Der US-amerikanische Stablecoin-Emittent Circle hat die US-Regulierungsbehörden aufgefordert, einheitliche, transparente und angemessene Richtlinien für andere Stablecoin-Emittenten festzulegen, während das Finanzministerium Schritte zur Umsetzung des GENIUS Act unternimmt.
Das im Juli unterzeichnete Gesetz soll einen nationalen Rahmen für Stablecoins schaffen und mehr Rechtssicherheit hinsichtlich der Regulierung digitaler Dollar-Token auf nationaler Ebene gewährleisten.
Circle seine Stellungnahme eingereicht . Darin wird erläutert, wie das Gesetz in der Praxis aussehen wird. Das Unternehmen erklärte, die Regeln müssten einerseits tron genug sein, um die Nutzer zu schützen, andererseits aber auch ausgewogen genug, um Innovation und Wettbewerb im wachsenden Markt für digitale Zahlungen zu ermöglichen.
Das Unternehmen vertritt die Auffassung, dass jeder Emittent denselben Standards unterliegen sollte, unabhängig davon, ob es sich um eine Bank oder ein privates Unternehmen handelt und ob es in den USA oder im Ausland tätig ist.
Circle fordert einheitliche Regeln für alle Stablecoin-Emittenten
In seiner Stellungnahme argumentierte Circle, dass Stablecoins für Zahlungen vollständig durch cash oder hochwertige, hochliquide kurzfristige Vermögenswerte . Dies soll verhindern, dass Stablecoins in Finanzkrisen an Wert verlieren. Das Unternehmen argumentierte, dass klare Deckungsregeln notwendig seien, um zu verhindern, dass Risiken auf Privatpersonen abgewälzt werden.
Die Regeln, so Circle weiter, sollten sicherstellen, dass keine Gruppe bevorzugt behandelt wird. Banken, nichtbankliche Finanzdienstleister, die Technologie nutzen, und Finanzunternehmen, deren Stablecoins auf dem US-Markt verfügbar sind, sollten alle demselben Aufsichtsregime unterliegen.
Das Unternehmen warnte davor, dass uneinheitliche Regulierungen riskante Stablecoin-Aktivitäten aus den Vereinigten Staaten verlagern und sie der Kontrolle der Aufsichtsbehörden, die solche Produkte überwachen, entziehen könnten.
„Klare Zugangsbedingungen zu den US-Märkten, einschließlich einer gemeinsamen Aufsicht durch die USA und vertrauenswürdige ausländische Regulierungsbehörden, werden den Wettbewerb fördern und gleichzeitig vor Risiken schützen, die aus dem Ausland entstehen“, so das Unternehmen.
Circle betonte zudem die Notwendigkeit einer konsequenten Durchsetzung der Regeln. Weiterhin erklärte das Unternehmen, dass die Strafen für Regelverstöße so hoch sein müssten, dass Missbrauch verhindert und das Vertrauen in digitale Vermögenswerte erhalten bleibe. Andernfalls, so argumentierte Circle, würden die Ziele des GENIUS Act nicht erreicht.
Branchenverbände unterbreiten dem Finanzministerium Empfehlungen
Circle war nicht die einzige Gruppe, die Stellungnahmen abgab. Auch Coinbase Der Wortwechsel veranlasste das Finanzministerium zu der Klarstellung, dass ein Verbot der Zinszahlung auf Stablecoin-Guthaben auf die Emittenten der Coins beschränkt sein sollte, nicht aber auf Einzelpersonen, die auf anderem Wege Renditen von Börsen oder Plattformen erzielen.
Die Anfrage folgt auf Warnungen von US-Bankinstituten, dass einige Stablecoin-Angebote beginnen könnten, wie Bankeinlagen zu funktionieren und möglicherweise traditionelle Sparkonten in einer hart umkämpften Marktnische zu verdrängen.
Das GENIUS-Gesetz wird nicht über Nacht in Kraft treten. Es würde 18 Monate nach Unterzeichnung bzw. 120 Tage nach Fertigstellung und endgültiger Festlegung der detaillierten Regelungen durch die Regulierungsbehörden wirksam werden. Handeln die Regulierungsbehörden zügig, könnte das Gesetz früher in Kraft treten; verläuft die Regelungserstellung schleppend, verzögert es sich.
Der Kongress berät derzeit über ein umfassenderes Gesetz zur Regulierung dieser digitalen Märkte. Dieses soll unter anderem Richtlinien zur Kategorisierung und Überwachung von Kryptowährungen, Handelsplattformen und digitalen Wertpapieren enthalten. Der Gesetzentwurf wurde bereits Anfang des Jahres vom Repräsentantenhaus verabschiedet, kommt im Senat aber nicht weiter. Lange Sitzungspausen, Verhandlungen hinter verschlossenen Türen und andere Prioritäten des Parlaments haben die Bemühungen verzögert.
Laut Medienberichten besteht weiterhin die Möglichkeit zum parteiübergreifenden Dialog, doch es werden keine neuen Vorschläge eingebracht. Frühere Analysen von Kongressabgeordneten gingen eher von einem Zeitpunkt im Jahr 2026 aus. Derzeit ist der Zeitplan aufgrund der anhaltenden Verzögerungen unsicher.

