiten bieten kann.
Coinbase argumentierte, dass FinCEN anstatt verpflichtender Massenmeldungen Börsen bei der Erfüllung ihrer bestehenden Meldepflichten für verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit Mixing unterstützen sollte. Coinbase ist der Ansicht, dass konkrete Leitlinien des Finanzministeriums zur Lösung dieser Probleme effektiver sind.
Coinbase-Empfehlungen
Um diesen Bedenken zu begegnen, schlug Coinbase FinCEN vor, eine monetäre Schwelle einzuführen, um die Massenmeldung kleiner Transaktionen zu verhindern. Darüber hinaus empfahl Coinbase, der Dokumentation Vorrang vor der Meldung einzuräumen, um die mit der Meldepflicht verbundenen Datenschutz- und Sicherheitsrisiken zu minimieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Coinbases Kritik an den vom US-Finanzministerium vorgeschlagenen Regeln zum Krypto-Mixing auf der Annahme beruht, dass die Regulierungen ineffizient sind und zu unnötigen Meldepflichten führen könnten. In ihrer Stellungnahme plädiert Coinbase für einen ausgewogeneren Ansatz, der Transparenz fördert und gleichzeitig die legitimen Anwendungsbereiche des Krypto-Mixings im Ökosystem digitaler Vermögenswerte anerkennt.

