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Die österreichische Zentralbank sagt, Europa brauche einen strengeren Griff auf Krypto- und Finanzregeln

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
  • Der Österreicher Martin Kocher sagte, Europa müsse die Kryptoaufsicht verschärfen und veraltete Finanzvorschriften abschaffen.
  • Kocher warnte davor, dass Unterschiede in den nationalen Regelungen die Wirksamkeit der Geldpolitik der EZB beeinträchtigen.
  • Der deutsche Politiker Joachim Nagel setzte sich für einfachere Kapitalvorschriften ein, ohne dabei die Bankenaufsicht zu schwächen.

Österreichs oberster Zentralbanker will, dass Europa aufhört, bei Krypto- und Finanzregulierung hinterherzuhinken.

Martin Kocher, der auch dem EZB-Rat angehört, erklärte am Dienstag in Wien, dass der wachsende Einfluss von Kryptounternehmen zwar neue Regulierungsanforderungen mit sich bringe, die Region aber anstatt weitere Regeln einzuführen, die bestehenden Probleme angehen solle. Er sprach auf einer Veranstaltung zur Finanzaufsicht, die von der österreichischen Finanzaufsichtsbehörde ausgerichtet wurde.

„Realistisch betrachtet wird der Schwerpunkt auf der Begrenzung des potenziellen Wachstums liegen müssen“, sagte Martin. „Es wäre aber wichtig, die bestehenden Vorschriften zu überprüfen und beispielsweise unnötige Berichts- und Dokumentationspflichten schrittweise abzuschaffen.“

Er machte deutlich, dass Europa überdenken muss, wie viele Regeln überhaupt noch sinnvoll sind. Manche sind veraltet, andere verkomplizieren das System nur unnötig. Die Kernaussage? Man sollte die Dinge nicht unnötig verkomplizieren.

Finanzminister und Zentralbankchefs hatten dies bereits letzte Woche in Kopenhagen erörtert. Sie befürchten, dass Europas Banken gegenüber den USA, wo die Regulierungen gelockert werden, ins Hintertreffen geraten.

Laut Martin liegt das Problem darin, dass die Regulierungsstruktur einfach viel zu aufgebläht ist und sich niemand die Mühe gemacht hat, sie zu straffen. Er sagte, eine Behebung dieses Problems würde der EZB auch helfen, ihre Geldpolitik tatsächlich bei den Menschen im gesamten Währungsraum zu etablieren, insbesondere durch die Verringerung der Risikounterschiede zwischen den Mitgliedsländern.

„Auch heute noch sehen wir zu viele nationale Unterschiede bei der Kapitalverfügbarkeit und den regulatorischen Rahmenbedingungen“, sagte. „Diese Unterschiede behindern die Übertragung geldpolitischer Impulse.“

Der Deutsche Nagel fordert einfachere Regeln, nicht weniger Kontrolle

Joachim Nagel, Präsident der Deutschen Bundesbank und Mitglied des EZB-Rats, bekräftigte dies am Freitag in Frankfurt. Er sagte, Europa müsse endlich aufhören, die Regeln nach der Krise zu vereinfachen. „Wir sollten diesen Weg entschlossen beschreiten“, so Nagel. „Vereinfachung ist machbar, getreu dem Motto: so komplex wie nötig, so einfach wie möglich.“

Joachim ist Mitglied einer Arbeitsgruppe, die die EZB im April ins Leben gerufen hat. Die Gruppe arbeitet daran, die Einhaltung der Bankvorschriften zu vereinfachen, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Sein Vorschlag: Nur das Kernkapital soll für die Hauptkapitalanforderungen einer Bank zählen. Das bedeutet weniger sich überschneidende Anforderungen und weniger Komplexität. Die Instrumente für Kernkapital (Tier 1) und Ergänzungskapital (Tier 2) könnten weiterhin genutzt werden, jedoch nur noch für Abwicklungsfälle und nicht mehr für die reguläre Kapitalerhaltung.

Diese Idee sorgt bereits bei der EZB für Aufsehen. Bloomberg berichtete am Dienstag, dass der deutsche Vorschlag zu einem der umstrittensten Themen im laufenden Bemühen um eine Reform des EZB-Regelwerks geworden ist. Einige Beamte befürchten, dass er bestimmte Banken zu höheren Kapitalerhöhungen zwingen könnte als erwartet und sogar die Fortschritte bei der Angleichung der Regeln in Europa gefährden könnte.

Joachims zweiter Vorschlag sieht vor, mehrere Kapitalpuffer zu einem einzigen zusammenzufassen. Dies würde die Rolle der nationalen Aufsichtsbehörden nicht aufheben, sondern das System lediglich vereinfachen. Die Arbeitsgruppe, der neben den Gouverneuren Frankreichs, Italiens, Finnlands und Estlands auch EZB-dent Luis de Guindos und EZB-Direktoriumsmitglied Sharon Donnery angehören, hat dem EZB-Rat bereits im Juli einen Zwischenbericht vorgelegt. Die endgültige Fassung wird im Dezember erwartet.

Der Handlungsdruck entsteht, da die Banken in der Eurozone angesichts des Deregulierungstrends, der sich in den USA und Großbritannien ausbreitet, in Sorge sind. Während Zentralbanker wie Martin und Joachim den technischen Teil der Debatte vorantreiben, werden die tatsächlichen Gesetzesänderungen von der Europäischen Kommission und dem Parlament abhängen.

Dennoch wartet Joachim nicht darauf, dass die Politik den ersten Schritt macht. „Wir stehen erst am Anfang eines langen Weges“, sagte er. „Ich möchte den Dialog mit unseren nationalen und europäischen Partnern voranbringen.“

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