Die Allianz für Künstliche Superintelligenz (ASI) fordert die Dezentralisierung der Cloud-Infrastruktur für allgemeine künstliche Intelligenz. Laut der Allianz, die aus drei Blockchain-basierten KI-Projekten besteht, ist der Aufbau von KI auf einer dezentralen Cloud der einzige Weg, diese Technologien zukunftssicher zu machen.
In einem auf X veröffentlichten Artikel kritisierte die Allianz zentralisierte Cloud-Dienste wie Microsoft Azure, Amazon Web Services und Google Cloud als ungeeignet für den Aufbau von AGI aufgrund ihrer verschiedenen Schwachstellen.
Warum AGI eine dezentrale Cloud benötigt, ist wichtig
AGI beschreibt die nächste Stufe der künstlichen Intelligenz, bei der die KI über menschenähnliche Intelligenz verfügt. Obwohl das Konzept noch weitgehend theoretisch ist, investieren Technologiekonzerne und KI-Startups bereits Milliarden. Die ASI Alliance ist jedoch der Ansicht, dass diese Unternehmen den falschen Weg gehen.
Die Allianz plädierte für den Einsatz dezentraler Cloud-Infrastruktur für solche Projekte, da dies den Zugang zu und die Kontrolle über Daten und Dienste demokratisieren würde. Durch die Verwendung eines dezentralen Technologie-Stacks könnten Entwickler Bedenken hinsichtlich Datenverteilung, Ressourcen und Kontrolle ausräumen.
Darin hieß es:
„AGI sollte ein dezentrales Cloud-Modell nutzen, das Daten und Governance über ein Netzwerk von Knoten verteilt, wobei jeder Knoten nur einen Bruchteil der Daten speichert. Diese Verteilung macht die gesamte Infrastruktur unendlich viel demokratischer.“
Die ASI-Mitglieder stellten außerdem fest, dass der Aufbau von AGI in einer zentralisierten Cloud aufgrund eines einzigen Ausfallpunkts und mangelnder Kontrolle ein hohes Risiko birgt. Sie merkten an, dass ein Angreifer durch einen Sicherheitsvorfall die Kontrolle über AGI-Technologien erlangen und dadurch unvorstellbaren Schaden anrichten könnte.
Die Allianz stellte außerdem fest, dass die Dezentralisierung der Cloud-Infrastruktur mit einem globalen Trend zur Demokratisierung digitaler Dienste übereinstimmt. Dieser Ansatz würde Innovationen fördern und es kleineren Unternehmen ermöglichen, mit den im Cloud-Bereich dominierenden Technologiekonzernen zu konkurrieren.
Interessengruppen fordern dezentrale KI durch Blockchain-Technologie
Die Bedenken der ASI hinsichtlich der Zentralisierung von KI decken sich mit den Ansichten verschiedener Interessengruppen, darunter auch Ethereum -Mitbegründer Vitalik Buterin. In seinem Essay, in dem er einen dezentralen, effektiven Beschleunigungsmechanismus fordert, hob Buterin die vielfältigen Risiken von KI-Fortschritten hervor, insbesondere wenn nur wenige die Technologie kontrollieren.
Angesichts dieser Risiken setzen viele KI-Projekte mittlerweile auf die Blockchain-Technologie, um deren Dezentralisierung zu nutzen. Zu den Projekten, die diesen Weg eingeschlagen haben, gehören unter anderem das Open-Source-KI-Agentennetzwerk Morpheus, die Nesa-Blockchain, das Render Network und das Internet Computer Protocol.
Obwohl sich die meisten dieser Projekte noch in einem frühen Stadium befinden, sind Branchenkenner überzeugt, dass dezentrale KI unausweichlich ist. Laut Dominic Williams, Gründer der DFinity Foundation, ist die Erforschung von KI und Blockchain entscheidend für den Beginn der nächsten Phase der KI-Entwicklung, da sie viele bestehende Probleme lösen und neue Wege eröffnen würde.
Calanthia Mei, Mitbegründerin des Masa-Netzwerks, vertritt eine ähnliche Ansicht. Sie sieht in dezentraler KI die Lösung für das aktuelle Problem der Verzerrungen in KI-Algorithmen und fügt hinzu, dass zentralisierte Systeme diese Verzerrungen nur noch verstärken.

