Die Bitcoin -Welt gleicht derzeit einer Achterbahnfahrt im Vergnügungspark – doch nicht jeder genießt diese Fahrt. Im Krypto-Bereich sorgten die neuen US-amerikanischen Spot-ETFs für Bitcoinfür großes Aufsehen. Doch Grund zum Jubeln gibt es noch nicht. Seit ihrem Start Anfang Januar hat Bitcoin nicht den erwarteten Erfolg gefeiert. Stattdessen ging es steil bergab mit einem Kursverlust von rund 20 % auf etwa 39.000 US-Dollar. Dieser Einbruch ist mehr als nur eine Zahl; er ist ein harter Schlag ins Gesicht für Anleger, die große Hoffnungen in diese ETFs gesetzt hatten.
Das Skeptizismus-Spektrum
Lasst uns den Nebel durchdringen und sehen, was wirklich passiert. Die Deutsche Bank, wahrlich kein unbedeutender Akteur im Finanzsektor, führte nach dem ETF-Launch eine Umfrage durch. Dabei wurden nicht einfach ein paar Leute aus der Nachbarschaft befragt; es handelte sich um einetronUmfrage unter 2.000 Personen in den USA, Großbritannien und Europa. Die Ergebnisse? Sagen wir mal so: keine Freude für Bitcoin Fans.
Mehr als ein Drittel der Befragtendent, Bitcoin bis Jahresende unter die 20.000-Dollar-Marke fallen könnte. Und falls Sie das schon düster fanden: Mehr als die Hälfte dieser Leute rechnet mit einem massiven Kryptowährungs-Crash innerhalb der nächsten Jahre.
Aber Moment mal, da ist noch mehr. Betrachtet man Bitcoingenauer, glauben etwa 39 % der Umfrageteilnehmer an dessen Fortbestand, während etwas mehr, nämlich 42 %, bereit sind, sich von ihm zu verabschieden. Was sagt uns das? Nun, zunächst einmal gibt es eine beträchtliche Anzahl von Menschen, die nicht vom Bitcoin Hype überzeugt sind. Und es geht nicht nur um Skepsis; viele dieser Ansichten sind wahrscheinlich durch Ereignisse wie den Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022 und die Maßnahmen der SEC gegen Binance und Coinbase geprägt.
Der ETF-Effekt und Marktbewegungen
Kommen wir nun zu den ETFs, die als Allheilmittel für Bitcoingalten. Sicher, sie boten Otto Normalverbraucher einen einfacheren Weg, in Bitcoin zu investieren, doch die Resonanz war eher verhalten. Selbst nachdem die SEC grünes Licht für gleich elf Bitcoin-Spot-ETFs gegeben hatte, verlief die Entwicklung nicht reibungslos. Am Starttag schoss Bitcoin zwar über 49.000 US-Dollar und sorgte für einen kurzen Höhenflug. Doch dieser war nur von kurzer Dauer. Schon bald pendelte sich der Kurs um die 43.000-Dollar-Marke ein und verlor an Schwung.
Heute notiert Bitcoin bei rund 39.000 US-Dollar. Und falls Sie denken, das sei nur ein vorübergehender Kursrückgang, hier eine Zahl, die Sie beunruhigt: Allein in den letzten 24 Stunden wurden Bitcoins im Wert von 332,83 Millionen US-Dollar liquidiert. Die größte Einzelliquidation? Sage und schreibe 5 Millionen US-Dollar bei Bybit. Das ist keine bloße Marktkorrektur, sondern ein Weckruf.
Und nicht nur Bitcoin gerät unter Druck. Der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) verzeichnete seit seiner Umwandlung in einen ETF Verkäufe im Wert von über 2 Milliarden US-Dollar. Der Markt sendet eine klare Botschaft: Das Vertrauen in den Markt schwindet, und die negativen Refinanzierungszinsen deuten auf einen Verkäufermarkt hin.
Nun wollen wir das Bild nicht allzu düster zeichnen. Die Kryptowelt nähert sich langsam aber sicher der Institutionalisierung. Traditionelle Finanzakteure wagen erste Schritte im Kryptomarkt und tragen so dazu bei, dass sich dieser Sektor zu einer etablierteren Anlageklasse entwickelt. Doch seien wir ehrlich: Der Weg zum Krypto-Erfolg ist mit Unsicherheiten und gelegentlichen, atemberaubenden Kursstürzen gepflastert.

