Binance Holdings Limited sieht sich einem harten juristischen Schlag ausgesetzt, da die SEC eine laufende Klage nicht abweist und damit die Überwachung von Kryptobörsen weiter verschärft. Die SEC argumentiert, dass digitale Vermögenswerte als Wertpapiere eingestuft werden können, was die Kerngeschäfte der nach Handelsvolumen größten Kryptowährungsbörse der Welt infrage stellt.
Paul Grewal, der Leiter der Rechtsabteilung von Coinbase, kritisierte auf Twitter die Position der US-Börsenaufsicht SEC. Er argumentierte, dass deren Vorgehen bei der Kryptoregulierung möglicherweise ihre rechtlichen Grenzen überschreite. In seinen Tweets analysierte er die Argumentation der SEC und wies auf wahrgenommene Widersprüche und fehlendedenthin.
Die Kontroverse reicht bis ins Jahr 2017 zurück, als Binanceunter der Führung von Changpeng Zhao ein ICO für BNB -Token durchführte, um die Plattform Binancezu etablieren. Die SEC argumentiert nun, dass dieses Vorgehen möglicherweise regulatorische Vorgaben umgangen und US-Investoren irregeführt hat, insbesondere im Hinblick auf die spätere Gründung von Binance.
Die SEC stützt ihre Argumentation auf den Howey-Test – ein Kriterium des Obersten Gerichtshofs zur defivon „trac“ und damit von Wertpapieren. Die Auslegung dieses Tests durch die SEC ist derzeit Gegenstand von Diskussionen. Sie plädiert für eine breitere Anwendung, die nicht zwingend das Vorliegen einestracoder eines einklagbaren Rechts voraussetzt – eine Position, die Grewal und andere Mitglieder der Krypto-Community ablehnen.
Darüber hinaus deuten die jüngsten Veröffentlichungen der SEC darauf hin, dass das gesamte Angebot von Binance, einschließlich der Staking-Programme und des Verkaufs der Token BNB und BUSD, alstraceingestuft werden könnte. Grewal entgegnet dem, dass keine Unterscheidung zwischen Token wie Bitcoin und Ethereum, die die SEC nicht als Wertpapiere einstuft, und BNBgetroffen wird.
Darüber hinaus hat die SEC in ihrem Memorandum auf die Doktrin der wichtigsten Streitfragen Bezug genommen. Sie bekräftigt, dass dieser Rechtsgrundsatz, der die Durchsetzung von Bundesgesetzen durch Behörden betrifft, Kryptounternehmen nicht vor Regulierung schützen sollte, entgegen der möglichen Andeutung Binance .
Grewals letzter Tweet unterstreicht die Dringlichkeit eindeutiger Gesetze im Kryptobereich. Diese Ansicht teilen viele Branchenexperten, die sich im Labyrinth des Kryptowährungsrechts nach Klarheit sehnen.
Die aktuelle Situation verdeutlicht einen kritischen Wendepunkt für die SEC und Kryptowährungsbörsen. Angesichts der Herausforderungen durch die regulatorischen Rahmenbedingungen wird der Bedarf an defiGesetzgebung immer deutlicher. Der Ausgang dieses Verfahrens könnte einendent für die Behandlung digitaler Vermögenswerte nach US-amerikanischem Wertpapierrecht schaffen. Diese Entscheidung könnte die Zukunft des Kryptowährungshandels und dessen regulatorische Landschaft grundlegend verändern.
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