China hat auf diedent des Weißen Hauses vom Mittwoch, einen massiven neuen Zollsatz von 245% auf chinesische Exporte in die Vereinigten Staaten zu erheben, reagiert.
Die Zahl, die in einem Informationsblatt des Weißen Hauses genannt wird, wurde „als Folge der Vergeltungsmaßnahmen [Chinas]“ eingeführt und stellt laut Global Times die höchste Eskalation im jahrelangen Handelskrieg zwischen den beiden globalen Supermächten dar.
Auf die direkte Frage nach der Zahl von 245 % wich der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, einer Bestätigung aus und verwies die Frage an Washington zurück.
„Sie können die US-Seite nach den konkreten Steuersätzen fragen“, sagte Lin auf einer täglichen Pressekonferenz. Doch er wich der Botschaft nicht aus. Er warf den USA vor, mit Druck und Manipulation Peking zu Gesprächen zu zwingen.
„Der Handelskrieg wurde von den USA initiiert“, sagte Lin. „China hat die notwendigen Gegenmaßnahmen ergriffen, um seine legitimen Rechte und Interessen sowie die internationale Fairness und Gerechtigkeit zu wahren, was vollkommen angemessen und rechtmäßig ist.“
Lin stellte klar, dass China zwar keinen Konflikt sucht, sich aber auch nicht einschüchtern lässt. „Zoll- und Handelskriege kennen keine Gewinner. China will diese Kriege nicht führen, hat aber auch keine Angst davor.“
Lin erklärte, die USA müssten ihre Drohungen einstellen, wenn sie tatsächlich verhandeln wollten. „Washington sollte seine Praxis des ‚maximalen Drucks‘ beenden und auf Drohungen und Erpressung verzichten, wenn es wirklich Dialog und Verhandlungen will.“ Lin bekräftigte, dass jede ernsthafte Lösung voraussetze, dass die USA von ihren derzeitigen Taktiken abrücken.
Trump fordert Maßnahmen angesichts zunehmenden Drucks im US-chinesischen Handelskrieg
Die jüngste Eskalation begann, nachdem das Weiße Haus am Dienstag eine Erklärung veröffentlichte, in der es Peking aufforderte, den ersten Schritt zu tun. Trump ließ über die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, nachlegen: „Der Ball liegt bei China. China muss ein Abkommen mit uns schließen. Wir müssen kein Abkommen mit ihnen schließen.“ Dieses Zitat spiegelte wider, was Lin kurz zuvor über den Druck aus Washington gesagt hatte.
Die Zölle in Höhe von 245 % folgen auf frühere gegenseitige Zollerhöhungen. Im Zuge des Handelskriegs erhöhten die Vereinigten Staaten die Zölle auf chinesische Waren auf 145 %, woraufhin China mit einem Zoll von 125 % auf amerikanische Produkte reagierte. Gleichzeitig verschärfte Peking seine Maßnahmen und beschränkte die Ausfuhr bestimmter kritischer Materialien für die Luft- und Raumfahrt- sowie die Verteidigungsindustrie.
Doch der Konflikt hat Chinas Wirtschaftswachstum nicht gebremst. Peking meldete für das erste Quartal ein BIP-Wachstum von 5,4 Prozent. Die Industrieproduktion stieg um 6,5 Prozent und die Einzelhandelsumsätze um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung fieltronaus als erwartet, obwohl der anhaltende Handelskrieg die globalen Lieferketten belastet.
Während Trump mit den Zolleinnahmen prahlt, verfolgt China seine eigene Linie. Lin bekräftigte erneut, dass Chinas Haltung in der Verteidigung seiner Rechte begründet liege und nicht im Nachgeben gegenüber amerikanischem Druck. Dennoch bekräftigte Trump seine Behauptungen. In einem Beitrag auf Truth Social dent schrieb er: „Die Vereinigten Staaten nehmen Rekordsummen an Zöllen ein, während die Preise für fast alle Produkte sinken, darunter Benzin, Lebensmittel und so ziemlich alles andere. Auch die Inflation ist zurückgegangen. Versprechen gegeben, Versprechen gehalten!“

