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Der staatlich unterstützte bolivianische Energiekonzern YPFB wendet sich angesichts des schmerzhaften Dollarmangels Kryptowährungen zu

VonHannah CollymoreHannah Collymore
2 Minuten Lesezeit
Der staatlich unterstützte bolivianische Energiekonzern YPFB wendet sich angesichts des schmerzhaften Dollarmangels Kryptowährungen zu
  • Der bolivianische Staatsenergiekonzern plant, Energieimporte künftig mit Kryptowährung zu bezahlen.
  • Die heimische Gasproduktion im Land ist zurückgegangen, wodurch Energieimporte notwendig geworden sind.
  • Das staatliche Energieunternehmen YPFB hat ein System zur Abwicklung von Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten eingeführt.

Der bolivianische Staatskonzern Yacimientos Petrolíferos Fiscales Bolivianos (YPFB) hat angekündigt, Energieimporte künftig mit Kryptowährung abzuwickeln, da im Land derzeit ein Dollar-Mangel herrscht. Dieser Mangel ist auf die rückläufigen Erdgasexporte der letzten Jahre zurückzuführen. 

Bis Juni 2024 galt in Bolivien ein Verbot für Bitcoin . Damals begründete die Bank das Verbot mit der angeschlagenen bolivianischen Wirtschaft. Sie erklärte außerdem, das Verbot würde das Land an die Krypto-Regulierungen Lateinamerikas angleichen.  und andere Kryptowährungen durch die Zentralbank von Bolivien, die Banco Central de Bolivia

Das Verbot wurde aus einem einfacheren Grund aufgehoben – der weltweiten Akzeptanz von Kryptowährungen. Andere lateinamerikanische Länder wie El Salvador, Argentinien, Brasilien und Mexiko hatten die Verwendung von Kryptowährungen bereits eingeführt, bevor Bolivien nachzog. 

Da die Wirtschaft des Landes weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat und die Exporte zurückgegangen sind, wendet sich das Land erneut der Kryptowährung als Ausweg zu. 

Kryptowährung für Energie 

Laut Reutersgab ein Sprecher des staatlichen Energiekonzerns YPFB bekannt, dass ein System zur Verwendung von Kryptowährung für den Kauf von Treibstoffimporten eingerichtet wurde. 

Das Energieunternehmen gab außerdem bekannt, dass es die Genehmigung der Regierung erhalten habe, digitale Assets zur Deckung der Nachfrage einzusetzen.

Trotz der Zustimmung der Regierung hat YPFB bisher noch keine digitale Währung zum Kauf von Energieimporten eingesetzt, beabsichtigt dies aber laut einem Regierungssprecher. 

Bolivien holt im Hinblick auf die zunehmende Akzeptanz und Nutzung von Kryptowährungen und digitalen Vermögenswerten zu anderen südamerikanischen Ländern auf. Länder wie El Salvador und Argentinien integrieren digitale Vermögenswerte in ihre Finanzsysteme. 

Der argentinische Staatskonzern YPF stieg 2022 in das Krypto-Mining ein und liefert seitdem Strom für Mining-Aktivitäten. Gleichzeitig plant er, seine Krypto-Mining-Aktivitäten weiter auszubauen. 

Brasilien erließ im Dezember 2022 ein Gesetz zur Regulierung digitaler Vermögenswerte, das im Juni 2023 in Kraft trat. Ziel der Regulierung war die Legalisierung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel. 

Treibstoffknappheit in Bolivien 

Boliviens Wirtschaft ist stark von seinen reichen Bodenschätzendent . Hauptexportgut des Landes ist Erdgas, aber es exportiert auch Gold, Zink und Silber sowie andere Rohstoffe. 

Die bolivianischen Erdgasexporte hatten im Jahr 2023 einen Wert von 2,05 Milliarden US-Dollar. Auch wenn dies nach einer beeindruckenden Summe klingt, sind diese Zahlen satte 31 % niedriger als der Wert der bolivianischen Erdgasexporte aus dem Vorjahr , der bei rund 2,97 Milliarden US-Dollar lag. 

Im Einklang mit dem Abwärtstrend war der Wert der bolivianischen Erdgasexporte im Jahr 2021 höher als im Jahr 2022. Die bolivianischen Erdgasexporte werden typischerweise von Argentinien und Brasilien importiert. 

Im Laufe der Jahre hat das Land einen deutlichen Rückgang seiner Erdgasexporte erlebt und infolgedessen einen Rückgang seiner Devisenreserven hinnehmen müssen. 

Dieser Dollarmangel hat das Land handlungsunfähig gemacht, da es den US-Dollar für den Import von Waren, einschließlich Treibstoff, benötigt. 

Der Mangel an Dollar führte zu einer Treibstoffkrise im Land, und mittlerweile gehören lange Schlangen an den Tankstellen und vereinzelte Proteste zur Normalität.

Bolivien war aufgrund seiner großen Gasreserven ein Nettoenergieexporteur und nutzte seine natürlichen Ressourcen auch im Inland. Mit der sinkenden Produktion ist es jedoch mittlerweile auf Importe angewiesen, um seinen Energiebedarf zu decken.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Hannah Collymore

Hannah Collymore

Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.

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