American-Express-Chef: Krypto-Kreditkarte? Nicht so bald

Zusammenfassung (TL;DR)
- American Express wird in absehbarer Zeit keine Krypto-gebundenen Karten anbieten.
- Das Unternehmen untersucht den Kryptomarkt und könnte neben dem Interesse an Stablecoins auch Prämienpunkte anbieten.
von American Express (AXP) befindet sich im Aufwärtstrend und hat beinahe ein Allzeithoch erreicht. Dennoch plant das Unternehmen nicht, in naher Zukunft in den Kryptomarkt einzusteigen, nur um vom Hype oder auch nur von geringen Gewinnen zu profitieren. Stephen Squeri, der Präsident des Unternehmensdentbevorzugt einen disziplinierteren Ansatz im Umgang mit Kryptowährungen.
„Eine American Express-Kreditkarte mit Krypto-Anbindung wird es wohl so schnell nicht geben“, erklärte Squeri am Montag auf dem Yahoo All Markets Summit. Er fügte hinzu, dass er sich große Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum als eine Art Anlagegut ähnlich wie Gold vorstelle.
Der CEO erkannte die Fragilität der Märkte und stellte die Bedürfnisse seiner Kunden in den Vordergrund, indem er bei solchen Karten vorsichtig agierte. Er sagte:
„Ich glaube nicht, dass es Auswirkungen auf Kreditkartenzahlungen haben wird. Warum? Es gibt immer noch enorme Unterschiede, und Prämien erhält man nur, wenn der Händler ein Bonusprogramm anbietet. Außerdem kann man nichts dagegen unternehmen, da man keinerlei Rechte daran hat.“
Mastercard und Bakkt bringen eine Premiere heraus
Bakkt kündigte außerdem ein neues Produkt an, das Kunden das Bezahlen mit Kryptowährungen erleichtert. Die Zusammenarbeit mit Mastercard wird zur Entwicklung von Debit- und Kreditkarten führen. Diese Entwicklung zieht neue Kunden antracsteigert somit den Aktienkurs von Bakkt . American Express bleibt jedoch standhaft
Squeri bestätigt, dass sein Unternehmen eine Karte für Stablecoins anbietet. Er erklärte, American Express erlaube Karteninhabern lediglich, Mitgliedschaften einzulösen, Punkte zurückzuzahlen und Stablecoins trac. Weitergehende Funktionen würden nicht angeboten.
Steigen Banken ins Kryptogeschäft ein?
Kryptowährungen bleiben weiterhin brandaktuell. Daher experimentieren Banken damit. American Express beispielsweise ermöglichte es Karteninhabern, einzigartige NFTs zu erwerben. Doch die Kooperation von Bakkt mit Mastercard, die zur Einführung von Krypto-Debitkarten für Verbraucher führte, sorgt derzeit für großes Aufsehen.
Trotz des rasanten Wachstums von Kryptowährungen hat sich im Bereich der Kreditkarten bisher wenig getan. Mastercard und Visa gehören jedoch zu den Vorreitern, die mutige Schritte unternehmen, um mit Krypto-Assets zusammenzuarbeiten.
Mastercard hat das Kryptoanalyseunternehmen CipherTrac. Visa hingegen hat ein Whitepaper zur von CBDCs und Stablecoins veröffentlicht. Visa und Mastercard haben zudem Interesse an NFTs gezeigt.
Kryptowährungen werden immer beliebter, doch es fehlt ihnen noch der rechtliche Rahmen, um sie flächendeckend zu akzeptieren. Regulierungsbehörden brauchen möglicherweise Monate oder sogar Jahre, um Kryptowährungen den gleichen Status wie Fiatgeld zu verleihen. Aber letztendlich werden sie sich öffnen. Die Welt tendiert zu digitalen Währungen, und es ist nur eine Frage der Zeit.
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Edith Muthoni
Edith ist Finanzjournalistin, Traderin und Coach für persönliche Finanzen mit Schwerpunkt auf Anlageberatung im Fintech-Sektor. Zu ihren Fachgebieten gehören Aktien, Kryptowährungen, Blockchain und Krypto-Investitionen.
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