Bitcoin hinkt hinterher, während die Altcoins XRP, SOL und DOGE die Kryptomärkte dominieren

- Bitcoin legte um 2,9 % zu, aber XRP, Solanaund Dogecoin verzeichneten größere Kursbewegungen.
- Investoren strömen in Altcoins und hoffen auf einentronStart ins Jahr.
- Wichtige Daten deuten darauf hin, dass sich Bitcoin etwas beruhigt, der Bullenmarkt aber noch nicht vorbei ist.
Bitcoin wird von seinen agileren Konkurrenten in den Schatten gestellt. Heute stieg sein Kurs um 2,9 % auf ein Hoch von 97.526 US-Dollar. Ein respektables Ergebnis, das jedoch nicht mit dem rasanten Aufstieg der Altcoins mithalten kann.
XRP, Ethereumund Dogecoin legten um über 4 % zu, während Solana um 8,2 % in die Höhe schoss, sodass Bitcoin wie derjenige aussah, der sich noch die Schuhe bindet und an der Startlinie steht.
Investoren, die das Jahr mit einem Erfolgserlebnis beginnen wollen, setzen verstärkt auf Altcoins. Erfahrungsgemäß zeigen Kryptowährungen ihre Stärke im ersten Quartal, und auch dieses Jahr scheint keine Ausnahme zu sein.
Altcoins stehlen die Show
Auch die Krypto-Lieblinge der Wall Street profitieren vom Trend. Die Aktien von Coinbase stiegen um 5,6 %, MicroStrategy legte um 7,3 % zu und MARA Holding verzeichnete am ersten Handelstag des Jahres 2025 einen Kursanstieg von über 8 %. Dennoch haben die Kryptopreise ihre Höchststände vom Dezember noch nicht wieder erreicht, was sie für opportunistische Käufer zu einem echten Schnäppchen macht.
Analysten bezeichnen den aktuellen Altcoin-Anstieg als Wette auf die Langlebigkeit des Bullenmarktes. Die politischen Hintergründe dieses Aufschwungs dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Da Donald Trump bald sein Amt antritt, setzen viele Anleger auf ein kryptofreundliches Umfeld.
Altcoins, die zuvor die Aufmerksamkeit der SEC auf sich gezogen hatten, insbesondere XRP, erleben in der Hauptstadt einen regelrechten Boom. Trumps kryptofreundliche Kandidaten für Schlüsselpositionen stärken das Vertrauen in den Markt.
On-Chain-Daten deuten auf eine Abkühlungsphase hin
Bitcoin erlebte ein herausragendes Jahr 2024. Nachdem er kürzlich die Marke von 108.000 US-Dollar überschritten hatte, setzte eine Preiskorrektur ein, die bei vielen die Sorge auslöste, ob dieser Bullenzyklus in eine weitere längere Abkühlungsphase wie den sechsmonatigen Einbruch im vergangenen März abgleiten könnte.
Die Daten sprechen eine andere Sprache, doch die Händler bleiben dran. Bitcoinbereinigtes SOPR (Spent Output Profit Ratio), geglättet über sieben Tage, zeigt einen Abwärtstrend. Es liegt zwar über 1, aber sollte es darunter fallen, deuten historische Muster darauf hin, dass Bitcoin sich erholen könnte, da Verkäufe mit Verlusten Umkehrungen auslösen. Gewohnheiten in Bullenmärkten lassen sich nur schwer ändern.

Eine weitere wichtige Kennzahl ist der Miner Position Index (MPI). Miner, die üblicherweise Bitcoin im Zusammenhang mit Halving-Events oder Marktspitzen abstoßen, halten ihre Bestände derzeit stabil. Der ebenfalls über sieben Tage gemittelte MPI zeigt keine Anzeichen für einen massenhaften Verkauf von Coins. Stattdessen verkaufen sie lediglich so viel, wie zur Deckung ihrer Betriebskosten nötig ist, und behalten den Großteil ihrer Bitcoin in Reserve.
Die Transaktionsaktivität deutet ebenfalls auf eine Abkühlungsphase hin. Die Netzwerkgebühren, geglättet über einen Sieben-Tage-Durchschnitt, sinken, was auf weniger Aktivitäten in der Blockchain schließen lässt. Dies bedeutet lediglich, dass sich der Markt nach einer starken Phase kurzzeitig erholt. Auch die Finanzierungsraten sind negativ geworden, was bei einer weiteren Verschlechterung der Marktstimmung den Weg für eine erneute Erholung ebnen könnte.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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