Bitcoin hat einen schweren Schlag erlitten und ist laut Daten von CoinGecko zum ersten Mal seit dem 11. November unter 84.000 US-Dollar gefallen, womit die einst unaufhaltsame Rallye der Ur-Kryptowährung nach der Wahl abrupt zum Stillstand gekommen ist.
Der Markt reagiert auf den neuen Handelskrieg von US-dent Donald Trump mit der EU. Bitcoin profitierte in den letzten Wochen stark vom sogenannten „Trump-Effekt“

Das offene Interesse an Put-Optionen mit einem Ausübungspreis von 70.000 US-Dollar tron Daten der größten Krypto-Optionsbörse Deribit ist das offene Interesse an diesen 70.000-Dollar-Puts das zweithöchste aller Kontrakte, trac am 28. Februar auslaufen. Insgesamt hängen 4,9 Milliarden US-Dollar an offenem Interesse von diesem Verfall ab.
ETFs verlieren an Attraktivität
Andere wichtige Kryptowährungen wie Ether und Solanawurden jedoch noch stärker getroffen und verzeichneten Kursverluste zwischen 5 % und 8 %. Daten von Coinglass zeigen, dass in den letzten drei Tagen Long-Positionen im Wert von rund 2 Milliarden US-Dollar verloren gingen. Bitcoin Perpetual-Futures verzeichneten in diesem Zeitraum einen deutlichen Rückgang der Long-Positionen.
Ein weiterer Grund für den jüngsten Preisrückgang scheint die sinkende Nachfrage nach Bitcoin -ETFs zu sein, da die Abflüsse am Dienstag innerhalb eines Tages über eine Milliarde US-Dollar erreichten. Dies ist der größte Abfluss seit dem Start dieser Fonds im Januar des Vorjahres.
Auch Ethereum spürte den Druck, seine ETFs verzeichneten Abflüsse in Höhe von 130 Millionen US-Dollar. Die globalen Märkte stehen ebenfalls unter Druck, da die Rezessionsängste zunehmen.
Tatsächlich drehte der S&P 500, der zuvor am Tag um über 60 Punkte gestiegen war, abrupt ins Minus, wie Daten von S&P Global zeigen. Innerhalb von nur einer Stunde sank die Marktkapitalisierung um massive 500 Milliarden US-Dollar, da Händler ihre Positionen neu bewerteten.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel am Mittwoch im Handel unter die Rendite dreimonatiger Anleihen. Im Börsenjargon spricht man in diesem Fall von einer „inversen Zinskurve“, die in der Vergangenheit bei Abschwüngen über einen Zeitraum von 12 bis 18 Monaten als zuverlässiger Indikator für die Entwicklung des Pfund Sterling galt.
Diese Lücke ist nun aber fast verschwunden, was die Wahrscheinlichkeit einer Rezession deutlich erhöht. Die Entscheidung der US-Notenbank, die kurzfristigen Zinsen als Reaktion auf eine mögliche Konjunkturabschwächung zu senken, dürfte künftig ein entscheidender Faktor sein.
Diese Inversion ist zwar ein besorgniserregendes Zeichen, aber keine absolute Garantie für eine Rezession. Die letzte Inversion im Oktober 2022 führte erst nach fast zweieinhalb Jahren zu einer Rezession, daher besteht hier keine Gewissheit.
Während all dies geschieht, spiegeln Verbraucherumfragen eine wachsende Besorgnis über die wirtschaftlichen Aussichten wider. In der jüngsten Umfrage der Universität Michigan gabendentBefragten die höchsten langfristigen Inflationserwartungen seit 1995 an. Auch der Index für zukunftsorientierte Erwartungen des Conference Board fiel im Februar auf ein Niveau, das mit einer Rezession vereinbar ist.

