BYD-Absatz im Mai erreicht nach deutlichen Preissenkungen Höchststand für 2025

- BYD verkaufte im Mai 2025 382.476 Fahrzeuge, nachdem die Preise um bis zu 34 % gesenkt worden waren.
- BYD konnte zum zweiten Mal seit Anfang 2024 die Verkäufe von Elektrofahrzeugen gegenüber den Hybridmodellen übertreffen.
- Der chinesische Automobilkonzern warnte davor, dass Rabatte schädliche Preiskriege auslösen könnten.
BYD verkaufte im Mai mehr Autos als in jedem anderen Monat dieses Jahres und erreichte 382.476 Fahrzeugverkäufe, nachdem die Preise in den letzten Tagen des Monats um bis zu 34 % gesenkt worden waren, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte.
Von den insgesamt verkauften Fahrzeugen waren 376.930 Pkw. 204.369 davon waren vollelektrisch, während 172.561 Plug-in-Hybride waren – erst zum zweiten Mal seit Anfang 2024 übertrafen die Elektroverkäufe die der Hybride. Das Jahresziel des Unternehmens liegt bei 5,5 Millionen Fahrzeugen, und bis Ende Mai wurden bereits 1,76 Millionen Einheiten verkauft.
Diese Zahlen entstanden nicht isoliert. Die massiven Rabatte Ende Mai trieben nicht nur die Kunden in Scharen zu den Autohäusern, sondern ließen auch die Aktien von BYD und anderen Elektroautoherstellern rapide abstürzen. Autohersteller, die ihre Preise nicht gesenkt hatten, sahen sich plötzlich dazu gezwungen.
Das löste heftige Reaktionen aus. Der chinesische Automobilherstellerverband (CAAM) warnte am Samstag: „Unkontrollierte Preiskämpfe verschärfen den ruinösen Wettbewerb und drücken die Gewinnmargen der Unternehmen weiter.“ Der Verband nannte zwar niemanden namentlich, aber das war offensichtlich. Es war eine klare Reaktion auf BYD.
Die Industrie reagiert auf das Rabattchaos
Nach den Preissenkungen explodierte der Kundenverkehr in den BYD-Autohäusern. Analysten von Citi Research schätzten, dass die Besuche bei den Händlern im Vergleich zur Vorwoche um 30 bis 40 Prozent zunahmen. Die Kunden warteten nicht auf weitere Preissenkungen. Sie kamen schnell und kauften.
Das Unternehmen äußerte sich nicht dazu, welche Auswirkungen die Preissenkungen auf die Margen oder die langfristigen Gewinne haben würden, doch die Reaktion von Branchenvertretern und Marktanalysten ließ nicht lange auf sich warten. Alle anderen Anbieter im Bereich der Elektrofahrzeuge senkten entweder ihre Preise oder gerieten ins Hintertreffen.
Während BYDs Erfolg im Inland die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zog, war das Unternehmen auch in Europa aktiv. Im April erreichten chinesische Autohersteller, allen voran BYD, einen Marktanteil von 8,9 % am europäischen Markt für Elektrofahrzeuge – den höchsten Wert seit neun Monaten. Dieser Aufschwung erfolgte, nachdem die Europäische Union im November 2024 Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge eingeführt hatte.
Die Zölle bremsten das Wachstum kurzzeitig, doch die Wirkung hielt nicht an. In den letzten zwei Monaten haben chinesische Marken ein fulminantes Comeback gefeiert. Analysten von Dataforce bestätigten diese Entwicklung und stellten eintronWachstum sowohl bei Elektro- als auch bei Hybridfahrzeugen chinesischer Hersteller fest.
Julian Litzinger, Analyst bei Dataforce, sagte: „Die chinesischen Marken haben sich erfolgreich an die neuen Marktbedingungen angepasst.“ Er wies darauf hin, dass der sprunghafte Anstieg der Hybridverkäufe dazu beigetragen habe, die Gesamtleistung in Europa zu steigern.
Chinesische Hybridmodelle steigen, während MG sich neu ausrichtet
Chinesische Hybridfahrzeuge erobern zunehmend den europäischen Markt. Im vergangenen Monat machten sie 7,6 % aller Hybridauto-Verkäufe aus, verglichen mit unter 1 % im Vorjahr. BYD spielt dabei eine zentrale Rolle.
Das Unternehmen übertrifft nicht nur Konkurrenten wie Tesla im Absatz, sondern treibt auch die Entwicklung von Hybridmodellen voran, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Obwohl Elektrofahrzeuge weiterhin den Kern des Wachstums bilden, erkennt das Unternehmen klar die Notwendigkeit, sein Portfolio zu diversifizieren. Diese Strategie trägt nun Früchte.
Ein Konkurrent, der schnell reagieren musste, ist MG, ehemals die führende chinesische Elektroautomarke in Europa. Die Marke, die zu SAIC Motor Corp. gehört, wurde von den EU-Zöllen, die mittlerweile über 45 % auf Elektrofahrzeuge betragen, hart getroffen. Selbst in Norwegen und Großbritannien – wo diese Zölle nicht gelten – sind die Verkaufszahlen von MG-Elektrofahrzeugen gesunken.
Die Marke setzt nun voll auf Hybridfahrzeuge und versucht so, Käufer in Ländern zu erreichen, die aufgrund von Zöllen nicht zugänglich sind. Felipe Munoz, Analyst bei Jato Dynamics, erklärte, MG konzentriere sich aktuell auf den Crossover ZS und den Kleinwagen MG3 – beides benzinbetriebene Modelle, die sich gut verkaufen.
Munoz fügte hinzu: „Der Fokus liegt jetzt nicht mehr nur auf Elektroautos, sondern auch auf anderen Antriebsarten.“
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