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China hat große Pläne für unsere Weltwirtschaft

In diesem Beitrag:

  • Seit China im Jahr 2001 der WTO beigetreten ist, haben sich seine Wirtschafts- und Handelspolitik zunehmend von der der USA entfernt, was zu wachsenden Spannungen und Streitigkeiten geführt hat.
  • Die Belt and Road Initiative (BRI) des Landes zielt darauf ab, ein neues globales Handelsnetzwerk zu schaffen und seinen Einfluss und seine wirtschaftliche Reichweite durch Infrastrukturentwicklung in über 60 Ländern zu erweitern.

China mischt die Welt ordentlich auf, und zwar gewaltig. Wir sprechen von massiven, bahnbrechenden Veränderungen der globalen Wirtschaftslandschaft. Vergessen Sie die altmodische Romantik internationaler Zusammenarbeit; China und die USA waren nie ein unschlagbares Paar. Schon von Anfang an, als China 2001 der Welthandelsorganisation (WTO) beitrat, war klar, dass uns einiges bevorstand. Bill Clinton jubelte begeistert und sah darin Chinas Chance für Reformen. Jiang Zemin hingegen sah darin einen westlichen Versuch, den Sozialismus zu schwächen. Gut zwei Jahrzehnte später hat sich die Spannung zu einem ausgewachsenen Konflikt entwickelt, in dessen Mittelpunkt die WTO im Handelsstreit steht.

Eine ganz neue Welt (Ordnung)

Was ist also Chinas Strategie inmitten dieses Handelsstreits? Ganz einfach: China umgeht das Drama, indem es ein eigenes Handelsnetzwerk aufbaut. Ich spreche von einem weitverzweigten, komplexen Netzwerk aus Handelsabkommen und Partnerschaften, insbesondere mit Ländern des sogenannten „globalen Südens“. Dank seiner gigantischen „Neuen Seidenstraße“, die mehr Kapital birgt als das Bankkonto eines Milliardärs, knüpft China enge Beziehungen zu über 140 Ländern und verspricht Investitionen und Wirtschaftsbeziehungen.

Da fast 40 % seiner Exporte mittlerweile in diesem Netz von Freihandelsabkommen (FHA) eingebettet sind, gestaltet China eine Welt, in der es nicht mehr von den Launen der WTO oder den Stimmungsschwankungen westlicher Mächte abhängig ist. Es geht darum, einen Wirtschaftsraum zu schaffen, in dem China die Regeln bestimmt. Und um es klarzustellen: Diese FHA sind selektiv – die USA und die EU werden nicht darunter fallen.

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Inzwischen wird die Lage im Welthandel von Minute zu Minute angespannter, die Handelsbeschränkungen nehmen zu und das Streitbeilegungssystem der WTO steckt seit 2019 in einer Sackgasse.

Eine Veränderung der globalen Passatwinde

Xi Jinping, Chinas Staatsoberhaupt, verfolgt das Ziel, so viele hochwertige Freihandelsabkommen wie möglich zu unterzeichnen. Die Zahlen sprechen für sich: Chinas Freihandelsabkommensnetzwerk ist gigantisch, es vereinnahmt einen Großteil seiner Exporte und stellt andere wichtige Akteure auf der Weltbühne in den Schatten. Von Singapur bis zu den ASEAN-Märkten schließt China Abkommen im Akkord ab. Und nicht zu vergessen die Regionale Umfassende Wirtschaftspartnerschaft (RCEP), ein Handelsimperium, das ein Drittel des weltweiten BIP umfasst.

Doch Chinas Ambitionen enden nicht an den Küsten. Das Land hat den Golf-Kooperationsrat und sogar Afrika im Visier, wo das Freihandelsabkommen für den afrikanischen Kontinent die wirtschaftlichen Grenzen neu definiert. Chinas Strategie ist klar: Wenn sich die Welthandelsrouten verändern, will es die Karte selbst zeichnen.

Andererseits ist diese hektische Aktivität weit mehr als nur ein wirtschaftliches Machtspiel. Sie ist eine Notwendigkeit. Die globale Handelslandschaft verändert sich, Werte geraten unter Druck und die Spannungen mit dem Westen nehmen zu. Die USA und die EU setzen auf Protektionismus und bereiten damit den Boden für eine Auseinandersetzung über Industriesubventionen und Handelspraktiken. Chinas Antwort? Ein strategischer Tanz aus Diplomatie und Verhandlung, um seine wirtschaftlichen Interessen zu sichern, ohne allzu große Risiken einzugehen.

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So, Leute, da habt ihr's. Chinas große Pläne für die Weltwirtschaft entfalten sich direkt vor unseren Augen. Und in diesem Wirtschaftsschachspiel sorgt China dafür, dass es die Königin hält. Aber wohin wird sie führen? Wir müssen uns zurücklehnen, zusehen und es herausfinden.

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