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Bitcoin ist nach einer starken Erholung, bei der innerhalb weniger Minuten Krypto-Short-Positionen im Wert von rund 135 Millionen Dollar liquidiert wurden, wieder über 90.000 Dollar gesprungen.
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Nachdem Trump die neuen europäischen Zölle zurückgenommen und eine Einigung über den Grönlandkonflikt verkündet hatte, schossen die Aktienkurse in die Höhe. Dies trug dazu bei, dass Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq im Laufe des Handelstages um jeweils rund 1,5 % oder mehr zulegten.
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Gold und Silber gaben von ihren Allzeithochs nach, wobei Gold von seinem jüngsten Höchststand bei fast 4.850 US-Dollar auf rund 4.785 US-Dollar abrutschte und Silber von fast 94 US-Dollar auf etwa 91 US-Dollar zurückfiel.
Bitcoin notiert nach einer weiteren Liquidationswelle, die diesmal die Bären traf, wieder über 90.000 US-Dollar. In den letzten zehn Minuten wurden Short-Positionen im Wert von 135 Millionen US-Dollar vernichtet. Es ist das erste Mal seit dem Einbruch am Montag, Bitcoin wieder so hoch gehandelt wird.
Die Aktienkurse stiegen erneut, nachdem Donald Trump erklärte, die USA würden keine neuen Zölle auf europäische Waren erheben, und behauptete, eine Einigung im Grönland-Konflikt sei erzielt worden. Zuvor hatte er in Davos erklärt, den Einsatz militärischer Gewalt zur Annexion des Gebiets auszuschließen.
Der Dow Jones legte um 727 Punkte bzw. 1,5 % zu, während der S&P 500 und der Nasdaq um 1,5 % bzw. 1,7 % stiegen. Die Aktienkurse haben damit den Großteil der Wochenverluste wieder wettgemacht.
Doch die Gold- und Silberpreise fielen rapide. Gold notiert aktuell bei 4.785 US-Dollar, deutlich unter dem Allzeithoch von 4.850 US-Dollar vom heutigen Vormittag. Silber fiel auf 91 US-Dollar, nachdem es zuvor mit 94 US-Dollar ebenfalls ein Allzeithoch erreicht hatte.
Trotz des Rückgangs bleiben die Analystenprognosen optimistisch. Die London Bullion Market Association rechnet damit, dass der Goldpreis in diesem Jahr die 5.000-Dollar-Marke überschreiten wird. Zu den treibenden Faktoren zählen niedrigere US-Realrenditen, die anhaltende Lockerung der Geldpolitik der US-Notenbank und ein stetiger Ausstieg aus Dollar-Anlagen.
Julia Du von der ICBC Standard Bank prognostiziert einen Goldpreis von 7.150 US-Dollar. Daan Struyven von Goldman Sachs bezeichnet Gold als seine „überzeugendste Long-Position“ und erwartet bis Jahresende einen Kurs von 4.900 US-Dollar. Nicky Shiels von MKS PAMP sieht darin keine spekulative Höchstmarke, sondern prognostiziert einen Kurs von 5.400 US-Dollar bis Jahresende und fügt hinzu: „Dies ist ein langfristiger Trend … keine kurzfristige Preisentwicklung.“

