Zusammenfassung (TL;DR)
• Die globalen Bankenaufsichtsbehörden müssen ausreichend Kapital zur Deckung etwaiger Bitcoin Verluste bereitstellen.
• Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht setzt sich aus Aufsichtsbehörden der wichtigsten Finanzzentren der Welt zusammen.
Am Donnerstag schlugen Bankenaufsichtsbehörden eine neue, strenge Regel für Bitcoin . Dies könnte ein konservativer oder vorsichtiger Schritt sein, der die weitverbreitete Nutzung von Kryptowährungen durch größere Kreditgeber verhindern soll.
Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht setzt sich aus den wichtigsten Aufsichtsbehörden der globalen Finanzzentren zusammen. Dieser Ausschuss hat einen zweigleisigen Leitfaden zu den Kapitalanforderungen für von Banken gehaltene Kryptowährungen vorgeschlagen. Es wäre die erste maßgeschneiderte Regelung für diesen noch jungen Sektor.
Bitcoin ist die beliebteste Kryptowährung auf dem Kryptomarkt

El Salvador ist das erste Land weltweit, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat. Dies ist ein revolutionärer Schritt, der trotz wiederholter Warnungen von Zentralbanken weltweit vor den potenziellen Risiken von Bitcoin erfolgte.
Große Volkswirtschaften, darunter die USA und China, haben in den letzten Wochen einen noch restriktiveren Kurs signalisiert. Darüber hinaus haben sie Pläne zur Schaffung eigener Zentralbank-Kryptowährungen entwickelt.
Der in der Schweiz ansässige Basler Aufsichtsausschuss merkte an, dass die Engagements von Banken in digitalen Währungen zwar begrenzt seien, aber ein kontinuierliches Wachstum verzeichneten und aufgrund von Betrug die Risiken für die globale Finanzstabilität erhöhen könnten. Cyberangriffe, Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche könnten den Markt beeinträchtigen, wenn die Kapitalanforderungen nicht klar definiert seien.
Kryptowährungen regulieren, um Kapital zu schützen
Bitcoin und andere Kryptowährungen haben weltweit einen Wert von 1,6 Billionen US-Dollar. Verglichen mit den Derivaten, Krediten und anderen wichtigen Vermögenswerten der Banken ist das jedoch immer noch wenig.
Die Baseler Anforderungen verpflichten Banken, Risikogewichte für die verschiedenen Vermögenswerte in ihren Büchern zu ermitteln und daraus allgemeine Kapitalvorschriften abzuleiten. Basel schlägt außerdem zwei große Gruppen für Kryptowährungen vor.
Zur ersten Gruppe gehören einige Stablecoins und traditionelle tokenisierte Vermögenswerte, die bestehenden Anforderungen unterliegen und wie Kredite, Anleihen, Aktien, Einlagen oder Rohstoffe behandelt werden.
Die Gewichtung läge bei etwa 0 % für tokenisierte Staatsanleihen und bei 1250 % bzw. dem Gesamtwert der durch das Kapital gedeckten Vermögenswerte.
Der von Stablecoins und Kryptowährungen der Gruppe 1 ist an einen traditionellen Vermögenswert wie den Dollar gekoppelt, wie beispielsweise beim Stablecoin Diem, den Facebook vorgeschlagen hat.
Basel hat erklärt, dass Kryptowährungen auf einer sich rasant entwickelnden Technologie wie der Blockchain basieren, was eine größere Wahrscheinlichkeit für operationelle Risiken mit sich bringen könnte, die eine zusätzliche Kapitalanforderung für alle Arten erforderlich machen.
Nach den von Basel vorgeschlagenen Regeln würde eine Risikogewichtung von nahezu 1.250 % bedeuten, dass Banken Kapital in Höhe ihrer Engagements in BTC und allen anderen Kryptowährungen der Gruppe 2 vorhalten müssten.
Bitcoin hat nach der Ankündigung des Basler Ausschusses an Wert gewonnen und ist um etwa 1,5 % auf 37.962 US-Dollar gestiegen. Es scheint, als befinde sich der Bitcoin in einem kontinuierlichen Aufwärtstrend.

