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Chinas Finanzkrise verschärft sich – Ökonomen erwarten nun eine Rezession

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
China
  • Chinas Wirtschaft befindet sich im freien Fall, die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen sind auf ein historisches Tief von unter 1,60 % gefallen und der Immobilienmarkt hat seit 2021 18 Billionen Dollar verloren.
  • Die Verschuldung des Privatsektors ist auf über 200 % des BIP gestiegen, während die staatlichen Konjunkturmaßnahmen, darunter 142 Milliarden Dollar für Banken, kaum dentzeigen.
  • Trumps vorgeschlagene 60-prozentige Zölle könnten Chinas Handelsvolumen von 575 Milliarden Dollar zum Erliegen bringen und so die Deflation und die schwache Binnennachfrage des Landes weiter verschärfen.

Chinas Wirtschaft zerfällt vor unseren Augen. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen gefallen erstmals unter 1,60 %

Investoren trennen sich von chinesischen Anleihen – und wer könnte es ihnen verdenken? Während die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen rasant steigen, fallen die chinesischen Renditen rapide und vergrößern die Differenz auf ein Rekordhoch von 296 Basispunkten. Das bedeutet, dass risikofreie US-Investitionen nun fast 300 Basispunkte mehr Rendite abwerfen als vergleichbare chinesische Anlagen.

Was noch schlimmer ist: China steckt tief in der Deflation, einem Zustand, der weitaus zerstörerischer ist als die Inflation in den USA. Sinkende Preise schmälern die Gewinne, drücken die Löhne und bremsen das Wirtschaftswachstum massiv. Hinzu kommt ein zusammenbrechender Immobilienmarkt, der seit 2021 18 Billionen Dollar an Vermögen vernichtet hat – die Risse in Chinas Wirtschaftsfassade sind unübersehbar.

Zusammenbruch des Immobilienmarktes und horrende Verluste

Chinas Immobilienmarkt war einst eine Goldgrube. Heute ist er ein schwarzes Loch. Seit 2021 sind die Immobilienwerte eingebrochen und haben laut Barclays 18 Billionen US-Dollar an Vermögen vernichtet. Der Index für hochverzinsliche Immobilien, der risikoreiche Anleihen in diesem Sektor trac, ist seit seinem Höchststand um über 80 % gefallen.

Die Hausverkäufe sind dramatisch eingebrochen – um mehr als 50 % in nur drei Jahren. Zum Vergleich: Das ist schlimmer als die Situation in den USA während der Finanzkrise 2008.

Und nicht nur Hauskäufer spüren die Auswirkungen. Die Verschuldung des privaten Sektors in China ist sprunghaft angestiegen und hat erstmals 200 % des BIP überschritten. Das sind rund 70 Prozentpunkte mehr als der Höchststand von 2008. Im Gegensatz dazu haben die USA die Verschuldung des privaten Sektors seitdem tatsächlich reduziert.

Um den wirtschaftlichen Abwärtstrend zu stoppen, leitete China Ende 2024 eine Reihe von Konjunkturmaßnahmen ein. Die Mindestreserveanforderungen wurden um 0,5 Prozentpunkte gesenkt, die Hypothekenzinsen drastisch reduziert und 142 Milliarden US-Dollar in die Banken gepumpt. Peking senkte außerdem den 7-Tage-Reverse-Repo-Satz um 0,2 Prozentpunkte und leitete sogenannte „energische“ Zinssenkungen ein. Doch all dies reichte nicht aus, um die tieferliegenden Probleme zu lösen.

Auch der Staatshaushalt ist bis zum Äußersten angespannt. Das defiwird Prognosen zufolge im Jahr 2025 4 % des BIP erreichen – den höchsten Wert seit 1994. Jahrelang hatte Peking eine selbst auferlegte Obergrenze von 3 % – eine Regel, die es nun bereit ist zu brechen, um die Wirtschaft zu stützen.

US-Zölle und ihre globalen Auswirkungen

Chinas Probleme sind nicht nur interner Natur. Trump, zurück im Weißen Haus, hat angekündigt, die Zölle auf chinesische Importe auf 60 % zu erhöhen. Sollte er dies tun, würde der Handelsfluss von 575 Milliarden US-Dollar laut Bloomberg nahezu zum Erliegen kommen. Die Folgen wären verheerend für Chinas exportabhängige Wirtschaft.

Peking setzt derweil massiv auf Gold. Die Goldpreise sind auf Rekordhöhen gestiegen, da China große Mengen kauft. Analysten sehen darin eine Absicherung gegen Instabilität, doch diese Strategie signalisiert ein mangelndes Vertrauen in andere Erholungsoptionen.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verschärfen zudem die Ungleichheit. Zwar sind bis 2021 32 % der chinesischen Bevölkerung in die Mittelschicht aufgestiegen, doch lebt immer noch über die Hälfte in wirtschaftlicher Unsicherheit.

Auch die globalen Märkte sind von Chinas Wirtschaftskrise nicht ausgenommen. Aktien, Rohstoffe und Anleiherenditen weltweit bereiten sich auf die ripple vor. Die von China für 2025 geplanten Sonderanleihen im Wert von 411 Milliarden US-Dollar könnten zwar etwas Entlastung bringen, doch die Skepsis ist groß.

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