Können CBDCs und Krypto-Ideale nebeneinander existieren?

CBDCs sind ein Widerspruch in sich, da sie den eigentlichen Idealen von Kryptowährungen zu widersprechen scheinen. Kryptowährungen gewinnen tracweltweit an Bedeutung. Ihre Akzeptanz im Mainstream steigt täglich, und auch die Anwendungsfälle im Alltag nehmen zu. Ob grenzüberschreitende Geldtransfers oder anonyme, datenschutzorientierte Zahlungen – Kryptowährungen werden immer mehr Teil des allgemeinen Bewusstseins. nun Zentralbanken von diesem Krypto-Trend profitieren.
Und jeder weiß: Wenn Zentralbanken in den Markt einsteigen, dann richtig! Aber ist Krypto das richtige Feld für Zentralbanken? Ist Kryptowährung nicht gerade deshalb dezentrales Denken? Nun, die steigende Zahl von Zentralbanken, die um die Schaffung einer zentral kontrollierten digitalen Währung wetteifern, lässt einen das Gegenteil vermuten.
(Thread) In einem Interview mit dem Magazindent @Challenges sprach @Lagarde über Themen wie einen neuen Politikmix für Europa, die Notwendigkeit, die EZB bürgernäher zu gestalten, den Klimawandel, niedrige Zinsen und Kryptowährungen. https://t.co/FrL73jgplO (EN) https://t.co/x8tRS3Ov79 (FR) pic.twitter.com/sJv6zuM5bl
— Europäische Zentralbank (@ecb) 8. Januar 2020
Die grundlegenden Ideale von Privatsphäre, Anonymität und Freiheit, die nach der Rezession von 2008 zur Entstehung von Kryptowährungen führten, scheinen im Widerspruch zum Konzept der digitalen Zentralbankwährung (CBDC) zu stehen.
CBDCs kommen, ob Krypto-Fans es nun mögen oder nicht.
Von Frankreich bis China wird derzeit an der Einführung digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) geforscht und entwickelt. Diese Finanzinstrumente mögen zwar technisch gesehen Kryptowährungen darstellen, doch ihnen fehlt eindeutig die Privatsphäre,dentso viele Menschen an der Kryptowelt fasziniert hat. Die Grundideen von Kryptowährungen werden durch diese CBDCs untergraben.
Lex Sokolin von ConsenSys erklärt, dass der Erfolg von Kryptowährungen die Zentralbanken dazu ermutigt hat, eigene Kryptowährungen zu entwickeln. Die Experimente mit digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) im Finanzökosystem tragen Früchte, da sich viele Zentralbanken in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien befinden. Mit Bitcoin als Maßstab setzen die meisten Zentralbanken alles daran,tronKryptowährungen einzuführen, die dem jeweiligen Markt zugutekommen.
Autoritäre Regime betrachten Kryptowährungen anders
Ob chinesischer digitaler Yuan oder Facebook Libra – an Motivation mangelt es nicht. Die Coronavirus-Pandemie hat diesen Trend offenbar noch beschleunigt, da Zentralbanken künftig wohl eine ganzheitlichere digitale Wirtschaft fördern werden. der Rückgang der cash spricht für digitale Währungen.
Bislang haben Zentralbanken nicht signalisiert, dass Kryptowährungen mit der Absicht entwickelt werden, Bargeld zu ersetzen cashDie COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass Regierungen Situationen schnell ausnutzen können, um die Privatsphäre ihrer Bürger zu untergraben. Daher müssen Kryptowährungsprogramme autoritärer Regierungen unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden. Eine schleichende staatliche Überwachung kann dazu führen, dass das Kernprinzip von Kryptowährungen – die Anonymität – nicht in digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) umgesetzt wird.
CBDCs und Bitcoin haben außer der Technologie nicht viel gemeinsam.
Ein weiterer Faktor, der zeigt, dass CBDCs den Idealen von Kryptowährungen nicht gerecht werden, ist ihre unterschiedliche Implementierung in verschiedenen Wirtschaftssektoren. Der Einzelhandel mag sie anders wahrnehmen als der Zahlungsverkehr. Verwahrung und Abwicklung sind weitere wichtige Aspekte, die Datenschutz erfordern.
Da die Entwicklung von CBDCs rasant voranschreitet, müssen Regierungen bedenken, dass Krypto-Fans von einer zentral kontrollierten virtuellen Währung wenig begeistert sein werden. Solange Zentralbanken ihre Bürger nicht zur Nutzung von Kryptowährungen zwingen, ist nicht zu erwarten, dass diese freiwillig auf ihre finanzielle Freiheit verzichten.
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Gurpreet Thind
Gurpreet Thind absolviert einen Master in Elektrotechnik an der Universität Ottawa. Seine Forschungsinteressen umfassen Informationstechnologie, Programmiersprachen und Kryptowährungen. Mit besonderem Interesse an Blockchain-basierten Architekturen untersucht er die gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Währungen als Finanzsystem der Zukunft. Er begeistert sich für das Erlernen neuer Sprachen, Kulturen und sozialer Medien.
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