Die BIZ warnt vor einem möglichen Vertrauensverlust der Märkte in verschuldeten Ländern

Quelle: BIS
- Der Dachverband der Zentralbanken warnte hochverschuldete Länder davor, ihre Finanzpolitik verfrüht zu lockern.
- Die BIZ gab bekannt, dass das Marktvertrauen eines solchen Landes zusammenbrechen könnte.
- Vertreter der in Basel ansässigen Organisation hoben einige Lösungsansätze für das Problem hervor.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnte hochverschuldete Länder vor Handlungen, die zu einem Vertrauensverlust am Markt führen könnten, wie etwa übermäßige Ausgaben fortgeschrittener Volkswirtschaften. Sie mahnte zudem, dass Zentralbanken bei Zinssenkungen und einer verfrühten Lockerung der Finanzpolitik Vorsicht walten lassen müssten.
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Bei ihrer Warnung nannte die BIZ kein einziges Land. Der Dachverband warnte jedoch die Industrieländer davor, ihre Ausgaben deutlich zu überschätzen. Die BIZ merkte an, dass die Staatsdefizite nicht mehr als 1 % des BIP betragen sollten defiein Rückgang gegenüber den 1,6 % des Vorjahres. Dies ist nur ein Bruchteil des aktuellen defider USA, das IWF viel zu hoch ist.
„Hochverschuldete Länder können zunächst gut dastehen, bis es ihnen plötzlich nicht mehr gut geht“, warnt eine Finanzaufsichtsbehörde – „So funktionieren die Märkte.“
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich bezeichnete das US- defials „viel zu hoch“.
Die Basler Verantwortlichen nannten kein bestimmtes Land, aber… https://t.co/s7vmKYrQq0 pic.twitter.com/OZsvSVOqSl
— kristen shaughnessy (@kshaughnessy2) 1. Juli 2024
Die BIZ ebnet den Weg für verschuldete Nationen
Der Bericht erschien wenige Monate vor den Wahlen in den USA und anderen Ländern, die typischerweise durch erhöhte Wahlkampfausgaben gekennzeichnet sind. Claudio Borio, Leiter der Abteilung für Geld- und Wirtschaftspolitik der BIZ, mahnte, dass Länder mit aufgeblähten Staatsfinanzen und hohen Zinsen dringend Haushaltskonsolidierungen vornehmen müssten.
„Wir wissen aus Erfahrung, dass Dinge so lange nachhaltig erscheinen, bis sie es plötzlich nicht mehr sind. So funktionieren Märkte.“ – Borio
Angesichts dieser gravierenden Herausforderungen stellte die BIZ klar, dass Zentralbanken bei Zinssenkungen Vorsicht walten lassen müssen. Die BIZ betonte, dass zu frühe Zinssenkungen dem Ansehen der Zentralbanken erheblich schaden könnten, falls solche Finanzpolitiken im Zuge der Inflation wieder rückgängig gemacht werden müssten.
Die Beamten gaben bekannt, dass die politischen Entscheidungsträger bereits zu diesem Problem beigetragen haben. Zentralbanken sollten zwar ihre geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen überprüfen, Regierungen müssten aber auch eine Rolle bei der Straffung einer zu lockeren Fiskalpolitik spielen, so die Beamten der BIZ. Sie fügten hinzu, Regierungen sollten zusätzliche Steuerquellen erschließen und Strukturreformen entwickeln, um künftigen Herausforderungen wie dem Klimawandel und demografischen Veränderungen zu begegnen.
Der schwindende Vertrauensverlust am Markt hat schwerwiegende Folgen
Die in Basel ansässige Institution warnte, dass bei einem Rückgang des Marktvertrauens die Märkte für Staatsanleihen zu den ersten gehören würden, die die Auswirkungen zu spüren bekämen. Die BIZ erklärte jedoch, dass sich die Folgen auch auf andere Märkte ausweiten könnten. Die BIZ-Vertreter bestätigten, dass die Inflation allmählich nachlasse. Sie merkten zudem an, dass sich die Welt bereits auf eine sanfte Landung vorbereite.
„Obwohl die Finanzmärkte derzeit nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine Belastung der öffentlichen Finanzen erwarten lassen, könnte das Vertrauen schnell schwinden, wenn sich die wirtschaftliche Dynamik abschwächt und ein dringender Bedarf an öffentlichen Ausgaben sowohl strukturell als auch konjunkturell entsteht“, – BIZ
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Der Bericht warnte davor, dass geopolitische Spannungen die Rohstoffpreise erhöhen und zu Inflation führen könnten. Laut dem FedWatch-Tool der CME hoffen viele Händler, dass die Fed die Zinsen noch vor Jahresende zweimal senken wird. Das Tool zeigt, dass die Händler mit jeweils einer Senkung um 25 Basispunkte rechnen.
Cryptopolitan Berichterstattung von Collins J. Okoth
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Collins J. Okoth
Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.
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