Broadcom unternimmt einen Versuch, Nvidia mit einem neuen Netzwerkchip vom Thron zu stoßen

- Broadcom bringt „Thor Ultra“ auf den Markt, um Hunderttausende von KI-Chips in Rechenzentren zu vernetzen.
- Die Produkteinführung hat die Rivalität mit Nvidia, dem Marktführer im Bereich KI-Beschleuniger und Netzwerktechnologie, weiter verschärft.
- Der KI-Boom treibt das Wachstum von Broadcom an, das Unternehmen rechnet bis 2027 mit einem potenziellen Marktanteil von bis zu 90 Milliarden US-Dollar.
Der Wettbewerb zwischen Nvidia und Broadcom hat sich mit Broadcoms kürzlich erfolgter Markteinführung des Thor Ultra-Chips verschärft. Broadcoms neuer Hochleistungschip ermöglicht es Unternehmen, ihre eigene KI-Infrastruktur aufzubauen.
Der Thor Ultra Chip ermöglicht es Betreibern von Rechenzentren und KI-Infrastrukturen, deutlich mehr Prozessoren als frühere Generationen zu nutzen und so die Entwicklung größerer und komplexerer KI-Modelle zu ermöglichen, wie sie beispielsweise in OpenAIs ChatGPT zum Einsatz kommen.
Broadcom bringt Thor Ultra auf den Markt
Broadcom Inc. hat einen neuen Netzwerkchip namens Thor Ultra auf den Markt gebracht, der Unternehmen beim Aufbau groß angelegter KI-Computersysteme unterstützen soll, indem er Hunderttausende von Prozessoren miteinander verbindet, die datenintensive Aufgaben bewältigen.
Die Ingenieure von Broadcom, die in den Testlaboren für Netzwerkchips in San Jose arbeiten, unterziehen den Chip Berichten zufolge umfangreichen Tests, um Energieeffizienz, Wärmeableitung und Datendurchsatz vor der Markteinführung zu bewerten. Sie arbeiten außerdem eng mit den Hardware-Teams zusammen, um Gehäuse, Leistungsbedarf und Kühllösungen für die Chips festzulegen.
Der Senior Vicedentdes Unternehmens, Ram Velaga, sprach über die entscheidende Rolle der Vernetzung bei KI-Workloads.
„Netzwerke spielen eine extrem wichtige Rolle beim Aufbau dieser großen Cluster“, sagte. Velaga fügte hinzu, es sei nicht überraschend, dass Unternehmen im GPU-Geschäft, wie beispielsweise Nvidia, ihren Fokus ebenfalls auf Netzwerktechnologien ausweiten.
Im Gegensatz zu Nvidia konzentriert sich Broadcom auf die Entwicklung und Produktion von Hochleistungschips und Referenzsystemen, die Kunden zum Aufbau ihrer eigenen Infrastruktur nutzen können. Das Unternehmen bietet Designs für Komponenten und Testsysteme an und stellt Rechenzentrumsbetreibern Baupläne für den Aufbau robuster KI-Netzwerkframeworks zur Verfügung.
Der neue Chip stärkt Broadcoms bereits bedeutende Position im Bereich KI-Rechenzentren. Am Montag gab das Unternehmen bekannt, dass Broadcom einen Vertrag zur Produktion von 10 Gigawatt kundenspezifischer Chips für OpenAI unterzeichnet hat. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.
Nvidia steht im KI-Markt im Wettbewerb
Künstliche Intelligenz (KI) ist zu einem zentralen Bestandteil der langfristigen Strategie von Broadcom geworden. Unternehmenschef Hock Tan schätzte Ende letzten Jahres, dass der Gesamtwert der KI-bezogenen Produkte von Broadcom, darunter Netzwerkchips und kundenspezifische Rechenzentrumsprozessoren, bis 2027 zwischen 60 und 90 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.
Broadcoms Umsatz im Bereich KI erreichte im Geschäftsjahr 2024 12,2 Milliarden US-Dollar. Im September gab das Unternehmen bekannt, einen neuen, nicht namentlich genannten Kunden mit einem Auftragsvolumen von 10 Milliarden US-Dollar für seine kundenspezifischen KI-Chips gewonnen zu haben. Dies belegt die anhaltende Nachfrage nach Broadcom-Chips von Cloud-Anbietern, die ihr Portfolio über Nvidia hinaus diversifizieren möchten.
Broadcom arbeitete mit Google zusammen und entwickelte gemeinsam mehrere Generationen von Tensor Processing Units (TPUs), spezialisierten Chips zur Verarbeitung von KI-Workloads. Diese Kooperationen generierten Milliardenumsätze und etablierten Broadcom als wichtigen Zulieferer für große Rechenzentren.
Da die Branche um die Entwicklung größerer und schnellerer KI-Modelle wetteifert, gewinnen Netzwerkchips in der KI-Infrastruktur zunehmend an Bedeutung.
Für Nvidia stellt der Aufstieg von Thor Ultra eine neue Konkurrenz dar und wirft die Frage auf, ob das Unternehmen seine Führungsposition im Bereich KI-Computing behaupten kann.
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