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Eine warnende Studie deckt die Grenzen von ChatGPT bei der Bereitstellung genauer Arzneimittelinformationen auf

VonGlory KaburuGlory Kaburu
Lesezeit: 2 Minuten
Arzneimittel

  • Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass ChatGPT häufig ungenaue Informationen über Medikamente liefert; Vorsicht ist geboten.
  • Die medizinischen Ratschläge von ChatGPT sind unzuverlässig, warnen Apotheker.
  • KI im Gesundheitswesen: Studie hebt Wissenslücken von ChatGPT hervor.

Eine aktuelle Studie hat Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der kostenlosen Version von ChatGPT, dem beliebten Chatbot von OpenAI, bei der Bereitstellung korrekter Informationen zu Medikamenten geweckt. Untersuchungen von Apothekern des College of Pharmacy der Long Island University zeigen, dass ChatGPTs Antworten auf Fragen zu Arzneimitteln häufig ungenau oder unvollständig sind. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit zur Vorsicht bei der Nutzung von ChatGPT für pharmazeutische Informationen durch Patienten und medizinisches Fachpersonal.

Die Studie umfasste 39 Fragen zu Arzneimitteln an ChatGPT, von denen nur 10 zufriedenstellend beantwortet wurden. Die übrigen 29 Fragen wurden entweder ungenau, unvollständig oder beides beantwortet. Diese Inkonsistenz der Antworten verdeutlicht eine erhebliche Lücke in der Fähigkeit des Chatbots, verlässliche Arzneimittelinformationen bereitzustellen.

Unzulänglichkeit bei der Beantwortung pharmazeutischer Anfragen

Das Forschungsteam unter der Leitung von Sara Grossman evaluierte die Leistung von ChatGPT, indem es dessen Antworten mit denen von Apothekern verglich, die denselben Fragenkatalog beantwortet hatten. Die Fragen basierten auf realen Anfragen, die der Arzneimittelinformationsdienst des College of Pharmacy der Long Island University zwischen Januar 2022 und April 2023 erhalten hatte. Von den ursprünglich 45 Fragen wurden sechs aufgrund fehlender literaturbasierter Antworten ausgeschlossen.

ChatGPT ging auf elf Fragen nicht direkt ein, gab auf zehn Fragen ungenaue und auf weitere zwölf Fragen falsche oder unvollständige Antworten. Die Forscher stellten außerdem fest, dass ChatGPT auf Nachfrage nur in acht Antworten Quellen angab, die allesamt nicht existierende Quellen zitierten. Dies wirft Bedenken hinsichtlich der Referenz- und Verifizierungsprozesse des Chatbots auf.

Ein besonders alarmierendes Beispiel war die falsche Behauptung von ChatGPT, dass zwischen dem antiviralen Medikament Paxlovid und dem blutdrucksenkenden Medikament Verapamil keine Wechselwirkungen bestehen. Tatsächlich kann die Kombination dieser Medikamente zu einem übermäßigen Blutdruckabfall führen und somit ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen. Dieser Fehler ist besonders besorgniserregend, da vielen Nutzern die Datenbeschränkungen von ChatGPT möglicherweise nicht bewusst sind, was potenziell schädliche Folgen haben kann.

Auswirkungen von KI im Gesundheitswesen

Die Studienergebnisse sind angesichts der Popularität und weiten Verbreitung von ChatGPT von entscheidender Bedeutung. ChatGPT wurde 2022 eingeführt und entwickelte sich rasant zu einer der am schnellsten wachsenden Internetanwendungen für Endverbraucher. Allein im Oktober verzeichnete die App weltweit rund 1,7 Milliarden Besuche. Die kostenlose Version ist jedoch auf Daten bis September 2021 beschränkt und berücksichtigt daher möglicherweise nicht die neuesten medizinischen Entwicklungen und Innovationen.

Obwohl die kostenpflichtige Version von ChatGPT mittlerweile auch Echtzeit-Internetnutzung ermöglicht, konzentrierte sich die Studie primär auf die kostenlose Version, um die Erfahrungen der Allgemeinbevölkerung widerzuspiegeln. Die Forscher betonen, wie wichtig es ist, die Antworten von ChatGPT mit vertrauenswürdigen medizinischen Fachkräften oder verlässlichen medizinischen Quellen abzugleichen.

Diese Studie verdeutlicht eindrücklich die Grenzen von KI in sensiblen Bereichen wie dem Gesundheitswesen. Obwohl KI-Technologien wie ChatGPT hinsichtlich Zugänglichkeit und Komfort erhebliche Vorteile bieten, erfordert ihr aktueller Entwicklungsstand eine sorgfältige Prüfung, insbesondere im Hinblick auf Gesundheit und Wohlbefinden. Nutzern wird daher geraten, Informationen aus solchen Quellen mit Vorsicht zu behandeln und sich stets an qualifizierte medizinische Fachkräfte zu wenden.

Die Studie des College of Pharmacy der Long Island University ist ein wichtiger Weckruf hinsichtlich der Grenzen von KI im Gesundheitswesen, insbesondere bei der Bereitstellung präziser Arzneimittelinformationen. Da KI zunehmend in verschiedene Lebensbereiche Einzug hält, ist es unerlässlich, sich ihrer Grenzen bewusst zu bleiben und ihren Einsatz, insbesondere in kritischen Bereichen wie dem Gesundheitswesen, mit Bedacht und Vorsicht zu gestalten.

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Glory Kaburu

Glory Kaburu

Glory ist eine äußerst sachkundige Journalistin mit fundierten Kenntnissen im Umgang mit KI-Tools und -Forschung. Ihre Leidenschaft gilt der KI, und sie hat bereits mehrere Artikel zu diesem Thema verfasst. Sie hält sich stets über die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Deep Learning auf dem Laufenden und schreibt regelmäßig darüber.

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