Die Zentralbanker verließen Jackson Hole ohne einfache Antworten

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Jerome Powell deutete eine mögliche Zinssenkung im September an, räumte aber ein, dass die Fed vor einer „herausfordernden Situation“ stehe
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Die Fed-Beamten sind sich uneins über die Inflation, die schwache Beschäftigungslage und die Frage, ob die Zinsen jetzt gesenkt oder abgewartet werden sollen.
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Trump drohte damit, Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen, und übt weiterhin Druck auf die US-Notenbank aus, die Zinsen zu senken.
Der Jackson Hole-Gipfel 2025 endete in völliger Ungewissheit. Die Spitzenbeamten der US-Notenbank trafen sich letzte Woche in Wyoming, und niemand reiste mit einem klaren Plan ab.
Laut Bloomberg deutete Jerome Powell in seiner Rede am Freitag eine mögliche Zinssenkung im September an. Eine Entscheidung fiel jedoch noch nicht. Die Meinungen gehen auseinander. Die Inflation steigt, die Beschäftigungslage verschlechtert sich. Und der Druck aus dem Weißen Haus steht nun im Vordergrund.
Powell sagte, die Fed stehe vor einer „herausfordernden Situation“. Das war kein Scherz. Das Inflationsziel der Zentralbank von 2 % wird weiterhin verfehlt, und aktuelle Zahlen deuten auf steigende Preise hin. Gleichzeitig gerät der Arbeitsmarkt unter Druck. Die Einstellungszahlen sind im Sommer deutlich zurückgegangen.
Während die Arbeitslosigkeit weiterhin niedrig ist, sinken sowohl Angebot als auch Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Powell bezeichnete die aktuelle Arbeitsmarktlage als „merkwürdig“ und fügte hinzu, dass unklar sei, wie sich die Dinge weiterentwickeln werden.
Streit bei der Fed über den Zinspfad und politische Spannungen
Die Spaltung innerhalb der Fed trat während der Konferenz deutlicher hervor. Einige Mitglieder wollen die Zinsen senken, andere befürchten, es sei zu früh. Derdent der Chicagoer Fed, Austan Goolsbee, sagte, die größte Herausforderung bestehe darin, „in Übergangsphasen den richtigen Zeitpunkt zu finden“
Und derzeit herrscht Uneinigkeit über den Zeitpunkt. Bei der Sitzung im Juli stimmten zwei Fed-Gouverneure dagegen, als die Zinsen unverändert blieben. Sollte es im September zu einer Zinssenkung kommen, könnten weitere Gegenstimmen folgen.
Powell wirkte nichtdent. Seine diesjährige Rede fiel schwächer aus als die des Vorjahres, als die Unterstützung für sofortige Zinssenkungen nochtronwar. Damals schien die Inflation nachzulassen. Das hat sich geändert. Die Zölle treiben die Preise nun spürbar in die Höhe, und es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Inflation auf Produkte und Dienstleistungen ausweitet, die nicht direkt von diesen Zöllen betroffen sind.
Ein weiteres Detail kam ans Licht: Powell stellte einen überarbeiteten politischen Rahmen vor. Die Fed hat ihren internen Leitfaden zur Bekämpfung von Inflation und zur Sicherung des Arbeitsmarktes aktualisiert. Die letzte, während der Pandemie erstellte Version konzentrierte sich zu stark auf niedrige Inflation.
Dieser Schritt ist anders. Er lenkt die Aufmerksamkeit der Fed zurück auf ihre Kernziele: Vollbeschäftigung und Preisstabilität. Carolin Pflueger, außerordentliche Professorin an der Harris School of Public Policy der Universität Chicago, erklärte, Powells Fokus sei klar: „Seine Aufgabe ist die Bekämpfung von Inflation und Arbeitslosigkeit, und das lässt sich nur mit einer unabhängigendent erreichen.“
Die Spannungen nehmen zu, da Trump die US-Notenbank ins Visier nimmt
Die Spannungen in Jackson Hole betrafen nicht nur politische Inhalte, sondern auch die Politik.dent Donald Trump nutzte den Freitagmorgen, um die Gouverneurin der US-Notenbank, Lisa Cook, anzugreifen. Er forderte ihren Rücktritt oder ihre Entlassung aufgrund von Vorwürfen im Zusammenhang mit Hypothekenbetrug.
Trump übte massiven Druck auf die US-Notenbank aus, die Zinsen zu senken, und sein Vorgehen gegen Cook war Teil dieser Kampagne. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Veranstaltung waren so streng wie seit Jahren nicht mehr. Bewaffnete Beamte der Bundespolizei, der US-Parkpolizei und des örtlichen Sheriffs patrouillierten auf dem Gelände der Lodge.
Am Freitag mussten sie James Fishback, einen bekannten Trump-Unterstützer und Kritiker der US-Notenbank, aus dem Gebäude eskortieren. Fishback hatte Cook in der Lobby angeschrien und Antworten zu den Betrugsvorwürfen gefordert.
Die politischen Spannungen blieben nicht unbemerkt. Die Harvard-Ökonomin Karen Dynan, eine regelmäßige Teilnehmerin des Symposiums, sagte, die Anwesenden hätten während der offiziellen Sitzungen weitgehend vermieden, über Politik zu sprechen. Doch beim Kaffeetrinken und Essen kam das Thema immer wieder zur Sprache. Sie betonte, dass ernsthafte wirtschaftliche Fragen mehr als nur ein Bauchgefühl erforderten
„Das sind keine Probleme, die man durch Nachdenken über die eigene Intuition oder durch Gespräche mit einem kleinen Bekanntenkreis lösen kann. Man braucht wirklich diese Art von Expertise.“
Internationale Gäste reagierten prompt auf Powells Rede. Der Eurokurs stieg unmittelbar danach um 1 % gegenüber dem Dollar. Das verschärfte die Lage in Europa, wo die Inflation im nächsten Jahr ohnehin auf 1,6 % sinken soll.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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