AMPLY Discovery, ein wegweisendes Spin-off der Queen’s University Belfast, hat die Einwerbung von über 1,4 Millionen Pfund an Fördermitteln bekannt gegeben – ein bedeutender Schritt für die Zukunft der Arzneimittelforschung. Mit diesen Mitteln soll die Entwicklung neuer Medikamente gegen Krebs, Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten mithilfe einer KI-gestützten Plattform vorangetrieben werden, die an ChatGPT erinnert, jedoch für die Molekülfindung konzipiert ist.
Innovationen im Gesundheitswesen durch KI
AMPLY Discovery wurde 2021 gegründet und ist Vorreiter bei der Integration von künstlicher Intelligenz und synthetischer Biologie, um die Entwicklung neuer Medikamente zu revolutionieren. Dieser Ansatz verspricht nicht nur einen vorhersehbareren Entdeckungsprozess, sondern senkt auch die Kosten der Medikamentenentwicklung erheblich. Mit einem Jahrzehnt Erfahrung in Forschung und Entwicklung setzt die Technologieplattform des Unternehmens neue Maßstäbe in der Pharmaindustrie.
AMPLYs Innovationsgeist zeigtdent in seinen beiden Vorzeigeprojekten im Bereich Forschung und Entwicklung. Das erste Projekt, das sich auf RNAi-Therapien für akute myeloische Leukämie konzentriert, wurde von Innovate UK und Innosuisse mit 835.000 £ gefördert. Das zweite Projekt zielt auf die Entwicklung inhalativer antimikrobieller Therapien gegen multiresistente Lungeninfektionen ab und erhält von Innovate UK eine Förderung in Höhe von 602.000 £ zur Bekämpfung von MDR-TB. Diese Projekte unterstreichen AMPLYs Engagement im Kampf gegen einige der größten Herausforderungen der Menschheit.
Horizonte erweitern: Zukunftspläne und Kooperationen
Mit Blick auf die Zukunft plant AMPLY, im zweiten Quartal 2024 in einer Seed-Finanzierungsrunde weitere 1,4 Millionen Pfund einzuwerben. Diese Ambition wird durch die kürzlich bewilligten Fördergelder untermauert, die den Fortschritt des Unternehmens und sein Potenzial zur Entwicklung einer hocheffizienten Plattform für die Wirkstoffforschung hervorheben. Dr. Ben Thomas, CEO und Mitgründer, hat die Vision, mit AMPLY die Entdeckung neuer Therapeutika durch die Nutzung der riesigen, unerschlossenen Ressourcen der Natur mithilfe des Drug Discovery Studio zu demokratisieren.
Die innovative KI-Plattform von AMPLY fungiert als eine Art „ChatGPT für die Molekülentwicklung“ und nutzt Aminosäuren und Oligonukleotide, um neue Wirkstoffkandidaten zu generieren. Diese Kandidaten werden anschließend synthetisiert und mithilfe synthetischer Biologie unter realen Bedingungen validiert. Dies verdeutlicht den zukunftsweisenden Ansatz des Unternehmens in der Wirkstoffforschung.
Die Kooperationsbemühungen des Unternehmens sind ebenfalls bemerkenswert. So wird beispielsweise die MDR-TB-Initiative in Partnerschaft mit der St George’s University London und das AML-Projekt in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Partner entwickelt. Diese Kooperationen stärken nicht nur die Forschungskapazitäten von AMPLY, sondern erweitern auch das Netzwerk des Unternehmens innerhalb der Biotechnologie- und Krankheitsforschungsgemeinschaft.
AMPLY wird auf seinem Weg von einem starken Investorennetzwerk unterstützt, darunter Co-fund NI (verwaltet von Clarendon Fund Managers), Invest NI, die British Business Bank, QUBIS Limited, die Helix Way Partnership, Techstars sowie Beiträge des Halo Business Angel Network (HBAN). Dermot Tierney, Chief Operating Officer und Mitgründer, betonte die Bedeutung der neuen Finanzierung für die Erweiterung der Pipeline lizenzreifer Wirkstoffkandidaten des Unternehmens und die Schaffung der Grundlage für zukünftige Auslizenzierungsvereinbarungen.
AMPLY Discovery erzielt weiterhin bedeutende Fortschritte in der Pharmaindustrie und sein innovativer Ansatz in der Wirkstoffforschung birgt das Potenzial, das Gesundheitswesen grundlegend zu verändern. Mit KI und synthetischer Biologie im Zentrum leistet AMPLY nicht nur Pionierarbeit bei der Entwicklung neuer Therapien für heutige Krankheiten, sondern gestaltet auch die Zukunft der Medizin.

