CFTC schlägt neue Regeln vor, um Kundengelder im Derivatehandel zu schützen

- Die CFTC hat neue Regeln zum Schutz von Kundengeldern im Derivatehandel vorgeschlagen, inspiriert durch den Zusammenbruch von FTX im vergangenen Jahr.
- Der Vorschlag zielt darauf ab, zu verhindern, dass DCOs Kundengelder mit eigenen Mitteln vermischen, und stieß bei den Kommissaren auf gemischte Reaktionen.
- Die Regelung steht nun für öffentliches Feedback offen, und die Beteiligten werden Einfluss auf die Gestaltung der Branchenregulierungen nehmen können.
Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um den Kundenschutz in der Derivatehandelsbranche zu verbessern, als Reaktion auf Bedenken, die aus dem Zusammenbruch von FTX im vergangenen Jahr resultierten.
Die CFTC-Kommissare haben kürzlich für einen Vorschlag gestimmt, der Clearingorganisationen für Derivate (DCOs) daran hindern soll, Kundengelder mit ihren eigenen Mitteln zu vermischen.
Schutz der Kundengelder
Der vorgeschlagene Regel, der nun zur öffentlichen Kommentierung offen steht, zielt darauf ab, sicherzustellen, dass DCOs das Geld ihrer Kunden von ihren eigenen Mitteln trennen. Diese Maßnahme soll Situationen wie den Zusammenbruch von FTX verhindern, bei denen Milliarden von Dollar an Kundengeldern verloren gingen. Nach dem vorgeschlagenen Regel würden Kundengelder vor potenziellen Verlusten geschützt sein, wenn eine DCO eine Liquiditätskrise erlebt, wie zum Beispiel einen Anstieg der Auszahlungsanfragen an einer Krypto-Börse.
CFTC-Vorsitzender Rostin Behnam betonte die Bedeutung dieses Vorschlags und verwies auf die sich wandelnde Landschaft der Finanzmärkte, insbesondere im Krypto-Bereich. „Es ist ein wichtiger Vorschlag, weil ich denke, dass es viele offene Fragen zum politischen Risiko und zum Gesetz gibt“, erklärte Vorsitzender Behnam.
Der Zusammenbruch von FTX war ein bedeutender Motivator hinter dem Vorschlag der CFTC. Kommissarin Kristin Johnson äußerte starke Unterstützung für die Maßnahme und hob die verheerenden Auswirkungen hervor, die Verluste haben können, die Kunden erleiden könnten, wenn es keine Vorschriften gäbe, die die Vermischung von Kundengeldern verhindern.
Gemischte Reaktionen unter den Kommissaren
Während die meisten Kommissare für den Vorschlag stimmten, gab es innerhalb der Kommission unterschiedliche Meinungen. Kommissarin Summer Mersinger, eine der beiden abweichenden Stimmen, äußerte Bedenken bezüglich bestimmter Aspekte des Vorschlags. Sie schlug vor, mehr Zeit für die Überprüfung von Fragen zu benötigen, und forderte eine gründliche Kosten-Nutzen-Analyse.
Kommissarin Caroline Pham, die der Mehrheit zustimmte, aber eine konkurrierende Stimme abgab, wies darauf hin, dass die CFTC bereits umfangreiche Regeln zum Schutz der Kundengelder bei Futures Commission Merchants hat. Sie betonte die Wichtigkeit, Änderungen an bestehenden regulatorischen Rahmenwerken sorgfältig zu berücksichtigen.
Kommissarin Christy Goldsmith Romero, die andere abweichende Stimme, stellte Fragen dazu, wie der Vorschlag die tatsächlichen Krypto-Investoren beeinflussen würde, die eine Plattform nutzen. Sie äußerte Bedenken, dass die beteiligten Personen möglicherweise nicht vollständig verstehen würden, dass sie nicht über das gleiche Maß an Kundenschutz verfügen würden.
Die Zukunft vor uns
Der Vorschlag der CFTC markiert eine bedeutende Entwicklung in der Derivatehandelsbranche. Wenn er in Kraft tritt, würden DCOs verpflichtet, Schutzmaßnahmen zum Schutz der Kundengelder zu implementieren, wodurch das Risiko großer Verluste wie die im FTX-Fall gesehenen reduziert wird.
Der Vorschlag liegt nun zur öffentlichen Kommentierung auf, und Branchenbeteiligte, Experten und die Öffentlichkeit haben die Möglichkeit, ihre Meinungen und Bedenken zu äußern. Die CFTC wird diese Rückmeldungen voraussichtlich berücksichtigen, wenn sie den Regelungsprozess fortsetzt.
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Damilola Lawrence
Damilola Lawrence berichtet seit über 5 Jahren über Kryptomärkte und Technologie. Zuvor hat er Krypto-Einblicke und Analysen für TheShibMagazine, CryptoMode, Qweens Magazine und die Recording Academy geteilt, bevor er in den Web3-Bereich wechselte. Bei Cryptopolitan ist er Spezialist für Krypto-Preisschätzungen. Nach Abschluss seines Bachelorstudiums hat er sich einem Masterstudiengang in IT-Cybersicherheit an der Maria Curie-Skłodowska-Universität gewidmet.
















