Der stellvertretende Gouverneur der iranischen Zentralbank, Nasser Hakimi, hat die Bevölkerung gewarnt, dass die iranische Regierung zwar das Mining von Kryptowährungen innerhalb ihrer Jurisdiktion toleriert, den Handel oder Verkauf dieser Vermögenswerte jedoch in keiner Weise duldet.
Hakimi schilderte die wichtigsten Probleme im Zusammenhang mit Kryptowährungen und erwähnte dabei unter anderem Terrorismusfinanzierung und Geldwäschefälle, die es Kriminellen ermöglichen, Gelder illegal aus dem Land zu schaffen.
Der Iran stellt in Bezug auf Kryptowährungen einen Sonderfall dar. Die Regulierung und Kontrolle von Unternehmen, die sich mit Krypto-Mining befassen, scheint relativ einfach zu sein, doch die Übertragung dieser Vermögenswerte an die lokale Bevölkerung unterliegt einem strikten Verbot.
Das Argument, Terroristen würden Kryptowährungen als Finanzmittel nutzen, wurde schon oft widerlegt, indem darauf hingewiesen wurde, dass nur 0,001 % aller Kryptowährungen von Terrorgruppen verwendet werden.
Obwohl die Behörden sagen, dass die 0,001 % immer noch ein Problem darstellen, ist es wichtig zu überlegen, woher die anderen 99,999 % kommen, da es sich dabei in der Regel um Fiatgeld handelt.
Dennoch hat sich Irans Verhältnis zu Kryptowährungen in den letzten Wochen verschlechtert, da der Energieminister auch darauf hingewiesen hat, wie Krypto-Miner die Politik des Landes im Bereich der Energiezahlungen ausnutzen.
Der Iran subventioniert den Energieverbrauch seiner Bürger, sodass diese nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten tragen, während der Rest vom Staat übernommen wird. Kryptowährungs-Mining-Unternehmen profitieren von diesen Subventionen, da sie ihre Verluste dadurch effektiv halbieren können.
Dass sich ein weiterer Offizieller negativ über Kryptowährungen äußert, ist eine weitere Gefahr, die die Krypto-Unternehmen im Iran in Betracht ziehen müssen, obwohl Hakimi ausdrücklich zwischen Mining und Handel unterschieden hat.
Iranische Zentralbank hat eine Abneigung gegen Kryptowährungen