Die Hashrate von Bitcoinstieg innerhalb eines Tages um 30 %, als die Miner wieder online gingen

- Bitcoin -Mining fiel innerhalb eines Tages um bis zu 20 %, erholte sich dann aber wieder und erreichte fast ein Allzeithoch.
- Der Rückgang folgte auf Angriffe gegen den Iran und darauffolgende Vergeltungsmaßnahmen, was zu Spekulationen über Angriffe auf lokale Rechenzentren führte.
- Die Hitzewelle in den USA dürfte der Hauptgrund für die vorübergehende Stilllegung von Bergbauanlagen sein.
Das Bitcoin Netzwerk zeigte in den vergangenen Wochen eine ungewöhnliche Entwicklung: Die Hashrate sank auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Innerhalb des letzten Tages stieg die Mining-Kapazität jedoch sprunghaft um über 30 %, da die Miner wieder online gingen.
Die Hashrate Bitcoin -Netzwerks liegt wieder nahe ihrem Allzeithoch bei über 1000 EH/s. Erst vor einem Tag verzeichnete das Netzwerk einen Abfluss von Mining-Kapazität, wodurch die Gesamt-Hashrate auf rund 660 EH/s sank – ein Niveau, das seit Sommer 2024 nicht mehr erreicht wurde.

Der jüngste Rückgang der Hashrate war ebenfalls relativ stark und fiel zeitlich mit den US-Angriffen auf den Iran und den darauf folgenden Vergeltungsmaßnahmen zusammen. Dies veranlasste einige Kommentatoren zu der Annahme, dass ein Teil der Hashrate aufgrund von Präventivmaßnahmen für regionale Rechenzentren ausgefallen sei.
Die Erholung der Bitcoin-Hashrate fiel mit einem Preisanstieg zusammen, der durch eine Mischung aus Spotnachfrage und risikoreichem Derivatehandel getrieben wurde. Bitcoin stieg kurzzeitig wieder über 108.000 US-Dollar, fiel später aber wieder in den Bereich um 107.000 US-Dollar zurück.
Den verfügbaren Daten zufolge ist der Iran ein aktiver Bitcoin-Miner, erreicht aber in Spitzenzeiten nur etwa 4 % der Hashrate des Netzwerks. Aktuell verfügt der Iran über 0,12 % der Netzwerkkapazität, während die USA mit über 37 % Mining weiterhin führend sind. Diese Aktivitäten werden häufig von Konzernen und spezialisierten Rechenzentren durchgeführt.
Durch Hitzewelle sinkt Hashrate?
Eine der Erklärungen für den jüngsten Rückgang der Mining-Kapazität war eine Hitzewelle, die insbesondere Teile der USA traf. Dies führte aufgrund der Kosten und des Aufwands für die Kühlung zur vorübergehenden Abschaltung von Rechenzentren.
Die texanischen Rechenzentren, die am stärksten von der Hitzewelle betroffen sind, verfügen bereits über eine hohe Leistungsfähigkeit und einen großen Einfluss. Die saisonalen Schwankungen waren bereits in früheren Zyklen erkennbar. Der aktuelle, starke Rückgang der Hashrate könnte kurzfristig mit dem Bau noch größerer Mining-Anlagen zusammenhängen.
Das Bitcoin -Mining kann in verschiedenen Regionen auch von Wasserkraft abhängen, deren Verfügbarkeit im Sommer abnimmt. Bitcoin Mining wird zudem häufig zur Stabilisierung von Stromnetzen oder zum Ausgleich von Produktionsüberschüssen eingesetzt, was zu scheinbar abrupten Abschaltungen führen kann.
Nicht die gesamte Mining-Kapazität wird sofort erfasst, und die Hashrate kann je nach Datenumfang variieren. Stand Juni 2025 führen 13 Länder den Mining-Wettbewerb an. Das Profil des Minings hat sich hin zu aktiv verwalteten Anlagen, gemietetem Mining und Big-Data-Zentren verlagert, was eine stärkere Koordinierung bei der Entscheidung über die Abschaltung von Kapazitäten erforderlich macht.
Der Bergbau wird nach der Verlangsamung im Juni einfacher
Im Juni Bitcoin sank die Schwierigkeit Preis für die Erzeugung von 1 BTC auf rund 98.000 US-Dollar geschätzt, was den Minern beim aktuellen Kurs einen potenziellen Gewinn ermöglicht.
Die nächste Schwierigkeitsanpassung wird am 29. Juni erwartet. Aufgrund des in den letzten zwei Wochen verlangsamten Minings könnte die Schwierigkeit um weitere 7,9 %. Miner werden ebenfalls versuchen, Einfluss auf die Schwierigkeit zu nehmen, da einige Mining-Pools dazu neigen, ihren Betrieb einzustellen, wenn ihre Produktionskosten ungünstig werden.
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Hristina Vasileva
Hristina Vasileva ist Expertin für DeFi, Wirtschaft und Finanznachrichten. Nach einem vierjährigen Bachelor-Studium in Betriebswirtschaft, Journalismus und Massenkommunikation absolvierte sie ein Masterstudium in Philosophie an der Universität Sofia. Sie arbeitete für eine der führenden Zeitungen des Landes und berichtete über Rohstoffe und Unternehmensergebnisse. Derzeit ist Hristina als freie Autorin für Cryptopolitantätig.
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