Zusammenfassung (TL;DR)
- Die Bank von England möchte eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) einführen, die eine klimaneutrale Wirtschaft fördern soll
- Bitcoin steht wegen seines hohen Energieverbrauchs in der Kritik
- CBDCs unterscheiden sich im Vergleich zu BTC sehr stark
Die Bank von England hat Bitcoinkritisiert und auf den offenbar hohen Energieverbrauch der Kryptowährung hingewiesen. Die britische Zentralbank kündigte jedoch an, weiterhin zu prüfen, ob das Land eine nationale digitale Währung einführen kann. Solche „nationalen digitalen Währungen“ gewinnen weltweit an Bedeutung, da verschiedene Zentralbanken Pläne zur Schaffung von CBDCs (Central Bank Digital Currencies) entwickeln, die als digitale Versionen von Fiatgeld dienen sollen.
Energieeffizienter als Bitcoin
Bitcoin in letzter Zeit wegen seines angeblich enormen Energieverbrauchs beim Mining stark in der Kritik. Einige, wie beispielsweise Elon Musk von Tesla, sehen darin negative Umweltauswirkungen. Erst kürzlich hat Tesla die Annahme von Bitcoin-Zahlungen für seine Produkte eingestellt. Elon Musk hat jedoch bestätigt, dass das Unternehmen Bitcoin wieder akzeptieren , sobald 50 % der Mining-Aktivitäten mit Ökostrom betrieben werden.
Um es klarzustellen: Ich glaubetronan Kryptowährungen, aber sie können keinen massiven Anstieg des Verbrauchs fossiler Brennstoffe, insbesondere Kohle, bewirken
— Elon Musk (@elonmusk) 13. Mai 2021
Laut Berichten der Bank of England (BoE) wird die Zentralbank weiterhin an digitalen Währungen forschen, um das beste Design für eine energieeffiziente digitale Zentralbankwährung (CBDC) zu entwickeln – eine, die Bitcoin hinsichtlich des Energieverbrauchs überlegen wäre. Die BoE strebt nach eigenen Angaben eine klimaneutrale Wirtschaft an.
BTC vs CBDCs
Bitcoin existiert seit einem Jahrzehnt und hat sich in vielen Wirtschaftssektoren etabliert und Akzeptanz gefunden. Sein wachsender Einfluss lässt manche glauben, dass er Gold eines Tages als bevorzugtes Wertaufbewahrungsmittel ablösen könnte. Andere sind überzeugt, dass er den US-Dollar bald als dominierende globale Reservewährung ersetzen wird. Bitcoin ist zudem ein dezentrales Finanzökosystem, das keiner einzelnen Instanz weitreichende Befugnisse einräumt – ein Merkmal, das ihn sehr vertrauenswürdig und sicher macht. Darüber hinaus ist das Bitcoin-Angebot begrenzt: Es wird nur 21 Millionen Coins geben. Dies macht ihn manipulationsresistent, und viele sehen in ihm die Antwort auf die zunehmende Inflation der Fiatwährungen.
CBDCs hingegen sind ausschließlich eine Schöpfung von Zentralbanken und unterliegen der Kontrolle von Regierungen. Sie sind zentralisiert. Ein Teil der Krypto-Community sieht im Aufstieg von CBDCs einen Versuch der Regierungen, ihre Kontrolle über das Finanzsystem wiederzuerlangen, da dezentrale Krypto-Ökosysteme wie Bitcoin ihren Einfluss schmälern. Genau wie bei Fiatgeld können Zentralbanken beliebig viele digitale Währungen erzeugen, was dennoch Inflation verursachen würde.

