Laut Matt Hougan, CIO von Bitwise, zeigt Kamala Harris' Erwähnung der Krypto-Regulierung für schwarze Männer, wie begierig Investoren darauf sind, einzusteigen, wenn sie auch nur den geringsten Hinweis auf regulatorische Klarheit sehen.
Ihre Erklärung, die zwar wenige Details enthielt, schaffte es dennoch, bei den Anlegern Begeisterung auszulösen und Milliarden von Dollar an Krypto-Vermögenswerten in Bewegung zu setzen.
Die Kryptomärkte reagierten heftig auf Harris' Kommentar. Bitcoin legte um mehr als 5 % zu, Ethereum um 7 %, und auch die Altcoins folgten diesem Trend. Dies war der größte Tagesanstieg seit fast zwei Monaten.
Darüber hinaus investierten Anleger am selben Tag 555 Millionen Dollar in Bitcoin -ETFs – der größte Zufluss seit vier Monaten.
Harris' Krypto-Aussage
Harris' Agenda umfasste die Möglichkeit für schwarze Männer, die digitale Vermögenswerte besitzen, von Finanzinnovationen zu profitieren. Mehr als 20 % der schwarzen Amerikaner haben Kryptowährungen besessen oder besitzen sie aktuell.
Hougan bezeichnete Harris' Aussage als einen „Rorschachtest“. Wer Kryptowährungen ablehnt, kann ihre Worte so interpretieren, dass sie im Namen des Anlegerschutzes strengere Regulierungen fordert.
Wer Kryptowährungen positiv gegenübersteht, sieht in ihr einen vielversprechenden Weg für die Branche, der regulatorische Klarheit verspricht. So oder so hat Harris die Botschaft vermittelt, dass Kryptowährungen wichtig sind. Hougan sagte :
„Ich bin nicht nah genug am Wahlkampfgeschehen dran, um genau zu wissen, was sie gemeint hat. Ich habe Leute erlebt, die behaupten, traczu haben, aber beide Seiten vertreten. Aus meiner Sicht kann man nur eines mit Sicherheit sagen: Die Aussage zeigt, dass Harris erkennt, dass Kryptowährungen für eine wichtige Bevölkerungsgruppe so relevant sind, dass sie sich die Zeit nimmt, sie anzusprechen.“
Harris gegen Trump: Auswirkungen auf Umfragen und Kryptowährungen
Dasdentbleibt eng. Viele Umfragen zeigen Harris und ihren Herausforderer Donald Trump Kopf an Kopf, nur drei Wochen vor der Wahl.
Eine Umfrage von NBC News ergab, dass beide Kandidaten bei den registrierten Wählern mit jeweils 48 % gleichauf liegen, während 4 % der Wähler noch unentschlossen sind.
Eine weitere Umfrage von Morning Consult ergab einen leichten Vorsprung für Harris mit vier Punkten vor Trump. Dieser Vorsprung hat sich jedoch im Vergleich zum Beginn des Wahlkampfs verringert. Trump konnte insbesondere in wichtigen Swing States Boden gutmachen.
Laut einer Harvard CAPS/Harris-Umfrage lag Harris bei 51 % und Trump bei 49 %. Auch eine YouGov/Economist-Umfrage ergab einen Vorsprung von 3 Punkten für Harris mit 47 % der Stimmen gegenüber Trumps 44 %.
Umfragen aus wichtigen Swing States zeichnen ein differenzierteres Bild. In Arizona führt Trump mit 68 % der Stimmen gegenüber Harris' 32 %. In Georgia liegt Trump mit 64 % zu 36 % vorn. In Pennsylvania führt Trump mit 57 %, während Harris mit 43 % zurückliegt.
Harris führt jedoch in Nevada mit 51 % gegenüber Trumps 49 %. In Michigan und Wisconsin bleibt das Rennen eng, wobei Trump leicht vorne liegt.
Umfragen in Michigan zeigen, dass Trump 54 % der Stimmen erhält, Harris hingegen 46 %, und in Wisconsin führt Trump mit 53 % gegenüber Harris mit 47 %.
Wettmärkte zeichnen ein anderes Bild als Umfragen. Auf der Blockchain-basierten Plattform Polymarket hat Trump eine 57,9%ige Gewinnchance, Harris hingegen nur 41,9%.
Andere Plattformen wie PredictIt geben Trump eine 54-prozentige Siegchance, während Harris mit etwa 45 Prozent deutlich dahinter liegt. Interessanterweise erwägen Berichten zufolge fast 10 Prozent der Republikaner, für Harris zu stimmen.

