Die japanische Zentralbank (BOJ) hält die Zinsen unverändert und verlangsamt den Abbau des Anleihekaufprogramms; der Yen legt nach Uedas Warnung vor Handelsrisiken leicht zu

- Die Bank von Japan beließ den Leitzins bei 0,5 % und bestätigte, dass sie die Anleihekäufe ab April 2026 verlangsamen wird.
- Gouverneur Kazuo Ueda warnte vor globalen Handelsrisiken, was zu einem leichten Anstieg des Yen gegenüber dem Dollar führte.
- dent Trump verließ den G7-Gipfel vorzeitig und warnte die Amerikaner, Teheran zu evakuieren, was die Unsicherheit an den Märkten weiter anheizte.
Die Bank of Japan (BOJ) beendete ihre Sitzung am Dienstag mit der Beibehaltung des kurzfristigen Zinssatzes von 0,5 %, genau dort, wo er seit März liegt.
Alle Mitglieder unterstützten die Forderung. Am laufenden Anleihenrückkaufprogramm, das bis März 2026 läuft, wurden keine Änderungen vorgenommen, die Zentralbank veröffentlichte jedoch einen neuen Fahrplan für das weitere Vorgehen.
Ab April 2026 wird sich das Tempo verlangsamen. Die monatlichen Anleihekäufe werden vierteljährlich um 200 Milliarden Yen reduziert und bis März 2027 schließlich auf 2 Billionen Yen pro Monat gesenkt.
Die Entscheidung zeigte, dass die japanische Zentralbank weiterhin einen vorsichtigen, behutsamen Ansatz bevorzugt. Während andere Zentralbanken weltweit die Notbremse ziehen oder sogar ihren Kurs ändern, fährt Japan vorsichtig, als säße es im dichten Nebel.
Uedas Warnung treibt den Yen leicht nach oben
Nach dem Treffen gab Kazuo Ueda, Gouverneur der Bank von Japan, eine Pressekonferenz in Tokio und erklärte, die Unsicherheit im Welthandel herrsche weiterhin. Diese Aussage reichte aus, um den Yen-Kurs zu bewegen. Er hatte bereits vor Uedas Rede geschwankt, legte aber nach seinen Ausführungen zu den Risiken leicht zu. Der Dollar hingegen blieb unverändert. Händler hatten die Entscheidung bereits eingepreist, doch Uedas Kommentare zum Thema Handel verstärkten die Wirkung.
Die Devisenmärkte reagierten ansonsten kaum. Der Eurokurs verharrte bei 1,1556 US-Dollar ohne größere Reaktion. Das Pfund Sterling gab leicht auf 1,3562 US-Dollar nach, nachdem Präsidentdent Trump ein Abkommen unterzeichnet hatte , das einige Zölle auf britische Waren senkt.
Doch nicht alles erholte sich – Stahlimporte sind weiterhin mit Zöllen belegt. Der australische Dollar, der oft als risikoreiche Anlage gilt, legte gegenüber dem US-Dollar um 0,22 % zu. Der US-Dollar-Index verharrte bei 98,18 Punkten und reagierte kaum darauf.
Ueda deutete keine neuen geldpolitischen Kursänderungen an. Er wies lediglich auf etwas hin, das Händlern bereits bekannt war: Angesichts der zunehmenden Spannungen auf den globalen Handelsrouten ist es schwierig, eine restriktivere Geldpolitik zu verfolgen. Die Bank of Japan (BOJ) braucht Handlungsspielraum, und Ueda lieferte ihr nun einen Grund dafür.
Märkte geben nach, da sich die Krise im Nahen Osten verschärft
Abseits von Japan wurden die Märkte durch neue Schlagzeilen über den Konflikt im Nahen Osten verunsichert. Die Kämpfe zwischen Iran und Israel haben sich diese Woche verschärft. Am Montagabend postete Trump über seinen Social-Media-Account „Truth“, dass „jeder Teheran sofort verlassen sollte“
Dieser Beitrag erschien kurz bevor er den G7-Gipfel in Kanada vorzeitig verließ. Trump erklärte Reportern, sein vorzeitiger Abgang habe „nichts mit einem Waffenstillstand zu tun. Es geht um viel mehr.“
Dies geschah, nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron behauptetdent, Trump habe einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran vorgeschlagen. Trump dementierte dies. Der Widerspruch sorgte für Verwirrung unter Diplomaten. Das G7-Treffen brachte kein eindeutiges Ergebnis, und Analysten zeigten sich wenig beeindruckt.
Jim Reid, ein Stratege der Deutschen Bank, fasste es in einer Notiz so zusammen: „Wir befinden uns alle in einer Art Schwebezustand, was die Frage betrifft, ob der Gipfel etwas Substanzielles hervorgebracht hat und ob Trump mit seinem Post und seinem vorzeitigen Abgang vom G7-Treffen auf neue Informationen anspielte.“
Die US-Aktienfutures reagierten alles andere als positiv. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average fielen um 191 Punkte bzw. 0,5 %. Auch die Futures auf den S&P 500 und die Nasdaq-100-tracgaben um 0,5 % nach. Niemand wollte in der unsicheren Lage investieren.
Energiehändler reagierten noch schneller. Angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten und Trumps Anstachelung der Lage schnellten die Ölpreise in die Höhe. Die Futures für West Texas Intermediate stiegen um 1,5 Prozent, Brent-Rohöl um 1,7 Prozent. Die Risikoaversion war weit verbreitet, und sichere Anlagen waren gefragt.
Trotz allem blieb die Bank of Japan (BOJ) ihrem Kurs treu. Sie wird vorerst weiterhin Anleihen kaufen, allerdings ab 2026 in kleineren Schritten pro Quartal. Bis dahin bleibt alles beim Alten. Die Inflation in Japan ist nicht so stark angestiegen wie in den USA oder Europa. Das verschafft ihr Zeit. Ob das so bleibt, ist eine ganz andere Frage. Doch im Moment lässt sich die BOJ Zeit.
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