Bitcoin hat gerade seinen größten wöchentlichen Kursanstieg seit der Wahl im November verzeichnet, die Donald Trumps Präsidentschaft festigte. Die Kryptowährung legte seit Sonntag um beeindruckende 14 % zu und erreichte laut Daten von CoinGecko zum Zeitpunkt der Veröffentlichung einen Wert von 105.681 US-Dollar. Innerhalb einer einzigen Sitzung gewann sie 3,8 %.
Der Kryptomarkt ist voller Vorfreude, da sich Trump auf seine zweite Amtseinführung vorbereitet und Berichten zufolge kryptofreundliche Politik ins Weiße Haus einbringen wird.
Laut Bloomberg wird die Regierung Kryptowährungen zu einem nationalen Gebot bzw. einer Priorität erklären. Zudem soll ein Krypto-Beirat eingerichtet werden, der sich für die politischen Prioritäten der Branche einsetzen soll, heißt es in dem Bericht.
Krypto-Rallyes im Vorfeld von Trumps Amtseinführung
Bitcoin ist mit seinem Aufschwung nicht allein. XRP erreichte am Donnerstag ein Allzeithoch von 3,40 US-Dollar. Händler erwarten ein baldiges Ende des jahrelangen Rechtsstreits von Ripplemit der US-Börsenaufsicht SEC, was die Nachfrage weiter ankurbelt.
Gleichzeitig deuten die Optionsmärkte auf einen Anstieg der Volatilität hin. Die Rallye fällt zudem mit einer breiteren Erholung risikoreicherer Anlagen zusammen, die durch die US-Inflationsdaten begünstigt wird. Die niedriger als erwartet ausgefallenen Werte sowohl des Erzeugerpreisindex (PPI) als auch des Verbraucherpreisindex (CPI) haben die Befürchtungen vor aggressiven Maßnahmen der Federal Reserve gemildert.
Auch die US-Börsen boomen und verzeichnen ihre beste Woche seit Trumps Wahl 2016. Der S&P 500 stieg am Freitagmorgen um 1 % und steuert damit auf einen Wochengewinn von 3 % trac. Der Nasdaq Composite liegt mit einem Plus von 2,4 % nicht weit dahinter und erzielt damit seine beste Performance seit Dezember.
Dennoch sind nicht alle davon überzeugt, dass diese Rallye anhalten wird. DietronArbeitsmarktzahlen vom Dezember haben einige Marktteilnehmer beunruhigt, da sie befürchten, die Fed könnte ihren Zinssenkungszyklus unterbrechen. Die Bank of America erklärte: „Wir halten an unserer Ansicht fest, dass der Zinssenkungszyklus der Fed beendet ist.“
Sie verwiesen auf dietronKonsumausgaben und die robuste Wirtschaft als Gründe dafür, dass die Zentralbank die Zinssätze möglicherweise unverändert lassen würde.

