Bitcoin ( BTC ), die nach Marktkapitalisierung führende Kryptowährung der Welt, hat im Jahr 2022 ein signifikantes Comeback erlebt; ihr Preis ist seit dem 1. Januar um 70 % gestiegen.
Allerdings warnen einige Beobachter davor, dass die Rallye einen vorübergehenden Rückschlag erleiden könnte, falls der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, am Mittwoch keine erwartete Pause im Straffungszyklus signalisiert.
Möglicher Rückschlag inmitten taubenhafter Erwartungen
Die US-Notenbank Fed wird ihre jüngste Zinsentscheidung am Mittwoch um 14:00 Uhr ET (18:00 Uhr UTC) bekanntgeben. Powell wird 30 Minuten später eine Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung abhalten.
Händler erwarten laut dem CME FedWatch-Tool, dass die Zentralbank die Zinsen um 25 Basispunkte auf 5 % bis 5,25 % anheben wird. Dies würde das Ende des Straffungszyklus bedeuten, der Kryptowährungen im vergangenen Jahr belastet hat. Zudem wird erwartet, dass die Zinssenkungen im Juli beginnen.
Die Erwartungen an eine taubenhafte Geldpolitik haben sich aufgrund verschiedener Unsicherheiten verstärkt, darunter die Schuldenobergrenze, Rezessionsängste, regionale Bankenkrisen und spekulative Aktivitäten mit fallenden Kursen bei Bankaktien.
Sollte Powell diese Erwartungen nicht bestätigen, könnten die Renditen von Staatsanleihen und der US-Dollar steigen, was sich in der Vergangenheit negativ auf Bitcoinausgewirkt hat.
Risiko der Enttäuschung, falls Powell keine Überzeugung zeigt
Laut Dick Lo, Gründer und CEO von TDX Strategies, einem quantitativ orientierten Krypto-Handelsunternehmen, erwartet der Markt nach der aktuellen Zinserhöhung eine Pause.
Lo glaubt, dass Powell sich möglicherweise nicht defizu einer Zinspause äußern wird, was den Markt enttäuschen könnte. Seit Oktober 2022 zeigen die Märkte classic risikofreudiges Verhalten und erwarten vor allem eine Lockerung der Geldpolitik durch die Fed.
In diesem Zeitraum ist der Dollar-Index um mehr als 14 % gefallen, während der technologieorientierte Nasdaq-Index und Bitcoin um 25 % bzw. 50 % gestiegen sind.
Wie Lo warnt, könnte ein Mangel an Überzeugung seitens Powell bei der Andeutung einer Kursänderung eine Erholung des US-Dollars auslösen. Chris Weston, Forschungsleiter beim Devisenbroker Pepperstone, äußerte ähnliche Bedenken auf Twitter und merkte an, dass das Risiko offenbar eher auf der Seite einer restriktiven Geldpolitik liege.
Kurzlebige Dollar-Rallye und BitcoinAttraktivität als sicherer Hafen
Weston geht davon aus, dass ein Anstieg der Renditen und des Dollars nach der Sitzung die Probleme im Bankensektor zwar verschärfen könnte, aber wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein dürfte. Bitcoin hat sich inmitten der jüngsten Turbulenzen im Bankensektor gut behauptet und seinen Ruf als sicherer Hafen gefestigt.
Ungeachtet dessen, was Powell auf der Pressekonferenz nach dem Treffen sagt, erwarten einige Beobachter keine nachhaltige Dollar-Rallye.
Markus Thielen, Forschungs- und Strategiechef des Krypto-Dienstleisters Matrixport, glaubt, dass der US-Dollar wahrscheinlich nicht steigen wird, da die Erwartungen an eine letztendliche taubenhafte Wende der Fed bestehen bleiben werden, unabhängig davon, ob die Fed die Zinsen erneut anhebt oder eine weitere Erhöhung signalisiert.
Krypto-Experten glauben, dass Bitcoin Rallye ins Stocken geraten könnte, wenn Powell …